Menü
sharewise zieht um Am Wochenende vom 22./23. August wird das neue sharewise die Hauptseite. Schau es dir jetzt an und sag uns, was dir fehlt. Zum neuen sharewise Was sich ändert
You need to sign in or sign up before continuing.
Microsoft selbst warnt vor der Verwendung von Internet Explorer, da er nicht mehr den neuesten Web- und Sicherheitsstandards entspricht. Wir können daher nicht garantieren, dass die Seite im Internet Explorer in vollem Umfang funktioniert. Nutze bitte Chrome oder Firefox.

Börsenlexikon

Management Buy-In (MBI) ist der Kauf eines Unternehmens oder einer Unternehmenssparte durch ein externes Managementteam, das nach dem Erwerb die Führungsverantwortung übernimmt.

Bei einem Management Buy-In treten Führungskräfte von außen in ein bestehendes Unternehmen ein und erwerben gleichzeitig Anteile daran. Sie bringen ihre Fachkompetenz und ihre Visionen mit, um das Unternehmen zu restrukturieren oder zu entwickeln. Dies unterscheidet sich grundlegend von einem Management Buy-Out (MBO), bei dem das bestehende interne Management das Unternehmen von den bisherigen Eigentümern übernimmt.

Ablauf und Finanzierung

Typischerweise wird ein MBI durch eine Kombination aus Eigenkapital, Fremdkapital und Private-Equity-Investoren finanziert. Das externe Managementteam bringt einen Teil des Eigenkapitals selbst auf und haftet damit persönlich für den Erfolg. Der Rest wird durch Kredite oder Investoren bereitgestellt. Die neuen Manager erhalten oft Anteile am Unternehmen, wodurch ihre Interessen an der Wertsteigerung gekoppelt sind.

Beispiel: Ein Unternehmen wird für 10 Millionen Euro verkauft. Das externe Managementteam investiert 2 Millionen Euro Eigenkapital, ein Private-Equity-Fonds steuert 3 Millionen Euro bei, und eine Bank vergibt einen Kredit von 5 Millionen Euro. Die Manager halten damit 40 Prozent der Anteile (2 von 5 Millionen Euro Eigenkapital) und tragen das operative Risiko.

Relevanz für Anleger

Für Privatanleger ist ein MBI vor allem dann relevant, wenn sie als Anteilseigner eines Unternehmens betroffen sind oder in Private-Equity-Fonds investieren, die solche Transaktionen durchführen. Ein erfolgreicher MBI kann zu einer Wertsteigerung führen, wenn die neuen Manager das Unternehmen effizienter gestalten oder in neue Märkte expandieren. Allerdings besteht auch das Risiko, dass die externen Manager die Unternehmenskultur nicht verstehen oder strategische Fehler treffen.

MBIs treten häufig auf, wenn Familienunternehmen keinen internen Nachfolger haben oder wenn Konzerne Sparten abstoßen möchten. Sie sind eng verwandt mit dem Management Buy-Out, bei dem internes Management kauft, sowie mit dem Leveraged Buy-Out (LBO), bei dem der Kauf überwiegend durch Fremdkapital finanziert wird. Auch der Private Equity-Sektor ist eng mit MBIs verknüpft, da PE-Gesellschaften häufig als Kapitalgeber und strategische Partner bei solchen Transaktionen fungieren.