Menü
sharewise zieht um Am Wochenende vom 22./23. August wird das neue sharewise die Hauptseite. Schau es dir jetzt an und sag uns, was dir fehlt. Zum neuen sharewise Was sich ändert
Microsoft selbst warnt vor der Verwendung von Internet Explorer, da er nicht mehr den neuesten Web- und Sicherheitsstandards entspricht. Wir können daher nicht garantieren, dass die Seite im Internet Explorer in vollem Umfang funktioniert. Nutze bitte Chrome oder Firefox.

Börsenlexikon

Indische Aktien sind Anteile an Unternehmen, die an indischen Börsen notiert sind und deren Geschäftstätigkeit primär in Indien stattfindet.

Indische Aktien werden hauptsächlich an zwei Börsen gehandelt: der National Stock Exchange (NSE) und der Bombay Stock Exchange (BSE). Beide sind regulierte Märkte, auf denen Privatanleger über Broker Anteile an indischen Unternehmen erwerben können. Der Handel erfolgt in indischen Rupien (INR), weshalb Anleger aus dem Euroraum zusätzlich ein Währungsrisiko tragen.

Für Privatanleger ist dieser Markt relevant, weil Indien als eine der weltweit größten Volkswirtschaften gilt und ein hohes Wirtschaftswachstum aufweist. Indische Aktien ermöglichen Exposure gegenüber Sektoren wie Informationstechnologie, Pharmazie, Finanzdienstleistungen und Landwirtschaft. Ein Anleger, der 5.000 Euro in eine indische Aktie zu einem Kurs von 1.500 INR je Anteil investiert (bei einem Wechselkurs von etwa 1 Euro = 100 INR), würde etwa 333 Aktien erwerben und trägt das Risiko, dass die Rupie gegenüber dem Euro an Wert verliert oder gewinnt.

Der Direktkauf einzelner indischer Aktien erfordert Kenntnisse über lokale Rechnungslegungsstandards, Unternehmensberichte in Englisch oder Hindi sowie die Besonderheiten des indischen Marktes. Viele Privatanleger wählen daher den indirekten Zugang über Aktienfonds oder börsengehandelte Fonds (ETFs), die auf indische Aktien spezialisiert sind und eine breite Diversifikation bieten.

Die Volatilität indischer Aktien kann höher ausfallen als in entwickelten Märkten, da das Land noch Schwankungen in Regulierung, Infrastruktur und Währungskurs unterliegt. Hinzu kommen Besonderheiten wie Foreign Direct Investment (FDI)-Limits, die für ausländische Investoren in bestimmten Sektoren gelten können, sowie unterschiedliche Steuerbehandlung je nach Herkunftsland des Anlegers.

Verwandte Begriffe sind Schwellenländeraktien, die Anteile an Unternehmen aus Ländern mit mittlerem Entwicklungsstand umfassen und Indien einschließen, sowie Emerging Markets, eine breitere Kategorie für Schwellenländer insgesamt. Auch das Konzept der Regionalen Diversifikation ist relevant, da Anleger durch indische Aktien ihr Portfolio geografisch breiter streuen und nicht nur auf entwickelte Märkte konzentrieren.