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Börsenlexikon

Performance ist die prozentuale Wertveränderung einer Geldanlage über einen bestimmten Zeitraum, ausgedrückt als Gewinn oder Verlust bezogen auf das eingesetzte Kapital.

Die Performance misst, wie sich eine Anlage entwickelt hat. Sie beantwortet die zentrale Frage für Privatanleger: Wie viel Rendite hat meine Investition gebracht? Die Kennzahl wird üblicherweise in Prozent angegeben und kann sich auf verschiedene Zeiträume beziehen – etwa ein Jahr, fünf Jahre oder seit Auflegung eines Fonds.

Für die Berechnung wird die Wertveränderung durch den Startwert dividiert. Ein Privatanleger, der 10.000 Euro in einen Fonds einzahlt und dieser nach einem Jahr einen Wert von 10.800 Euro hat, erzielt eine Performance von 8 Prozent ((10.800 – 10.000) / 10.000 × 100). Verluste werden entsprechend negativ ausgewiesen: Sinkt der Fondswert auf 9.500 Euro, beträgt die Performance minus 5 Prozent.

Eine wichtige Unterscheidung betrifft die Berücksichtigung von Ausschüttungen. Die Gesamtperformance oder Total Return berücksichtigt Dividenden, Zinszahlungen oder Fondsausschüttungen, die während des Messzeitraums erfolgt sind. Die Kursperformance oder Price Return dagegen misst nur die reine Kursveränderung ohne Ausschüttungen. Für Vergleiche zwischen verschiedenen Anlagen ist die Gesamtperformance aussagekräftiger, da sie das tatsächliche Gesamtergebnis der Investition abbildet.

Privatanleger sollten beachten, dass Performance-Angaben stark vom gewählten Zeitraum abhängen. Ein Fonds kann über drei Jahre betrachtet eine hohe Performance zeigen, über zehn Jahre gemessen aber deutlich schlechter abschneiden. Daher empfiehlt sich ein Vergleich über mehrere Zeiträume sowie ein Abgleich mit einem passenden Vergleichsmaßstab (Benchmark).

Auch die Häufigkeit der Messung spielt eine Rolle: Performance wird täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich berechnet. Kurzzeitige Schwankungen können ein verzerrtes Bild geben, weshalb langfristige Betrachtungen für Privatanleger meist aussagekräftiger sind.

Eng verwandte Begriffe sind die Rendite, die zusätzlich Zinsen und Gebühren berücksichtigt und damit das tatsächliche Nettoeinkommen abbildet, sowie die Volatilität, welche die Schwankungsintensität misst und damit das Risiko einer Anlage charakterisiert. Der Sharpe-Ratio setzt Performance ins Verhältnis zum eingegangenen Risiko und ermöglicht dadurch einen besseren Vergleich zwischen unterschiedlich schwankenden Anlagen.