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Börsenlexikon

Depositen sind kurzfristige Gelder, die Banken und andere Finanzinstitute von Kunden oder anderen Banken annehmen und gegen Zinsen verwahren, wobei die Rückzahlung üblicherweise innerhalb von zwölf Monaten fällig wird.

Der Begriff stammt aus dem Bankwesen und beschreibt eine Form der Geldanlage, bei der ein Anleger Geld für einen definierten Zeitraum bei einer Bank einzahlt. Im Gegensatz zu einem Sparkonto oder Tagesgeldkonto ist ein Depositen-Konto (auch Termingeld oder Festgeld genannt) an eine feste Laufzeit gebunden. Der Anleger verpflichtet sich, das Geld für diese Zeit nicht zu entnehmen, und erhält dafür einen im Voraus vereinbarten Zinssatz.

Für Privatanleger sind Depositen relevant, weil sie eine sichere, planbare Rendite bieten. Da die Rückzahlung garantiert ist und der Zinssatz feststeht, entfallen Unsicherheiten über Kursveränderungen oder variable Zinsen. Gleichzeitig sind Depositen typischerweise durch Einlagensicherungssysteme geschützt, sofern der Betrag die gesetzliche Obergrenze nicht überschreitet.

Rechenbeispiel: Ein Anleger zahlt 10.000 Euro als Deposit bei einer Bank ein, die einen Zinssatz von 3,5 Prozent pro Jahr für eine Laufzeit von 12 Monaten anbietet. Nach Ablauf des Jahres erhält der Anleger sein Kapital von 10.000 Euro zurück plus Zinsen in Höhe von 350 Euro (10.000 Euro × 3,5 % = 350 Euro), insgesamt also 10.350 Euro. Sollte der Anleger das Geld vor Ablauf der 12 Monate benötigen, kann er es meist nur gegen Vorfälligkeitsentschädigung abheben, was bedeutet, dass die Bank Zinsen einbehält oder eine Gebühr erhebt.

Die Attraktivität von Depositen hängt stark vom aktuellen Zinsumfeld ab. In Zeiten niedriger Zinsen sind die Renditen bescheiden, während höhere Zinsumgebungen Depositen zu einer konkurrenzfähigen Alternative zu anderen Anlageformen machen.

Verwandte Begriffe sind Festgeld, das eine längerfristige Variante darstellt und oft bessere Zinsen bietet, sowie Tagesgeld, das tägliche Verfügbarkeit bei flexibleren Zinsen ermöglicht. Auch der Begriff der Geldmarkt-Instrumente ist relevant, da Depositen zu dieser Kategorie kurzfristiger Finanzierungsmittel gehören. Schließlich steht das Konzept in Zusammenhang mit dem Repo-Geschäft, bei dem kurzfristige Gelder gegen Sicherheiten ausgetauscht werden.