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Börsenlexikon

Die CME (Chicago Mercantile Exchange) ist die weltweit größte Terminbörse für den Handel mit Futures, Optionen und anderen derivativen Finanzinstrumenten.

Die CME wurde 1898 gegründet und hat ihren Sitz in Chicago. Sie ermöglicht es Anlegern, Privatpersonen und Unternehmen, auf die zukünftige Entwicklung von Rohstoffen, Aktienindizes, Währungen, Zinssätzen und anderen Basiswerten zu spekulieren oder sich gegen Preisrisiken abzusichern. Die Börse operiert vollständig elektronisch und ist rund um die Uhr geöffnet, was Handel in verschiedenen Zeitzonen ermöglicht.

Für Privatanleger ist die CME vor allem durch ihre Futures-Kontrakte relevant. Ein Future ist ein standardisierter Vertrag, in dem sich zwei Parteien auf den Kauf oder Verkauf eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Datum einigen. Der Anleger muss nicht den gesamten Wert des Kontrakts aufbringen, sondern nur eine sogenannte Margin – eine Sicherheitsleistung. Dies ermöglicht Hebelwirkung: Mit kleinerem Kapitaleinatz können größere Positionen kontrolliert werden. Allerdings verstärkt sich damit auch das Verlustrisiko entsprechend.

Ein Beispiel: Ein Investor möchte auf steigende Ölpreise wetten. An der CME kann er einen Rohöl-Futures-Kontrakt kaufen. Dieser Kontrakt bezieht sich typischerweise auf 1.000 Barrel. Kostet ein Barrel 50 Euro, wäre der theoretische Wert 50.000 Euro. Der Anleger muss aber nur etwa 10 bis 15 Prozent dieses Wertes als Margin hinterlegen – beispielsweise 6.000 Euro. Steigt der Ölpreis um 10 Prozent auf 55 Euro pro Barrel, gewinnt der Kontrakt 5.000 Euro an Wert. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital beträgt damit etwa 83 Prozent. Fällt der Preis jedoch um 10 Prozent, entstehen entsprechend hohe Verluste.

Die CME publiziert täglich Handelsvolumina und offene Positionen (Open Interest). Diese Daten sind für Anleger wertvoll, um die Marktliquidität und das Spekulanteninteresse an bestimmten Kontrakten zu beurteilen.

Verwandte Begriffe sind der Futures-Kontrakt selbst, die Margin als Sicherheitsleistung, die Hebelwirkung (Leverage), die es ermöglicht, mit kleinerem Einsatz große Positionen zu kontrollieren, sowie Optionen, die der CME ebenfalls anbietet und die dem Halter das Recht (nicht die Pflicht) geben, einen Basiswert zu kaufen oder verkaufen.