Menü
sharewise zieht um Am Wochenende vom 22./23. August wird das neue sharewise die Hauptseite. Schau es dir jetzt an und sag uns, was dir fehlt. Zum neuen sharewise Was sich ändert
You need to sign in or sign up before continuing.
Microsoft selbst warnt vor der Verwendung von Internet Explorer, da er nicht mehr den neuesten Web- und Sicherheitsstandards entspricht. Wir können daher nicht garantieren, dass die Seite im Internet Explorer in vollem Umfang funktioniert. Nutze bitte Chrome oder Firefox.

Börsenlexikon

Ein Kurseinbruch ist ein plötzlicher und deutlicher Rückgang des Kurses eines Wertpapiers oder eines Börsenindex innerhalb kurzer Zeit.

Ein Kurseinbruch unterscheidet sich von einem allmählichen Kursrückgang durch seine Geschwindigkeit und Intensität. Während ein Wertpapier über Wochen oder Monate hinweg kontinuierlich an Wert verlieren kann, vollzieht sich ein Kurseinbruch typischerweise innerhalb von Stunden oder wenigen Handelstagen. Die genaue Schwelle, ab wann ein Rückgang als „Einbruch" gilt, ist nicht standardisiert, wird aber oft ab einem Verlust von 5 bis 10 Prozent verwendet.

Ursachen für Kurseinbrüche sind vielfältig. Sie können durch überraschende Unternehmensnachrichten ausgelöst werden – etwa eine Gewinnwarnung oder ein Skandal – oder durch gesamtwirtschaftliche Schocks wie Zinserhöhungen, Rohölpreissprünge oder politische Krisen. Auch technische Faktoren spielen eine Rolle: Wenn viele Anleger gleichzeitig verkaufen (etwa aufgrund von Stop-Loss-Orders), verstärkt dies den Abwärtsdruck. Panikverkäufe sind ein typisches Merkmal von Kurseinbrüchen.

Rechenbeispiel: Ein Anleger kauft 100 Anteile einer Aktie zu 50 Euro je Anteil, investiert also 5.000 Euro. Nach einer überraschenden Gewinnwarnung fällt der Kurs innerhalb eines Tages auf 42 Euro. Der Kurseinbruch beträgt 8 Euro oder 16 Prozent. Das Depot des Anlegers ist nun 800 Euro weniger wert.

Für Privatanleger sind Kurseinbrüche psychologisch belastend, da sie Verluste realisieren, wenn sie in dieser Phase verkaufen. Wer jedoch langfristig investiert und nicht auf das Geld angewiesen ist, kann Kurseinbrüche auch als Kaufgelegenheit nutzen – Vermögenswerte sind dann temporär günstiger. Wichtig ist, zwischen einem echten Einbruch und einer vorübergehenden Volatilität zu unterscheiden.

Verwandte Begriffe sind die Baisse, ein längerfristiger Abwärtstrend des Marktes über Wochen oder Monate, und die Volatilität, die die allgemeine Schwankungsintensität misst. Der Crash ist ein extremer Kurseinbruch, oft mit massiven Verlusten an einem einzigen Handelstag. Auch die Korrektur beschreibt einen Rückgang, wird aber häufig für moderatere, teilweise sogar erwartete Rückgänge verwendet.