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Börsenlexikon

Rendite ist der prozentuale Gewinn oder Verlust, den ein Anleger mit einer Geldanlage über einen bestimmten Zeitraum erzielt, bezogen auf das eingesetzte Kapital.

Die Rendite misst die Effizienz einer Anlage. Sie beantwortet die Frage: Wie viel Prozent des eingesetzten Geldes kommt als Gewinn zurück? Privatanleger nutzen die Rendite, um verschiedene Anlageoptionen miteinander zu vergleichen und zu bewerten, ob eine Investition den eingegangenen Aufwand und das Risiko rechtfertigt.

Die Rendite setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Erträge (wie Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen) und Kursgewinne oder Kursverluste. Bei einer Anleihe mit einem Nennwert von 10.000 Euro und einer jährlichen Verzinsung von 4 Prozent erhält der Anleger beispielsweise 400 Euro pro Jahr als Ertrag. Kauft er die Anleihe zum Nennwert und hält sie bis zur Rückzahlung, beträgt seine jährliche Rendite 4 Prozent. Hätte er die Anleihe aber mit 9.500 Euro erworben, wäre die tatsächliche Rendite höher, da er zusätzlich einen Kursgewinn von 500 Euro bei Rückzahlung realisiert.

Bei Aktien ist die Berechnung ähnlich: Ein Anleger kauft eine Aktie für 50 Euro. Nach einem Jahr hat sie einen Kurs von 55 Euro und hat eine Dividende von 2 Euro pro Aktie ausgeschüttet. Die Gesamtrendite beträgt dann 14 Prozent: (5 Euro Kursgewinn + 2 Euro Dividende) geteilt durch 50 Euro Kaufpreis, multipliziert mit 100.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen nominaler und realer Rendite. Die nominale Rendite ist der reine prozentuale Gewinn. Die reale Rendite berücksichtigt die Inflation und zeigt, wie viel Kaufkraft der Anleger tatsächlich hinzugewonnen hat. Bei einer nominalen Rendite von 3 Prozent und einer Inflation von 2 Prozent liegt die reale Rendite bei etwa 1 Prozent.

Privatanleger sollten bei der Renditebetrachtung auch das Risiko einbeziehen. Höhere Renditen gehen typischerweise mit höheren Risiken einher. Konzepte wie die Gesamtrendite, die alle Ertragskomponenten zusammenfasst, oder die Rendite auf das eingesetzte Kapital helfen dabei, Anlagen realistisch zu bewerten. Auch die Haltedauer spielt eine Rolle: Die Annualisierte Rendite rechnet Gewinne auf ein Jahr um, um Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten vergleichbar zu machen.