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Erstellt von Traumtanz 

Bedrohung aus China?

wie schätzt ihr die aktuelle Immobilienkrise in China ein? Die Zahlen, die man so liest sind bisschen erschreckend....ich bin nicht in chinesische Aktien investiert auch kaum über Fondsanteile...aber wie wird die Weltwirtschaft beeinflusst, wenn China schwächelt...? 
Eure Meinung?

"Anfang August gab das Aufsichtsbüro fürs Internet das Dekret heraus, dass es allen, die ihre private Einschätzung der Finanzmärkte oder der Konjunktur öffentlich machten, verboten sei, die wirtschaftliche Zukunft Chinas düster zu malen («changshuai»)." 

Traumtanz schrieb am 30.09.21: 
wie schätzt ihr die aktuelle Immobilienkrise in China ein? Die Zahlen, die man so liest sind bisschen erschreckend....ich bin nicht in chinesische Aktien investiert auch kaum über Fondsanteile...aber wie wird die Weltweiirtschaft beeinflusst, wenn China schwächelt...? 
Eure Meinung?

@Traumtanz

Meiner Meinung nach könnte was kommen, aber wenn, dann nur kurz- bis mittelfristig. Wenn man den DAX betrachtet sehe ich bis Mitte der Dekade, also auf langfristige und langjährige Sicht, außerordentliche neue Rekorde, also um die 25.000 bis 30.000 Punkte. Internationale Krisen kann man am besten an den langjährigen Entwicklungen der Indizes beobachten vgl. den langjährigen DAX-Chart unten.

Langjähriger DAX-Chart

Sagen wir's so, wenn eine Immobilienkrise ausbricht, dann könnte der DAX auf 12.000 Punkte zurückfallen; wird aber wahrscheinlich sofort wieder zu neuen Höhen streben. Ich habe das hier schon einmal gepostet, nach meiner Beobachtung sind Einbrüche über mehrere tausend Punkte nur kurz- bis mittelfristige Stimmungskiller an der Börse. Auf langfristige Sicht wird die Chinakrise, wenn eine kommt, keine sonderlichen Auswirkungen auf die Börsen haben vgl. Coronakrise im DAX-Langfristchart.

@AlexKramer: ich tendiere auch zu der Schätzung Dax Korrektur auf 12500 Punkte in den nächsten Monate, wenn es schlimm kommt.

Aber die Chinesische Regierung scheint entschlossen, die nötigen Mittel fliessen zu lassen...
Seit einem guten Jahr nehme ich zunehmend Gewinne von mehr als 80% systematisch aus den Depots. Teile wird wiederveranlagt, teils Cash aufgebaut, teils konsumiert...
danke für deine Einschätzung!

@Traumtanz

Es sind inzwischen drei Faktoren an der Börse, welche für eine Korrektur sprechen:

Zinswende, Corona und Evergrande

Ein alternatives Szenario:

Es kann natürlich sein, dass Evergrande von den Chinesen entschärft wird und Corona im Winter nicht so streng ausfallen wird wie letztes Jahr. Meiner Meinung nach sprechen trotz einer anstehenden Zinswende, entsprechend dem Trend, einige unsichtbare Faktoren dafür, dass die Kurse in den nächsten Jahren und Dekaden weiter steigen.
Was ich damit sagen will, ist dass eine Korrektur wahrscheinlich nur vielleicht eintreten wird. Es mehreren sich die Gründe für eine Korrektur, aber die Börse bleibt entspannt, weil viel im Vornherein bekannt ist und die negativen Informationen in der Zeitung von den meisten Börsianern schon im Vorfeld verdaut werden. Es geschieht nichts abrupt! Es kann natürlich sein, dass dadurch gar nichts passiert und die Kurse ohne Korrektur weiter steigen; falls doch etwas sein sollte, sprechen bei einem Crash auf jeden Fall die günstigen Einstiegskurse dafür einen weiter steigenden Trend zu verfolgen z.B. bei den Indizes und Aktien, siehe entsprechende Charts.

Ich hatte das Video von Gerhard Heinrich schon im Forum "Schwellenländer" verlinkt.
Evergrande: China vor dem System-CRASH? 
Heinrich ist der Meinung, dass Evergrande pleite ist und nicht von der chinesischen Regierung gerettet wird. Seiner Meinung nach wird man den Laden in aller Ruhe abwickeln, ohne dabei viel Lärm zu machen. 

Es muss wegen Evergrande nicht gleich zu einer Finanzkrise kommen, aber auf die Börsen in den USA und Europa dürfte sich das schon auswirken. China ist für viele Länder inzwischen zu einem extrem wichtigen Markt herangewachsen - für die deutsche Automobilbranche ist dieser Markt fast schon überlebenswichtig. Wenn sich das Wachstum in China deutlich abkühlt, wird sich das in vielen Unternehmensbilanzen bemerkbar machen, aber im Gegensatz zu den USA und Europa ist in China vieles schon eingepreist.

