Börsenlexikon
Eine Limit Order ist ein Auftrag zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers zu einem bestimmten Höchst- oder Mindestpreis, der nicht überschritten beziehungsweise unterschritten werden darf.
Bei einer Limit Order legt der Anleger fest, zu welchem Preis eine Order ausgeführt werden darf. Beim Kauf bestimmt er einen Höchstpreis, beim Verkauf einen Mindestpreis. Die Order wird nur dann ausgeführt, wenn der Marktpreis dieses Limit erreicht oder unterschreitet (beim Kauf) beziehungsweise erreicht oder überschreitet (beim Verkauf).
Praktisches Beispiel: Ein Anleger möchte Anteile eines Unternehmens kaufen, die derzeit zu 50 Euro gehandelt werden. Er erteilt eine Limit Order mit einem Höchstpreis von 48 Euro. Die Order bleibt unausgeführt, solange die Aktie über 48 Euro notiert. Fällt der Kurs auf 48 Euro oder darunter, wird die Order automatisch ausgeführt – sofern genug Verkäufer zu diesem Preis zur Verfügung stehen. Umgekehrt kann derselbe Anleger eine Aktie, die er zu 50 Euro besitzt, mit einem Limit Order Mindestpreis von 52 Euro verkaufen. Der Verkauf findet nur statt, wenn der Kurs auf 52 Euro oder höher steigt.
Der wesentliche Vorteil einer Limit Order liegt in der Preiskontrolle. Der Anleger vermeidet ungewollte Käufe oder Verkäufe zu ungünstigen Preisen. Dies ist besonders wichtig bei weniger liquiden Wertpapieren oder in volatilen Marktphasen, wenn Kurse schnell schwanken. Der Nachteil besteht darin, dass die Order möglicherweise nie ausgeführt wird, wenn der Limit-Preis nicht erreicht wird. Der Anleger geht damit das Risiko ein, sein Geschäft ganz zu verfehlen.
Limit Orders unterscheiden sich von Market Orders, bei denen der Anleger zum aktuellen Marktpreis kauft oder verkauft – ohne Preisbegrenzung. Während Market Orders schnell ausgeführt werden, bieten Limit Orders Preissicherheit auf Kosten der Ausführungsgarantie. Eine verwandte Form ist die Stop-Loss-Order, die einen Verkauf auslöst, wenn der Kurs unter einen bestimmten Punkt fällt. Auch Trailing Stops nutzen ähnliche Mechanismen, passen den Limit-Preis aber dynamisch an Kursbewegungen an.
Privatanleger setzen Limit Orders häufig ein, um ihre Einkaufsbudgets zu schützen oder Gewinne zu sichern, ohne den Markt permanent überwachen zu müssen. Die meisten Broker bieten diese Funktion kostenlos an und ermöglichen es, Limits über längere Zeiträume aktiv zu halten.

