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Lufthansa: 2017 wird ein schwieriges Jahr!


Liebe Leser,

nach Vorlage der Quartalszahlen haben Anfang November 9 Analysten ihre Einschätzungen angepasst. Fazit: Die Experten sind weitaus skeptischer als der Markt. Die Kursziele hinken der realen Wertentwicklung hinterher.

Leerverkäufer auf dem Rückzug

Dies hat zu einer kuriosen Situation geführt. Die Leerverkäufer hatten sich bereits in Stellung gebracht, denn das Feld schien reichlich bestellt. Nun müssen sie aber ihre Positionen angesichts der überraschenden Kursentwicklung abbauen. Hielten die Hedgefonds im Oktober noch mehr als 10 % Nettoleerverkaufspositionen, sind es inzwischen nur noch rund 6 %.

2017 wird ein schwieriges Jahr

Die Lufthansa konnte zwar die eigenen Prognosen für das 3. Quartal hinsichtlich des Fluggastaufkommens übertreffen. Doch dies reicht aktuell noch nicht aus, um die Analysten von den Zukunftsperspektiven zu überzeugen. Anand Date von der Deutschen Bank moniert zum Beispiel, dass die Fluggesellschaft viel zu große Kapazitäten aufgebaut habe. Diese müssten möglichst bald reduziert werden. Ähnliches gelte für die Kostensituation.

Andrew Lobbenberg von HSBC vermag zwar zu erkennen, dass der Vorstand entsprechende Anstrengungen unternehme. Doch die Effekte dürften noch auf sich warten lassen. Für das kommende Geschäftsjahr sieht er noch schwarz. Firdaus Ibrahim von S&P Global schlug in die gleiche Kerbe.

Trostpflaster für Anleger

Dirk Schlamp von der DZ Bank hielt immerhin ein Trostpflaster für die Aktionäre bereit. Es sei wohl für das Geschäftsjahr 2016 mit einem operativen Ergebnis in Höhe von 2,47 Mrd. Euro zu rechnen. Schlamp erwartet sich einen Sondereffekt aus der Einigung mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft, der sich positiv auf das EBIT auswirken dürfte.

Neue Analystenempfehlungen im Überblick

(Analyst: Einstufung – Kursziel in Euro (Abstand zum Kurswert in Prozent)

  • NordLB: „Kaufen“ – 14,00 Euro ( 15 %)
  • UBS: „Neutral“ – 10,70 Euro (-12 %)
  • DZ Bank: „Halten“ – 10,50 Euro (-14 %)
  • Deutsche Bank: „Sell“ – 9,60 Euro (-21 %)
  • HSBC: „Reduce“ – 9,50 Euro (-22 %)
  • Morgan Stanley: „Underweight“ – 9,20 Euro (-24 %)
  • Commerzbank: „Reduce“ – 9,00 Euro (-26 %)
  • S&P Global: „Strong Sell“ – 9,00 Euro (-26 %)
  • Goldman Sachs: „Sell“ – 8,00 Euro (-34 %)

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Ein Gastbeitrag von Mark de Groot.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse


Quelle: Robert Sasse

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Deutlicher Abwärtstrend bei Deutsche Lufthansa AG mit einem Verlust von -2,23 % heute.

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