Was ist eine OCO-Order?
Start einer neuen Artikelreihe, in der wir regelmäßig Begriffllichkeiten aus der Finanzwelt erklären möchten.
Heute als erstes einen Ordertyp, der sich gerade in den aktuellen stark schwankenden Märkten zu einem meiner absoluten Favouriten entwickelt hat. Der sich auch für all diejenigen empfiehlt, die neben der Arbeit recht wenig Zeit für das Trading aufbringen können, sich deshalb in ihrem Setup nicht permanent mit der Überwachung ihrer Orders beschäftigen können.
Die OCO-Order oder One Cancels Other – Order ist eine Kombinationsorder, bei der die Ausführung einer Order die andere Order automatisch löscht. Dabei können nur Orders kombiniert werden, die sich auf dasselbe Wertpapier beziehen.
Beispiele hierfür sind:
Der Anleger besitzt eine Long-Position. Der Anleger hat ein Kursziel, dort platziert er eine Verkaufsorder und kombiniert diese mittels OCO-Order mit einer Stopp-Loss-Verkaufsorder. Wird nun z.B. das Verkaufsziel erreicht und die Position verkauft, wird automatisch die Stopp-Loss-Order gelöscht.
Der Anleger besitzt eine Short-Position. Nun kann eine Kauforder mit dem Kursziel kombiniert werden mit einer Stopp-Loss-Kauforder. Läuft nun z.B. die Position gegen den Anleger, d.h. der Kurs steigt und erreicht den Stopp-Loss-Bereich, dann wird der Stopp ausgelöst, die Position geschlossen und gleichzeitig automatisch die andere Kauforder gelöscht.
Von daher empfiehlt sich die OCO-Order insbesondere für Swing-Trader, die wenig Zeit für’s Traden haben. Innerhalb eines Trendkanals können nun z.B. am oberen Trend Shortpositionen eingeben werden. Mittels OCO-Order kann der Anleger nun seinen gewünschten Kaufkurs eingeben und gleichzeitig einen damit verbunden Stopp-Loss-Kaufkurs. Danach kann sich der Anleger wieder anderen Angelegenheiten widmen, Arbeiten was auch immer, denn mittels OCO-Order ist er auf beiden Seiten abgesichert. Fällt der Kurs wie gewünscht, wird die Position mit Profit geschlossen. Läuft die Position gegen den Trader, ist ein Stopp-Kurs vorhanden.
Also ein Ordertyp mit eingebautem Airbag.
Quelle: kapitalmarktexperten.de


