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Börsenlexikon

Die New York Stock Exchange (NYSE) ist die größte Aktienbörse der Welt nach Marktkapitalisierung und der Ort, an dem Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere von börsennotierten Unternehmen gehandelt werden.

Die NYSE hat ihren Sitz in New York und wurde 1792 gegründet. Sie funktioniert als zentrale Handelsplattform, auf der Käufer und Verkäufer von Wertpapieren zusammentreffen. Anders als elektronische Börsen arbeitet die NYSE nach einem hybriden Modell: Während der Handelszeiten (9:30 bis 16:00 Uhr Ostküste, Montag bis Freitag) werden Geschäfte sowohl elektronisch als auch durch spezialisierte Händler an den Handelsplätzen abgewickelt, sogenannte Specialists oder Market Makers.

Für Privatanleger ist die NYSE relevant, weil sie hier Anteile an großen, international bekannten Unternehmen erwerben können. Unternehmen notieren an der NYSE, um Kapital zu beschaffen und ihre Liquidität zu erhöhen. Anleger profitieren von dieser Liquidität: Sie können ihre Positionen relativ schnell kaufen oder verkaufen. Die Börse unterliegt strenger Regulierung durch die Securities and Exchange Commission (SEC), was Anleger vor Marktmanipulation und Betrug schützt.

Der Handel an der NYSE ist an bestimmte Zulassungskriterien gebunden. Unternehmen müssen Anforderungen zur Größe, Rentabilität und Transparenz erfüllen. Dies führt dazu, dass an der NYSE überwiegend etablierte, große Konzerne notiert sind – im Gegensatz zur technologieorientierten NASDAQ oder kleineren Börsen.

Der Börsenkurs eines Unternehmens entsteht durch Angebot und Nachfrage. Wenn beispielsweise viele Anleger eine bestimmte Aktie kaufen möchten, steigt der Kurs; bei massivem Verkaufsdruck sinkt er. Die Kurse werden in US-Dollar notiert.

Privatanleger können über einen Broker, der Zugang zur NYSE hat, Aktien kaufen und verkaufen. Sie zahlen dabei Transaktionsgebühren und sind der Marktvolatilität ausgesetzt – der Aktienkurs kann täglich schwanken.

Verwandte Konzepte sind der Börsenindex, etwa der S&P 500, der die Performance von 500 großen an der NYSE und NASDAQ notierten Unternehmen abbildet, sowie die NASDAQ, eine elektronische Börse mit anderen Zulassungskriterien. Auch das Listing – der Prozess, in dem ein Unternehmen seine Aktien erstmals zur Börse bringt – steht in direktem Zusammenhang mit der NYSE.