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Börsenlexikon

Die Umsatzrendite ist das Verhältnis des Gewinns eines Unternehmens zu seinen Gesamtumsätzen, ausgedrückt in Prozent.

Sie wird berechnet, indem der Nettogewinn (oder eine andere Gewinnart wie das Betriebsergebnis) durch den Gesamtumsatz geteilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert wird. Die Umsatzrendite zeigt, wie viel Gewinn ein Unternehmen aus jedem Euro Umsatz erwirtschaftet. Sie ist daher ein Maßstab für die operative Effizienz und Profitabilität eines Geschäftsmodells.

Praktisches Rechenbeispiel: Ein Einzelhandelsbetrieb erzielt in einem Jahr einen Gesamtumsatz von 2 Millionen Euro. Nach Abzug aller Kosten (Materialkosten, Löhne, Miete, Steuern) verbleibt ein Nettogewinn von 100.000 Euro. Die Umsatzrendite beträgt dann (100.000 ÷ 2.000.000) × 100 = 5 Prozent. Das Unternehmen generiert also 5 Cent Gewinn pro Euro Umsatz.

Für Privatanleger ist die Umsatzrendite eine aussagekräftige Kennzahl, um Unternehmen verschiedener Branchen zu vergleichen. Dabei ist zu beachten, dass die typische Umsatzrendite stark vom Geschäftsmodell abhängt: Während Einzelhandelsketten häufig Renditen im einstelligen Prozentbereich aufweisen, können spezialisierte Dienstleister oder Softwareunternehmen deutlich höhere Werte erreichen. Ein Anstieg der Umsatzrendite über mehrere Jahre kann darauf hindeuten, dass das Management die Kostenstruktur verbessert oder das Geschäftsmodell optimiert hat. Ein Rückgang kann dagegen Druck durch Konkurrenz oder steigende Kosten signalisieren.

Die Umsatzrendite unterscheidet sich von der Gewinnmarge, die ähnlich berechnet wird, aber oft spezifischer auf bestimmte Gewinnarten (wie Rohgewinn oder Betriebsgewinn) bezogen ist. Eng verwandt ist auch die Eigenkapitalrendite, die zeigt, wie effizient ein Unternehmen das Eigenkapital der Anteilseigner einsetzt. Zur Gesamtbewertung sollten Anleger die Umsatzrendite zusammen mit anderen Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) betrachten, um ein vollständiges Bild der Profitabilität und Bewertung zu erhalten.