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Börsenlexikon

Marc Faber ist ein Schweizer Vermögensverwalter und Finanzkommentator, der durch seine regelmäßigen Marktanalysen und Prognosen zur Vermögensverteilung bekannt ist.

Faber ist insbesondere für seinen Ansatz der globalen Vermögensallokation bekannt, bei dem er Privatanleger und institutionelle Investoren dazu rät, ihre Portfolios bewusst auf verschiedene Anlageklassen und geografische Regionen zu verteilen. Seine Empfehlungen beziehen sich häufig auf die Kombination von Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Immobilien sowie auf Investitionen in Schwellenländer neben etablierten Märkten.

Für Privatanleger ist Fabers Ansatz relevant, weil er ein einfaches Diversifizierungsprinzip vertritt: Statt das gesamte Vermögen in eine einzelne Anlageklasse oder Region zu konzentrieren, sollten Anleger ihr Kapital systematisch auf mehrere Bereiche aufteilen. Dies soll das Risiko senken und die Chancen auf stabile Renditen erhöhen. Ein vereinfachtes Beispiel: Ein Anleger mit 100.000 Euro könnte diese auf 25.000 Euro Aktien aus Industrieländern, 25.000 Euro Aktien aus Schwellenländern, 25.000 Euro Anleihen und 25.000 Euro Rohstoffe oder alternative Anlagen verteilen, anstatt alles in einen einzelnen Aktienfonds zu legen.

Fabers Empfehlungen werden regelmäßig in seinen Publikationen und Marktbriefen veröffentlicht, die von Fachleuten und Privatanlegern verfolgt werden. Sein Ansatz unterscheidet sich von reiner Aktienmarkt-Euphorie dadurch, dass er auch in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit zu defensiven Positionen rät.

Kritiker weisen darauf hin, dass Fabers Prognosen nicht immer eingetroffen sind und dass seine Empfehlungen teilweise konservativ ausfallen. Dennoch hat sein Konzept der bewussten geografischen und sektoralen Streuung Einfluss auf moderne Vermögensmanagement-Praktiken gehabt.

Der Begriff steht in enger Verbindung zu verwandten Konzepten wie der Asset-Allokation, die das systematische Aufteilen von Vermögen auf verschiedene Anlageklassen beschreibt, sowie zur geografischen Diversifizierung, die gezielt auf die Streuung über Länder und Regionen abzielt. Auch das Konzept der taktischen Allokation, bei dem Gewichtungen je nach Marktlage angepasst werden, ist eng mit Fabers Ansatz verwoben.