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Finanzinformationen - Heibel Ticker



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01.INFO-KICKER: VERMÖGENSABSICHERUNG
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Liebe Börsenfreunde,

die Kurse sind kräftig gestiegen und viele Anleger haben die Verluste des jüngsten Ausverkaufs noch gut vor Augen. Der Wunsch nach „Absicherungsgeschäften“ wird laut. Wie kann man die Kursgewinne absichern, wie schützt man sich am besten gegen Verluste, falls der nächste Ausverkauf kommt.

Es ist nicht leicht an der Börse Geld zu verdienen, und ich habe kein Patentrezept für Sie parat. Vielleicht hilft es Ihnen, Ihren eigenen Weg zu finden, wenn Sie meine Konversation mit einem Kunden zu diesem Thema lesen. Sie können den E-Mail Verkehr unter folgendem Link lesen:
http://www.heibel-unplugged.de/1919,absicherungsstrategien-der-vermogensanlage/

In der heutigen Ausgabe habe ich die mutigen Worte des Commerzbank CEOs Blessing analysiert. Mein Fazit: Es könnte funktionieren. Mehr dazu in Kapitel 02.

In der nächsten Woche trifft eine ganze Reihe von Quartalsberichten auf die Börse. Ich habe aus den gestern Abend veröffentlichten Quartalszahlen von Google, IBM, Microsoft und Intel ein paar Prognosen für die nächste Woche abgeleitet. Wenn Sie sich die Details der einzelnen Quartalsergebnisse anschauen, werden die Stärken und Schwächen sichtbar, und wir können daraus ableiten, wie insbesondere die in unserem Portfolio befindlichen Wettbewerber wohl berichten werden. Mehr dazu finden Sie im Ausblick in Kapitel 03.

Im Fernsehen wurde ich diese Woche zu den Aktien von Praktiker und Aixtron interviewt. Praktiker profitiert meines Erachtens von der sich aufhellenden Lage an den Finanzmärkten, ein überzeugendes Zukunftskonzept fehlt mir jedoch noch immer. Aixtron könnte den Boden gefunden haben, und Sie wissen, was das für Aixtron bedeutet: Die Aktie bewegt sich extrem heftig in beide Richtungen. Mehr dazu in Kapitel 04.

Die PDF-Version dieser Ausgabe wird Ihnen ab morgen früh im
Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung stehen:
http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts120120.pdf

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

 take share, Ihr
 Börsenschreibel
 
 Stephan Heibel
 
 Chefredakteur und
 Herausgeber des
 Heibel-Ticker
 

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02. SO TICKT DIE BÖRSE: COMMERZBANK BEGEISTERT DURCH ZUVERSICHT
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Was für eine Krise haben wir eigentlich? Eine Bankenkrise? Eine Schuldenkrise? Klar ist, dass die Staatsschulden der Club Med Länder keine Abnehmer finden, wenn die Banken klamm sind. Und klar ist auch, dass die Banken klamm sind, solange Staatsanleihen der Club Med Länder vom Zahlungsausfall bedroht sind.

Ich hatte die Rettung dieser verzwickten Situation in der Heibel-Ticker Ausgabe vom 23.12.11 mit „Ouroboros“ überschrieben: Die Staaten lassen eine Rekapitalisierung der Banken zu, die wiederum die Staatsanleihen kaufen, was wiederum das Ausfallrisiko senkt und somit die Solvenz nicht nur der Staaten sondern auch der Banken stützt. Ein sich selbst ernährendes System wie die griechische Schlange, die sich selbst auffrisst und dadurch stets Nahrung hat.

Die Euroländer haben die Rekapitalisierung dadurch ermöglicht, dass die EZB-Spitze nunmehr keinen deutschen Hardliner mehr enthält, sondern durch Tauben der europäischen Weichwährungsländer besetzt ist. Der Leitzins wurde bereits gesenkt ,und den Banken wurden gigantische Rekapitalisierungsfazilitäten zur Verfügung gestellt (ja, ich spreche schon wieder von den unbegrenzten Krediten zu 1% auf drei Jahre).

So konnten sich schon die größten Banken der größten Problemländer rekapitalisieren: Unicredit aus Italien und Santander aus Spanien. Es fehlen aber noch eine ganze Reihe großer Banken, inklusive der Société Générale und der BNP Paribas aus Frankreich sowie auch der Commerzbank und der Deutschen Bank aus Deutschland.

Die Aktien der Commerzbank sind gestern um 14,7% angesprungen. Grund war die Ankündigung des CEOs Blessing, dass die Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro, die von der jungen europäischen Bankenaufsicht EBA kürzlich ausgerechnet wurde, ohne staatliche Hilfen aufgebracht werden könne.

Blessing kennt den Markt und er weiß, wie der Markt funktioniert. Zuversicht ist eine der wichtigsten Zutaten, um auf dem Finanzmarkt erfolgreich zu sein.

Wenn die Zuversicht glaubhaft vermittelt wird, dann werden sich auch Investoren finden, die der Commerzbank die fehlenden 5,3 Mrd. Euro geben wollen. Doch Blessing hat es recht geschickt formuliert. Seine Zuversicht begründet er auf Gewinnen aus risikoreichen Geschäften, die er in den kommenden Wochen auflösen werde und deren Gewinne eben in die Eigenkapitalrücklagen fließen würden.

