Menü
sharewise zieht um Am Wochenende vom 22./23. August wird das neue sharewise die Hauptseite. Schau es dir jetzt an und sag uns, was dir fehlt. Zum neuen sharewise Was sich ändert
Microsoft selbst warnt vor der Verwendung von Internet Explorer, da er nicht mehr den neuesten Web- und Sicherheitsstandards entspricht. Wir können daher nicht garantieren, dass die Seite im Internet Explorer in vollem Umfang funktioniert. Nutze bitte Chrome oder Firefox.

Börsenlexikon

Eine Day Order ist eine Wertpapierorder, die nur während des aktuellen Handelstages gültig ist und automatisch verfällt, wenn sie bis zum Ende der Handelssitzung nicht ausgeführt wurde.

Day Orders sind die Standardform von Börsenaufträgen. Der Anleger erteilt sie während der regulären Handelszeiten – etwa zwischen 8 Uhr und 20 Uhr im elektronischen Handel – und die Order bleibt solange aktiv, bis der Handelstag endet. Wird die Order nicht vollständig ausgeführt, verfällt der restliche Betrag automatisch. Der Anleger muss die Order am nächsten Handelstag erneut aufgeben, falls er sein Geschäft weiterhin durchführen möchte.

Das Konzept ist für Privatanleger wichtig, weil es eine Standardeinstellung ist und damit Verwechslungen ausschließt. Wer beispielsweise 100 Aktien zu einem bestimmten Kurs kaufen möchte, erhält diese Order als Day Order, sofern nichts anderes vereinbart ist. Das verhindert, dass der Auftrag unbemerkt über Tage oder Wochen hinweg aktiv bleibt und zu unerwarteten Transaktionen führt.

Ein praktisches Szenario: Ein Anleger möchte 50 Anteile eines ETF zu maximal 85 Euro pro Anteil kaufen. Die Limit-Order wird am Montag um 10 Uhr erteilt. Falls der Kurs bis 20 Uhr nicht auf 85 Euro oder darunter fällt, verfällt die Order. Am Dienstag ist die Order nicht mehr aktiv – der Anleger müsste sie neu erteilen, falls der Kauf noch gewünscht ist.

Dieser automatische Verfall hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil liegt in der Kontrolle: Der Anleger behält die Übersicht über seine ausstehenden Aufträge und wird nicht überrascht, wenn alte Orders plötzlich ausgeführt werden. Der Nachteil besteht darin, dass wiederholte Aufträge erneut eingegeben werden müssen, was bei langfristigen Strategien umständlich wirken kann.

Verwandte Ordertypen sind die Good-till-Cancelled-Order (GTC), die so lange aktiv bleibt, bis der Anleger sie selbst storniert oder ausführt, sowie die Good-till-Date-Order, die an einem vom Anleger festgelegten Datum verfällt. Daneben existieren zeitgebundene Varianten wie die Intraday-Order, die nur innerhalb einer Sitzung gültig ist, oder die Good-after-Time-Order, die erst ab einem bestimmten Zeitpunkt aktiv wird. Jeder Ordertyp dient unterschiedlichen Anlagestrategien: Day Orders eignen sich für kurzfristige Reaktionen auf Marktbewegungen, während GTC-Orders langfristige Strategien unterstützen.