Menü
sharewise zieht um Am Wochenende vom 22./23. August wird das neue sharewise die Hauptseite. Schau es dir jetzt an und sag uns, was dir fehlt. Zum neuen sharewise Was sich ändert
Microsoft selbst warnt vor der Verwendung von Internet Explorer, da er nicht mehr den neuesten Web- und Sicherheitsstandards entspricht. Wir können daher nicht garantieren, dass die Seite im Internet Explorer in vollem Umfang funktioniert. Nutze bitte Chrome oder Firefox.

Börsenlexikon

Ein Investmentfonds ist ein von einer Fondsgesellschaft verwaltetes Vermögen, das von vielen Anlegern gemeinsam eingezahlt wird und nach einer festgelegten Anlagestrategie in verschiedene Wertpapiere oder andere Vermögenswerte investiert wird.

Der Fonds funktioniert nach dem Prinzip der Vermögenspool: Der Anleger kauft Anteile am Fonds statt einzelne Aktien oder Anleihen. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und legt es gebündelt an. Dadurch entsteht eine Risikostreuung, die ein Privatanleger allein mit kleineren Beträgen schwer erreichen könnte. Ein Investor mit 5.000 Euro kann über einen Aktienfonds beispielsweise an 50 oder 100 verschiedenen Unternehmen beteiligt sein, statt nur eine oder zwei Einzelaktien zu kaufen.

Die Anlagestrategie wird in der Fondssatzung oder im Prospekt festgelegt. Ein Aktienfonds investiert überwiegend in Aktien, ein Rentenfonds in Anleihen, ein Mischfonds in beide. Es gibt auch spezialisierte Fonds, die nur in bestimmte Regionen, Branchen oder Themen investieren. Der Wert eines Fondsanteils wird täglich berechnet und als Nettoinventarwert (NAV) veröffentlicht. Steigt das Vermögen im Fonds um 10 Prozent, steigt auch der Anteilswert um etwa 10 Prozent.

Für die Verwaltung zahlen Anleger eine jährliche Gebühr, die sogenannte Gesamtkostenquote (TER). Diese wird vom Fondsertrag abgezogen. Bei aktiv verwalteten Fonds, wo ein Manager gezielt Wertpapiere auswählt, liegen die Gebühren typischerweise höher als bei passiven Indexfonds, die einen Börsenindex wie den DAX abbilden.

Anleger erhalten regelmäßig Erträge: Ausschüttungsfonds zahlen Gewinne, Dividenden oder Zinsen direkt aus; Thesaurierungsfonds reinvestieren diese Erträge automatisch im Fonds. Beim Verkauf der Anteile realisiert der Anleger Gewinne oder Verluste. Die steuerliche Behandlung folgt den jeweils geltenden Regelungen für Kapitalerträge.

Investmentfonds eignen sich besonders für Anleger, die breit gestreut investieren möchten, ohne einzelne Wertpapiere selbst analysieren und auswählen zu wollen. Sie erfordern weniger Spezialkenntnisse als Einzelaktienanlage, bieten aber weniger Kontrolle über die exakte Zusammensetzung des Portfolios.

Verwandte Begriffe sind der Indexfonds oder ETF (Exchange Traded Fund), die einen Börsenindex nachbilden, die Vermögensallokation, die beschreibt, wie Fonds ihr Geld auf verschiedene Anlageklassen verteilen, und der Sparplan, über den Anleger regelmäßig Fondsanteile kaufen können.