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Börsenlexikon

Dividende ist ein Geldbetrag, den ein börsennotiertes Unternehmen an seine Aktionäre ausschüttet, üblicherweise aus dem erwirtschafteten Gewinn.

Das Unternehmen beschließt auf der Hauptversammlung, einen Teil seiner Gewinne nicht zu reinvestieren, sondern an die Eigentümer auszuzahlen. Diese Ausschüttung erfolgt pro Aktie: Jeder Aktionär erhält einen festgelegten Betrag je gehaltene Aktie. Die Dividende wird in der Regel einmal pro Jahr gezahlt, manche Unternehmen schütten auch halbjährlich oder vierteljährlich aus.

Funktionsweise und Berechnung

Ein Beispiel verdeutlicht das Prinzip: Ein Unternehmen beschließt, eine Dividende von 2 Euro je Aktie auszuschütten. Ein Privatanleger hält 100 Aktien dieses Unternehmens. Er erhält damit eine Dividendenzahlung von 200 Euro (100 Aktien × 2 Euro). Diese 200 Euro werden auf sein Wertpapierkonto überwiesen.

Für Privatanleger ist die sogenannte Dividendenrendite oft aussagekräftiger als die absolute Dividendensumme. Sie berechnet sich als Quotient aus Dividende und Aktienkurs. Konkret: Kostet eine Aktie 50 Euro und schüttet das Unternehmen 2 Euro Dividende aus, liegt die Dividendenrendite bei 4 Prozent (2 Euro ÷ 50 Euro = 0,04 oder 4 Prozent). Diese Quote ermöglicht den Vergleich zwischen verschiedenen Aktien und anderen Anlageformen.

Relevanz für Anleger

Dividenden gehören neben Kursgewinnen zu den Renditekomponenten von Aktieninvestitionen. Sie bieten regelmäßige Erträge unabhängig von Kursbewegungen. Besonders Anleger, die langfristig Vermögen aufbauen oder Einkommen generieren möchten, berücksichtigen Dividenden bei der Aktienauswahl.

Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Unternehmen: Wachstumsorientierte Firmen zahlen oft niedrige oder gar keine Dividenden, um Gewinne in Expansion zu investieren. Etablierte, stabile Unternehmen schütten üblicherweise höhere Quoten aus. Zudem können Unternehmen ihre Dividende kürzen oder streichen, etwa in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Steuerlich werden Dividenden in Deutschland wie Kapitalerträge behandelt; die jeweils geltenden Besteuerungsregeln sind maßgeblich. Bei Reinvestitionen von Dividenden in weitere Aktien oder Fonds entsteht ein Zinseszinseffekt, der langfristiges Vermögenswachstum verstärkt.

Verwandte Konzepte sind die Ausschüttungsquote, die angibt, welcher Gewinnanteil als Dividende fließt, die Thesaurierung, bei der Fonds Erträge reinvestieren statt auszuschütten, und die Rendite, die alle Ertragsquellen einer Geldanlage zusammenfasst.