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Börsenlexikon

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) ist ein Kursindex, der die Wertentwicklung von 30 großen, börsennotierten Unternehmen aus den USA abbildet und als Indikator für die Konjunktur und Stimmung am amerikanischen Aktienmarkt dient.

Der Index wird seit 1896 berechnet und setzt sich aus Unternehmen zusammen, die in verschiedenen Branchen tätig sind – etwa Finanzdienstleistungen, Technologie, Konsumgüter, Industrie und Gesundheit. Die Zusammensetzung wird regelmäßig überprüft und angepasst, um sicherzustellen, dass der Dow die wirtschaftliche Struktur der USA widerspiegelt. Anders als viele andere Indizes wird der Dow Jones nicht nach Marktkapitalisierung gewichtet, sondern nach dem Aktienkurs: Unternehmen mit höherem Aktienkurs beeinflussen den Index stärker.

Berechnung und Funktionsweise

Der Index wird berechnet, indem die Kurse der 30 Aktien addiert und durch einen Divisor geteilt werden. Dieser Divisor ist nicht einfach 30, sondern wird angepasst, um Kapitalmaßnahmen wie Aktiensplits oder Dividendenzahlungen auszugleichen und die Kontinuität des Index zu wahren.

Ein vereinfachtes Beispiel: Angenommen, fünf Unternehmen haben Aktienkurse von 100, 150, 120, 180 und 200 Euro. Die Summe beträgt 750. Wurde der Divisor auf 2,5 festgelegt, ergibt sich ein Indexstand von 300 Punkten (750 ÷ 2,5). Steigt eine Aktie um 10 Euro, erhöht sich die Summe auf 760, der Index auf 304 Punkte – unabhängig davon, bei welchem Unternehmen die Steigerung stattfand.

Bedeutung für Anleger

Der Dow Jones gilt als Barometer für die gesamte US-Wirtschaft und den globalen Aktienmarkt. Viele Privatanleger nutzen ihn, um die Marktentwicklung zu verfolgen oder als Benchmark für ihre eigene Portfolioperformance. Seine lange Geschichte macht ihn auch für historische Vergleiche wertvoll.

Allerdings hat die Gewichtung nach Aktienkurs eine Besonderheit: Unternehmen mit hohem Aktienkurs prägen den Index überproportional, während große Unternehmen mit niedrigerem Kurs untergewichtet werden. Das unterscheidet den Dow von kapitalgewichteten Indizes wie dem S&P 500, die nach Marktkapitalisierung konstruiert sind. Privatanleger sollten daher beachten, dass der Dow nicht die vollständige Breite des US-Marktes abbildet, sondern gezielt die 30 größten, etabliertesten Unternehmen hervorhebt.