Menü
sharewise zieht um Am Wochenende vom 22./23. August wird das neue sharewise die Hauptseite. Schau es dir jetzt an und sag uns, was dir fehlt. Zum neuen sharewise Was sich ändert
Microsoft selbst warnt vor der Verwendung von Internet Explorer, da er nicht mehr den neuesten Web- und Sicherheitsstandards entspricht. Wir können daher nicht garantieren, dass die Seite im Internet Explorer in vollem Umfang funktioniert. Nutze bitte Chrome oder Firefox.

Börsenlexikon

Emerging Markets sind Volkswirtschaften in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium, die schneller als reife Industrieländer wachsen, aber noch nicht den Status einer Industrienation erreicht haben.

Der Begriff umfasst Länder mit mittlerem bis hohem Einkommen pro Kopf, deren Börsen und Finanzmärkte in den letzten Jahrzehnten deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Typische Vertreter sind China, Indien, Brasilien, Mexiko, Südkorea und die Türkei. Diese Länder zeichnen sich durch steigende Industrialisierung, wachsende Mittelschichten und zunehmende Kapitalmarktöffnung aus.

Für Privatanleger bieten Emerging Markets ein Renditepotenzial, das über dem von etablierten Märkten liegen kann. Der Grund liegt in den höheren Wachstumsraten dieser Volkswirtschaften: Unternehmen in expandierenden Märkten können schneller ihre Gewinne steigern als in gesättigten Märkten. Allerdings ist dieses höhere Ertragspotenzial mit erhöhten Risiken verbunden. Dazu gehören politische Instabilität, Währungsschwankungen, weniger strikte Regulierung von Finanzmärkten und geringere Transparanzstandards bei Unternehmen.

Ein Anleger, der 10.000 Euro in einen breit gestreuten Emerging-Markets-Aktienfonds investiert, profitiert von der Diversifikation über mehrere Länder und Sektoren. Die Wertentwicklung hängt davon ab, wie schnell die Unternehmen in diesen Ländern ihre Gewinne steigern und wie sich die lokalen Währungen gegenüber dem Euro entwickeln. Bei einer positiven Geschäftsentwicklung und stabiler Währung kann der Wert des Fonds steigen; bei Währungsabwertung oder politischen Krisen kann er fallen – stärker als in entwickelten Märkten.

Die Abgrenzung zu verwandten Begriffen ist wichtig: Während Emerging Markets Länder in einem mittleren Entwicklungsstadium beschreiben, zielt der Begriff Frontier Markets auf noch weniger entwickelte Volkswirtschaften mit kleineren und weniger liquiden Börsen. Die Developed Markets oder reifen Märkte sind hingegen die etablierten Industrieländer wie die USA, Deutschland oder Japan. Der Gegenpol zu Emerging Markets ist zudem der Begriff BRIC oder BRICS, der eine Gruppe von fünf großen Schwellenländern bezeichnet, die als besonders bedeutsam für die globale Wirtschaft erachtet werden.

Anleger können in Emerging Markets über spezialisierte Aktienfonds, börsengehandelte Fonds (ETFs) oder Einzelaktien investieren. Die Auswahl sollte auf Grundlage der persönlichen Risikotoleranz und des Anlagehorizonts erfolgen, da Schwankungen in diesem Segment ausgeprägter ausfallen als in stabilen Industrieländern.