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Volvo Cars: Mit Vollgas aus dem Tal der Tränen


Gut vier Jahre nach dem Verkauf der schwedischen Volvo Car Corporation durch die Ford Motor Company an die chinesische Zhejiang Geely Holding Group Company Limited (Geely) schreibt das Unternehmen Rekordzahlen und wird in diesem Jahr einen Absatzrekord aufstellen.

Signifikanter Zuwachs erwartet

Wie das Handelsblatt am Montag berichtet, äußerte sich der Geschäftsführer der Volvo Car Germany GmbH, Thomas Bauch, sehr positiv gegenüber der Wirtschaftszeitung bezüglich der Zukunft des Autobauers. Ohne genaue Zahlen zu nennen, da die Ergebnisse für das erste Halbjahr erst am 20. August in Stockholm veröffentlicht werden sollen, signalisierte Bauch lediglich, dass Volvo im Jahr 2014 so viele Autos verkaufen werde wie nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens. Man werde sich signifikant im Volumen nach oben bewegen. Im vergangenen Jahr verkaufte Volvo Cars knapp 428.000 Fahrzeuge. Der Absatzrekord datiert aus dem Jahr 2011, in dem fast 450.000 Autos abgesetzt werden konnten.

Finanzkrise machte Verkauf notwendig

Dabei startete die chinesisch-schwedische Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten. Im Nachgang zur Finanzkrise hatte Ford die schwedische Tochter im August 2010 an Geely für 1,8 Milliarden US-Dollar verkauft. Als alle großen Autohersteller mit den Auswirkungen der Finanzmarktkrise und des Konjunkturabschwungs kämpften, von denen Ford ebenso wie Volvo nicht verschont blieben, entschlossen sich die Amerikaner für den Verkauf des traditionellen Autoherstellers aus Schweden, für dessen Übernahme sie 1999 noch 6,5 Milliarden Dollar gezahlt hatten.

Misstrauen und Machkämpfe, nicht nur auf der Führungsebene sondern auch zwischen den schwedischen Ingenieuren und den chinesischen Finanziers, drohten zunächst die Krise von Volvo Cars zu verschärfen. 2012 verkaufte das Unternehmen rund 30.000 Fahrzeuge weniger als noch ein Jahr zuvor und machte einen Nettoverlust von 542 Millionen Kronen (62 Millionen Euro).

Die Zuversicht kehrt zurück

Doch bereits im Jahr 2013 wird deutlich, dass die Sorgen der Schweden unberechtigt waren. Anders als die Amerikaner mischen sich die Chinesen nicht in die Produktion ein, so dass gleich mehrere Volvo-Manager betonen, dass sie mehr Freiheiten hätten, als unter Ford. Gleichzeitig treibt Geely die Expansion des Autobauers voran und eröffnet ihm Produktionsmöglichkeiten in China. Und dieses Vorgehen erweist sich als Dreh- und Angelpunkt der neuen Strategie. In China springt der Fahrzeugabsatz im Jahr 2013 um 45 Prozent auf mehr als 61.000 Einheiten an. Insgesamt wird der Absatz um 1,4 Prozent gesteigert und der Gewinn schießt auf 960 Millionen Kronen (ca. 108 Millionen Euro) hoch.

Strategische Vorteile aufgebaut

Nun will Volvo Cars aus China exportieren. Eine Möglichkeit, die andere internationale Hersteller nicht nutzen, weil sie ihre Gewinne nicht mit einem chinesischen Joint Venture-Partnern teilen wollen. Dieses Problem hat Volvo Cars nicht, weil es Geely gehört. Geely-Chef Li Shufu sieht dabei keine Konkurrenz „im eigenen Haus“, weil Geely im unteren Marktsegment und Volvo Cars im Premiumbereich tätig sei. So werde die mehrheitliche Beteiligung an Volvo Cars als strategisches Investment gesehen und sei nicht kurzfristig gedacht. Dabei stehen nicht nur Exporte in die USA und nach Europa auf der Agenda. Mit den niedrigeren Kosten soll China auch als Basis für weitere asiatische Märkte dienen.

Erschien das im Jahr 2011 von Volvo Cars ausgegebene Ziel, bis zum Jahr 2020 den Absatz in China auf 200.000 Autos zu verfünffachen und den weltweiten Absatz auf 800.000 Fahrzeuge zu steigern, vor kurzer Zeit noch als utopisch, erscheint es heute gar nicht mehr so unrealistisch.

 

Foto by Thomas_doerfer(http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Thomas_doerfer)

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Seit 1986 beschäftige ich mich mit Wertpapieren. Dabei habe ich vor allem im Bereich der Derivate eine Menge Erfahrungen sammeln können.

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