@DrMabuse: danke für deine Meinung...ich möchte nicht sehenden Auges mein Geld verlieren...dazu habe ich nicht genug ;-)
der Zeitpunkt für eine handfeste Krise wäre gekommen....jetzt sind sehr viel mehr Menschen in Aktien investiert als noch vor 1-2 Jahren...so mein Eindruck. Ein Crash wüdre viele Leute treffen...und wenn China schwächelt, zieht es uns in die Tiefe...die News sind unterschiedlich, mal wird Evergrande gerettet, dann wieder eher nicht....ich mißtraue den Nachrichten aus China auch ....man gibt ja nur zu, was man muss....

@DrMabuse: das Video finde ich auch ganz gut. Aber chinesische Immobilienaktien werde ich vermutlich keine kaufen ;-)

Traumtanz schrieb am 02.10.21: 
@DrMabuse: das Video finde ich auch ganz gut. Aber chinesische Immobilienaktien werde ich vermutlich keine kaufen ;-)

@Traumtanz
Ich auch nicht. In Bezug auf  China sehe ich im Moment zwei große Gefahren: Wie weit geht die chinesische Führung bei der Regulierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen? Könnte es irgendwann zu einem kalten Krieg zwischen den USA und China kommen? Vor diesem Hintergrund muss man auch die beiden Artikel sehen, die ich im Schwellenländer-Forum verlinkt habe:
1 Grund weshalb Alibaba und Tencent gefährlich bleiben!
China bereitet Enteignung von Ausländern gehaltener Technologieaktien vor 
Die Überschrift des zweiten Artikels ist etwas reißerisch, aber er beschreibt sehr gut mit welchen Tricks chinesische Technologiekonzerne arbeiten, um an das Geld ausländischer Investoren zu kommen. Nach chinesischem Gesetz ist ausländisches Eigentum an chinesischen Technologiekonzernen verboten. Bis jetzt hat Peking beide Augen zugedrückt...

Hallo Traumtanz,
langfristig ist uns China denke ich überlegen, es kann also kein großer Nachteil sein dort etwas zu investieren, wenn man es grade günstig bekommt. 

Ich habe zuletzt über China Mobile und Tencent gelesen sie sollen zur Zeit günstig sein so etwas kann man sich ja mal ansehen und dann selbst entscheiden.

In den undurchsichtigen chinesischen Bausektor würde ich, zur Zeit, auch nicht investieren. 

Ich versuche grade für einen Freund ein kleines relativ stabiles (er ist schon älter) Aktiendepot zu erstellen, weil er von seinem Bankfonds enttäuscht ist, und überlege auch grade was es für eher unterbewertete aber sichere Branchen gibt und was dort stabile Unternehmen sein können, die ein hohes Maß an Sicherheit und Dividenden bieten (er will ja auch etwas von seinem Depot haben). Ich habe dafür etwa 2 Wochen Zeit für die Recherche. Mit etwas Glück haben wir dann die Sommerloch Phase der Korrekturen bis Anfang Oktober hinter uns gelassen und die Kurse steigen wieder. Wir sind ja von der Zyklik auch in einer schwachen Phase vom Jahr.

Problematisch wird vielleicht der Faktor Lieferschwierigkeiten in einigen Branchen in den kommenden Monaten. Doch dann hoffe ich auf eine zunehmende Erholung, da man ja inzwischen in den Industrieländern mehr oder minder "durchgeimpft" ist. Coronas Zähne werden dann mit der Zeit immer weniger wehtun.

kidnah1 schrieb am 02.10.21: 
langfristig ist uns China denke ich überlegen, es kann also kein großer Nachteil sein dort etwas zu investieren, wenn man es grade günstig bekommt. 

Meiner Meinung nach ist das Aufgabe des deutschen Staates, über die Dekaden am aufstrebenden Erfolg der Chinesen zu partizipieren, d.h. dass der deutsche Staat sollte meiner Ansicht nach mehrere 100 Mrd. Euro in chinesische Anleihen, Aktien und Anlagen investieren und diese bis zum Jahr 2050 oder 2100 halten.

Die meisten Deutschen sind ja leider immer noch nicht so weit zumindest an Ihrem eigenen Produktivkapital zu partizipieren.
https://www.finanzen.net/top_ranking/top_ranking_detail.asp?inRanking=1628&inPos=2

Mit solchen Aktienportfolios könnte man viel Kapital generieren was Deutschland unterstützen mit der Zeit die Steuern und die Renten attraktiver machen könnte (in Form eines Staatsfonds zum Beispiel).

