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Börsenlexikon

Aktien für Anfänger sind Unternehmensanteile, die für Privatanleger ohne Vorkenntnisse zugänglich sind und sich durch einfache Struktur, breite Verfügbarkeit und überschaubare Einstiegskosten auszeichnen.

Der Begriff beschreibt weniger eine spezielle Aktienart als vielmehr einen Einstiegspunkt für Anleger, die erstmals in Aktien investieren möchten. Privatanleger können bereits mit kleinen Beträgen – oft ab 50 bis 100 Euro – Anteile an börsennotierten Unternehmen erwerben, entweder einzeln oder gebündelt in Fonds. Der Kauf erfolgt über ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker.

Beim Kauf einer Aktie wird der Anleger Teilhaber des Unternehmens. Profitiert das Unternehmen, kann der Aktienkurs steigen – der Anleger gewinnt an Wert. Zahlt das Unternehmen eine Dividende aus, erhält der Aktionär einen Anteil des Gewinns. Umgekehrt sinkt der Kurs, wenn sich die Geschäftslage verschlechtert. Anfänger sollten verstehen, dass Aktienkurse täglich schwanken und der Wert des investierten Geldes kurzfristig auch unter die Einzahlung fallen kann.

Ein einfaches Beispiel: Ein Anleger kauft 10 Aktien eines Unternehmens zu je 50 Euro, investiert also 500 Euro. Steigt der Kurs auf 55 Euro je Aktie, ist die Position 550 Euro wert – ein Gewinn von 50 Euro oder 10 Prozent. Sinkt der Kurs auf 45 Euro, fällt der Wert auf 450 Euro – ein Verlust von 50 Euro. Zahlt das Unternehmen eine Dividende von 2 Euro je Aktie, erhält der Anleger 20 Euro zusätzlich.

Für Anfänger ist es sinnvoll, mit bekannten, großen Unternehmen zu beginnen, da diese stabiler sind als kleine Firmen. Viele Anfänger nutzen auch Fonds oder ETFs, um ihr Risiko zu streuen – statt eine einzelne Aktie zu kaufen, halten sie damit Anteile an dutzenden oder hunderten Unternehmen gleichzeitig. Dies reduziert das Risiko, dass eine einzelne Fehlentwicklung das gesamte Ersparte gefährdet.

Wichtig ist ein realistischer Zeithorizont: Aktien eignen sich eher für mittelfristige bis langfristige Ziele (mindestens 5 bis 10 Jahre). Kurzfristige Schwankungen sollten Anfänger nicht zu Panikverkäufen verleiten. Zudem fallen beim Kauf und Verkauf Gebühren an, die die Rendite schmälern.

Verwandte Begriffe sind die Dividende (der Gewinnanteil, den Unternehmen an Aktionäre ausschütten), der Börsenindex (ein Maßstab für die Entwicklung mehrerer Aktien), und der ETF (ein Fonds, der einen Index nachbildet und für Anfänger oft einfacher zu handhaben ist als Einzelaktien).