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Börsenlexikon

Break: Ein Break ist eine Kursbewegung, bei der ein Wertpapier einen zuvor definierten Widerstands- oder Unterstützungsniveau überschreitet oder unterschreitet und damit ein neues Preisniveau etabliert.

Der Begriff bezieht sich auf die technische Analyse von Kursbewegungen. Widerstände sind Kursniveaus, bei denen der Kurs historisch mehrfach nach oben abgeprallt ist; Unterstützungen sind Niveaus, bei denen der Kurs mehrfach nach unten abgeprallt ist. Ein Break liegt vor, wenn der Kurs diese Barrieren durchbricht und auf der anderen Seite schließt – also beispielsweise einen Widerstand nach oben durchbricht oder eine Unterstützung nach unten unterschreitet.

Für Privatanleger ist das Break relevant, weil es häufig ein Signal für eine neue Kursbewegung darstellt. Bricht ein Kurs nach oben durch einen Widerstand, kann dies den Beginn einer Aufwärtsbewegung anzeigen; bricht er nach unten durch eine Unterstützung, deutet dies oft auf fallende Kurse hin. Viele Trader nutzen solche Breaks als Einstiegssignale für ihre Positionen.

Ein konkretes Beispiel: Eine Aktie notiert seit mehreren Wochen zwischen 50 und 55 Euro. Der Kurs berührt die 55-Euro-Marke mehrfach, fällt dann wieder – die 55 Euro sind ein Widerstand. Steigt die Aktie eines Tages über 55 Euro und schließt bei 56 Euro, hat sie den Widerstand durchbrochen (Break nach oben). Viele Anleger interpretieren dies als Signal, dass die Aktie weiter steigen könnte, und kaufen daraufhin.

Allerdings sind Breaks nicht immer zuverlässig. Ein Kurs kann einen Widerstand durchbrechen, dann aber schnell wieder zurückfallen – dies nennt sich Fehlausbruch. Deshalb nutzen erfahrene Anleger zusätzliche Indikatoren wie das Handelsvolumen, um zu prüfen, ob ein Break „echte" Kraft hat. Ein Break mit hohem Volumen gilt als aussagekräftiger als ein Break mit niedrigem Volumen.

Das Break-Konzept hängt eng mit den Begriffen Widerstand und Unterstützung zusammen, die die Basis für die Erkennung von Breaks bilden. Verwandt ist auch das Konzept des Trendbruchs, bei dem nicht nur ein einzelnes Niveau, sondern eine ganze Trendbewegung endet. Manche Anleger kombinieren Break-Analyse mit Momentum-Indikatoren, um zu bestätigen, ob die Kraft hinter dem Break ausreichend ist.