Leider setzt Deutschland in den Privatvermögen im Zeitalter der nahezu 0-Zinsen und bald 5 % Inflation immer noch auf Anleihen und andere zinsabhängige Sparanlagen (Versicherungen, Bausparen, Sparbuch) , die jedoch zur Zeit wenig bringen. 
Hier geht gegenüber den viel attraktiveren Aktien viel mögliches Kapital  verloren.


AlexKramer schrieb am 02.10.21: 
kidnah1 schrieb am 02.10.21: 
langfristig ist uns China denke ich überlegen, es kann also kein großer Nachteil sein dort etwas zu investieren, wenn man es grade günstig bekommt. 

Meiner Meinung nach ist das Aufgabe des deutschen Staates, über die Dekaden am aufstrebenden Erfolg der Chinesen zu partizipieren, d.h. dass der deutsche Staat sollte meiner Ansicht nach mehrere 100 Mrd. Euro in chinesische Anleihen, Aktien und Anlagen investieren und diese bis zum Jahr 2050 oder 2100 halten.

@AlexKramer
Meiner Meinung nach sollte Deutschland zu einer echten Marktwirtschaft zurückkehren. Innovation ist nur in einer freien Gesellschaft möglich. Man darf nicht vergessen, dass China sich das technische Know-how teilweise auch auf fragwürdige Weise angeeignet hat. Die Naivität westlicher Unternehmen hat es den Chinesen dabei besonders leicht gemacht, sich zur "Supermacht zu kopieren":
Made in Germany: Chinesen kopieren sich zur Supermacht 
Wir sollten uns von der chinesischen Propaganda nicht blenden lassen. Meiner Meinung nach sind liberale Gesellschaften mit ihrer Marktwirtschaft allen planwirtschaftlich organisierten Diktaturen klar überlegen.

kidnah1 schrieb am 02.10.21: 
Mit solchen Aktienportfolios könnte man viel Kapital generieren was Deutschland unterstützen mit der Zeit die Steuern und die Renten attraktiver machen könnte (in Form eines Staatsfonds zum Beispiel).

@kidnah1

Bei einem Investment von Staat zu Staat würde man aufgrund der sozialistischen Strukturen in China wahrscheinlich eher Gehör finden, was Menschenrechte und Umweltschutz betrifft; vorallem wenn der deutsche Staat als Investor auftritt. Geld regiert die Welt!

DrMabuse schrieb am 02.10.21: 
AlexKramer schrieb am 02.10.21: 
kidnah1 schrieb am 02.10.21: 
langfristig ist uns China denke ich überlegen, es kann also kein großer Nachteil sein dort etwas zu investieren, wenn man es grade günstig bekommt. 

Meiner Meinung nach ist das Aufgabe des deutschen Staates, über die Dekaden am aufstrebenden Erfolg der Chinesen zu partizipieren, d.h. dass der deutsche Staat sollte meiner Ansicht nach mehrere 100 Mrd. Euro in chinesische Anleihen, Aktien und Anlagen investieren und diese bis zum Jahr 2050 oder 2100 halten.

@AlexKramer
Meiner Meinung nach sollte Deutschland zu einer echten Marktwirtschaft zurückkehren. Innovation ist nur in einer freien Gesellschaft möglich. Man darf nicht vergessen, dass China sich das technische Know-how teilweise auch auf fragwürdige Weise angeeignet hat. Die Naivität westlicher Unternehmen hat es den Chinesen dabei besonders leicht gemacht, sich zur "Supermacht zu kopieren":
Made in Germany: Chinesen kopieren sich zur Supermacht 
Wir sollten uns von der chinesischen Propaganda nicht blenden lassen. Meiner Meinung nach sind liberale Gesellschaften mit ihrer Marktwirtschaft allen planwirtschaftlich organisierten Diktaturen klar überlegen.

@DrMabuse

Meiner Meinung nach sollte man sich einem internationalen Trend hin zum kapitalistischen Sozialismus anschließen, das aber durchaus nach den Regeln der sozialen Marktwirtschaft. Es ist nunmal ein internationaler Trend, dass die Staaten mehr regeln und beherrschen, was auch durch den Wiederaufstieg der Russen nach dem kalten Krieg und dem Weltmachtstreben der Chinesen in den letzten Jahrzehnten deutlich zu Tage getreten ist. Wir hier in Deutschland leben aufgrund des 2ten Weltkriegs und des kalten Krieges in einer Mischform zwischen Kapitalismus und Sozialismus, das sich in den regierenden Parteien und dem Wirtschaftssystem spiegelt und sollten diese Vorteile der sozialen Marktwirtschaft und des politischen Systems auch nutzen. Ein deutscher Staatsfond der sich mit innländischen und ausländischen Werten auf dem internationalen Finanzmarkt befasst ist ein sozialkapitalistischer Kompromiss der längst überfällig ist. Konkret sollte der deutsche Staat international mehr als Investor auftreten, um diverse Ziele wie Umwelt- und Klimaschutz zu erreichen.

