Börsenlexikon
Limit ist eine Bedingung, die ein Anleger beim Kauf oder Verkauf von Wertpapieren an seine Order knüpft, um den Kurs festzulegen, zu dem die Order höchstens ausgeführt werden darf.
Funktionsweise
Bei einem Kaufauftrag mit Limit legt der Anleger fest, dass er ein Wertpapier höchstens zu diesem Preis erwerben möchte. Beim Verkauf bestimmt das Limit den Mindestpreis, zu dem das Papier verkauft werden soll. Das Limit schützt vor ungünstigen Kursbewegungen: Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Marktpreis das Limit erfüllt oder überschreitet (beim Verkauf) beziehungsweise unterschreitet (beim Kauf).
Ein Beispiel verdeutlicht dies: Ein Anleger möchte 100 Anteile einer Aktie kaufen, die aktuell bei 50 Euro notiert. Er erteilt eine Kauforder mit einem Limit von 48 Euro. Wenn die Aktie später auf 47,50 Euro fällt, wird die Order ausgeführt – der Anleger erhält 100 Anteile zu 47,50 Euro. Steigt die Aktie dagegen auf 52 Euro, ohne vorher das Limit zu durchbrechen, bleibt die Order unausgeführt.
Relevanz für Privatanleger
Limits sind ein wichtiges Risikomanagement-Instrument. Sie verhindern, dass Orders zu völlig unerwarteten Preisen ausgeführt werden, etwa bei plötzlichen Kurslücken oder in volatilen Marktphasen. Ohne Limit besteht die Gefahr, dass eine Kauforder zum nächstverfügbaren Kurs ausgeführt wird – dieser kann deutlich über dem aktuellen Kursniveau liegen.
Allerdings hat der Einsatz von Limits auch einen Nachteil: Es besteht keine Garantie, dass die Order überhaupt ausgeführt wird. Bleibt der Kurs außerhalb des definierten Bereichs, wird die Order storniert oder bleibt offen, bis der Kurs das Limit erreicht.
Die Gültigkeitsdauer eines Limits lässt sich festlegen – typischerweise für einen Handelstag, mehrere Tage oder bis auf Widerruf (Good-till-Cancelled-Order). Beim Handel mit Limits ist auch die Liquidität des Wertpapiers relevant: Bei dünn gehandelten Aktien kann es schwieriger sein, eine Order zu exakt dem gewünschten Limit auszuführen.
Verwandte Konzepte sind die Market-Order, bei der das Papier sofort zum nächstverfügbaren Marktpreis gekauft oder verkauft wird, sowie das Stop-Loss-Limit, das eine Order automatisch auslöst, wenn ein bestimmter Kurs unterschritten wird. Auch die Iceberg-Order nutzt Limits, um größere Positionen schrittweise zu handeln, ohne den Markt zu beeinflussen.

