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Börsenlexikon

High ist der höchste Kurs, den ein Wertpapier innerhalb eines definierten Zeitraums erreicht hat.

Das High wird regelmäßig für verschiedene Zeithorizonte ermittelt: das Tagestief, das 52-Wochen-High oder das Allzeithoch. Die Angabe zeigt Privatanlegern die obere Grenze der Kursbewegung und hilft dabei, die aktuelle Bewertung eines Wertpapiers in einen historischen Kontext einzuordnen.

Das 52-Wochen-High ist für Anleger besonders aussagekräftig, da es die höchste Notierung der vergangenen 52 Wochen angibt. Wenn eine Aktie beispielsweise derzeit bei 85 Euro notiert und ihr 52-Wochen-High bei 120 Euro liegt, zeigt das, dass die Aktie vom Höchststand um etwa 29 Prozent gefallen ist. Dies kann ein Signal für eine mögliche Überverkauftheit sein oder aber darauf hindeuten, dass sich die Geschäftslage des Unternehmens verschlechtert hat. Ein Wertpapier, das sein 52-Wochen-High erreicht oder überschreitet, wird oft als Zeichen von Stärke interpretiert.

Das High wird automatisch von Börsenplattformen und Datenanbietern aktualisiert. Anleger finden diese Information in Kursübersichten, auf Finanzportalen und in der Regel auch in ihrer Depot-Software. Das High ermöglicht schnelle Vergleiche: Notiert eine Aktie nahe ihrem High, sprechen Marktteilnehmer von Kursstärke; notiert sie deutlich darunter, wird von einem Rückgang vom Höchststand gesprochen.

Für technische Analysten ist das High ein wichtiger Referenzpunkt. Wiederholt ein Kurs sein bisheriges High nicht, gilt das als potenzielles Verkaufssignal. Umgekehrt kann das Durchbrechen eines Widerstands (eines bisherigen High) ein Kaufsignal darstellen. Allerdings ist das High allein kein Indikator für die zukünftige Entwicklung; es beschreibt nur die historische Spitze.

Das High unterscheidet sich vom Low, dem niedrigsten Kurs im gleichen Zeitraum. Zusammen bilden High und Low die Range, also die Spanne der Kursbewegung. Der Close oder Schlusskurs zeigt, wo ein Wertpapier am Ende eines Handelstages stand, und das Open gibt den Eröffnungskurs an. Diese vier Kennzahlen — High, Low, Close und Open — bilden die Grundlage für Candlestick-Charts und andere technische Analyse-Werkzeuge.