@DrMabuse 
Gegenüber asiatischen Ländern die zur Zeit mit Ihrer Wirtschaft aufstreben sind wir in Deutschland erst mal demographisch durch unsere alternde Gesellschaft und geringeren Anzahl im Nachteil. 

Dann verpassen wir im Bildungssektor (und in der Digitalisierung) viel was man für Innovationen in der Wirtschaft bräuchte weil hier moderne Konzepte für die Weiterentwicklung fehlen oder nicht durchgeführt werden.

Unser Staatssystem bietet sicherlich Vorteile in der Freiheit so zu investieren und zu denken wie man will (was Innovationen und wirtschaftliche Strukturen, wie das finden von Investoren oder neuen Ideen fördert. Länder die vieles verbieten lassen freies Denken kaum zu.

Leider hat Demokratie auch Nachteile (obwohl es für die Menschen nichts besseres gibt). 
Autoritäre Staaten müssen z.B. weniger diskutieren und können rigoroser handeln, was in bestimmten Fällen (wie in der Pandemie) Probleme einfacher und schneller (aber nicht immer besser) lösen lässt. 
 

AlexKramer schrieb am 02.10.21: 
kidnah1 schrieb am 02.10.21: 
Mit solchen Aktienportfolios könnte man viel Kapital generieren was Deutschland unterstützen mit der Zeit die Steuern und die Renten attraktiver machen könnte (in Form eines Staatsfonds zum Beispiel).

@kidnah1

Bei einem Investment von Staat zu Staat würde man aufgrund der sozialistischen Strukturen in China wahrscheinlich eher Gehör finden, was Menschenrechte und Umweltschutz betrifft; vorallem wenn der deutsche Staat als Investor auftritt. Geld regiert die Welt!

@AlexKramer 
"Handel bringt Wandel" ist ein altes Sprichwort. Im Moment sieht es allerdings so aus, dass sich die westliche Welt mehr den Chinesen anpasst als umgekehrt. Die Chinesen haben ein sehr stark ausgeprägtes Nationalgefühl. Ich kann mir deshalb beim besten Willen nicht vorstellen, dass die chinesische Regierung jemals auf ausländischen Regierungen hören wird. Von Einmischung in innere Angelegenheiten halten die gar nichts.

Immerhin scheinen die Chinesen Ludwig Erhard gelesen zu haben - Wohlstand für alle
https://www.ipg-journal.de/regionen/asien/artikel/das-ende-einer-aera-5463/

DrMabuse schrieb am 02.10.21: 
AlexKramer schrieb am 02.10.21: 
kidnah1 schrieb am 02.10.21: 
Mit solchen Aktienportfolios könnte man viel Kapital generieren was Deutschland unterstützen mit der Zeit die Steuern und die Renten attraktiver machen könnte (in Form eines Staatsfonds zum Beispiel).

@kidnah1

Bei einem Investment von Staat zu Staat würde man aufgrund der sozialistischen Strukturen in China wahrscheinlich eher Gehör finden, was Menschenrechte und Umweltschutz betrifft; vorallem wenn der deutsche Staat als Investor auftritt. Geld regiert die Welt!

@AlexKramer 
"Handel bringt Wandel" ist ein altes Sprichwort. Im Moment sieht es allerdings so aus, dass sich die westliche Welt mehr den Chinesen anpasst als umgekehrt. Die Chinesen haben ein sehr stark ausgeprägtes Nationalgefühl. Ich kann mir deshalb beim besten Willen nicht vorstellen, dass die chinesische Regierung jemals auf ausländischen Regierungen hören wird. Von Einmischung in innere Angelegenheiten halten die gar nichts.

@DrMabuse

Geld regiert die Welt und Handel bringt Wandel sind bekannte Weisheiten, welche hier eine Lösung versprechen. Meiner Meinung nach lässt sich das Problem einer politischen Bedrohung durch China nur durch Unmengen an westlichen Investitionen und ideologischen Arrangements lösen; sprich der Westen muss sich mit dem Fakt arrangieren das mehr internationale staatliche Investitionen nötig sind um Einflüsse in Asien zu gewinnen. Mit einem neuen kalten Krieg ist der Welt nicht geholfen. China muss als Freund verstanden werden nicht als Feind!