Menü
sharewise zieht um Am Wochenende vom 22./23. August wird das neue sharewise die Hauptseite. Schau es dir jetzt an und sag uns, was dir fehlt. Zum neuen sharewise Was sich ändert
Microsoft selbst warnt vor der Verwendung von Internet Explorer, da er nicht mehr den neuesten Web- und Sicherheitsstandards entspricht. Wir können daher nicht garantieren, dass die Seite im Internet Explorer in vollem Umfang funktioniert. Nutze bitte Chrome oder Firefox.

Börsenlexikon

Ein Initial Public Offering (IPO) ist der erste Verkauf von Aktien eines Unternehmens an die Öffentlichkeit, durch den das Unternehmen von einer Privatgesellschaft zu einer börsengehandelten Aktiengesellschaft wird.

Beim IPO gibt ein Unternehmen erstmals Aktien aus und notiert diese an einer Börse. Damit wird das Eigenkapital des Unternehmens in handelbare Wertpapiere aufgeteilt, die Privatanleger, institutionelle Investoren und andere Marktteilnehmer kaufen können. Das Unternehmen erhält durch den Verkauf dieser Aktien Kapital, das für Expansionen, Schuldenabbau oder andere Geschätsaktivitäten verwendet wird.

Die Vorbereitung eines IPO dauert typischerweise mehrere Monate. Das Unternehmen arbeitet mit einer oder mehreren Investmentbanken zusammen, die als Konsortialführer fungieren. Diese Banken bewerten das Unternehmen, erstellen ein Prospekt mit detaillierten Informationen zu Geschäftsmodell, Risiken und Finanzen, und organisieren eine Roadshow, bei der das Management potenziellen Großinvestoren die Geschäfte präsentiert. Die Banken legen dann einen Emissionspreis fest, zu dem die Aktien initial angeboten werden.

Für Privatanleger ist ein IPO relevant, weil er die Möglichkeit bietet, in ein Unternehmen zu investieren, das bislang nicht börsengehandelt war. Allerdings birgt dies auch Risiken: Neue börsengelistete Unternehmen haben oft keine lange Börsenhistorie, und ihre künftige Entwicklung ist weniger vorhersehbar als bei etablierten Konzernen. Zudem ist der Aktienkurs unmittelbar nach dem IPO Schwankungen ausgesetzt, da sich Angebot und Nachfrage erst am Markt einpendeln.

Ein vereinfachtes Beispiel: Ein Softwareunternehmen mit 100 Millionen Euro Geschäftswert plant seinen IPO. Die Banken bewerten das Unternehmen auf 500 Millionen Euro und teilen es in 50 Millionen Aktien auf. Der Emissionspreis wird auf 10 Euro pro Aktie festgesetzt. Das Unternehmen verkauft 10 Millionen neue Aktien und erhält damit 100 Millionen Euro Kapital. Nach dem IPO können Privatanleger die Aktien wie jede andere Börsenaktie kaufen und verkaufen.

Verwandte Begriffe sind die Sekundärplatzierung, bei der ein bereits börsennotiertes Unternehmen neue Aktien ausgibt, das Listing, das die Notierung an sich beschreibt, und der Lock-up-Zeitraum, in dem Gründer und frühe Investoren ihre Aktien nicht verkaufen dürfen, um Kursmanipulationen zu vermeiden.