Mit anderen Worten: Wir brauchen kaum weitere Investoren, vielmehr sollten Investoren dankbar sein, wenn sie an einer Kapitalerhöhung dieser lukrativen Bank teilhaben dürfen ...

Den Staat wolle er (Blessing) nie wieder um Geld bitten. Die Ratingagenturen, die der Commerzbank gerade schlechtere Noten angedroht haben, würden in Europa viel zu wichtig genommen. Und die Risiken aus Staatsanleihen von Club Med Ländern seien nur aus einem Grund so schwer kalkulierbar: Weil sich die Politik nicht zu einem eindeutigen Kurs durchringen könne.

Angriff ist die beste Verteidigung, würde ich zur Strategie Blessings sagen. Ja, meiner Ansicht nach ist es gut möglich, dass er mit dieser Strategie Erfolg hat. Erfolg sieht so aus, dass letztlich eine unglaublich große Zahl von Investoren an einer Kapitalerhöhung teilnehmen, die den Aktienkurs erneut verwässert und an dessen Ende man sich fragt, wo denn all die Gewinne der spekulativen Geschäfte bleiben, die aufgelöst werden sollten. Doch egal, wenn das Geld erst einmal in der Kasse ist, ist die Commerzbank ausreichend kapitalisiert und kann der Zukunft gelassen entgegen sehen.

Misserfolg wäre diesem Szenario zufolge natürlich der Bettelgang zum Staat, wenn das erforderliche Geld eben doch nicht aufgebracht werden kann.

Wenn ich mir die jüngsten Auktionen von Staatsanleihen in Spanien und Italien anschaue, dann muss ich sagen, dass Blessing den richtigen Zeitpunkt für seine Flucht nach vorn gewählt hat: Es scheint, als sei der Risikoappetit der Kapitalmärkte zum Jahreswechsel kräftig angestiegen, und ich gebe seinem Plan gute Chancen auf Erfolg.

Es waren letztlich die vollmundigen Äußerungen Blessings, die gestern für eine weltweite Aktienrallye gesorgt haben. Was ich Ihnen am 23.12. als Ouroboros beschrieben habe, fällt nun auch den internationalen Anlegern wie Schuppen von den Augen: Ouroboros funktioniert.

Die Aktien der Unicredit, die ja bekanntermaßen zu „desaströsen“ Konditionen neue Aktien ausgeben musste, um das erforderliche Kapital einzusammeln, kennen seit der Transaktion nur noch eine Richtung: Gen Norden. Wenn Sie mit der Commerzbank spekulieren wollen, würde ich empfehlen, auf die Aktienplatzierung zu warten. Und dann auch bitte nur sehr kurzfristig spekulieren, denn Banken sind im Visier der Politik und können daher meines Erachtens ihr eigenes Schicksal nur sehr eingeschränkt bestimmen.

Schauen wir einmal, wie die einzelnen Indizes auf diese Entwicklungen reagiert haben:


WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES

INDIZES               19.01.12    DIFF
Dow Jones              12.625       1,6%
DAX                     6.416       4,4%
Nikkei                  8.766       3,1%
Euro/US-Dollar          1,293       2,0%
Euro/Yen               99,876       2,4%
10-Jahres-US-Anleihe     1,97%      0,1
Umlaufrendite Dt         1,47%      0,0
Feinunze Gold USD   $1.651,75       0,8%
Fass Brent Öl USD     $111,13       0,1%
Kupfer in US$/to        8.324       3,9%
Baltic Dry Shipping I     893     -19,2%

In den vergangenen Wochen kam eine ganze Reihe von Schiffen zur Auslieferung. Das Angebot an Transportkapazität hat sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich erhöht und drückt somit den Preis. Der Baltic Dry Shipping Index ist in Folge der Schiffs-Schwemme eingebrochen.

Ich habe keine Meldungen darüber gefunden, dass die Nachfrage nach Transportkapazitäten zurückgegangen sein. Vielmehr ist der Preissturz auf Überkapazitäten auf Seiten der Reedereien zurückzuführen. Die Bedeutung für die Weltwirtschaft ist also in diesem Fall nicht besonders groß.

Ein besserer Indikator für die Verfassung der Weltwirtschaft ist ohnehin das Kupfer. Und der Kupferpreis steigt seit einigen Wochen kontinuierlich an, so auch diese Woche.

Würden wir hier das Ende der Schuldenkrise sehen, dann müssten die Renditen für US-Anleihen sowie die deutsche Umlaufrendite ansteigen. Der Anstieg am Aktienmarkt könnte nämlich darauf zurückzuführen sein, dass Investoren wieder mehr Risikoappetit haben und eben Aktien den Anleihen vorziehen.

Doch die Renditen verharren auf niedrigem Rekordniveau während gleichzeitig die Aktienmärkte steigen. Es liegt also die Vermutung nah, dass die Liquiditätsschwemme das Katastrophenszenario einer Weltwirtschaftskrise verringert hat. Aktien erholen sich von ihren depressiven Kursniveaus. Doch gleichzeitig ist der Bedarf von Anlegern nach einem sicheren Hafen ungebremst groß, denn nicht nur die US-Anleihen und deutschen Bundesobligationen notieren weiterhin auf Rekordhoch, sondern auch der Goldpreis legt seit Jahresbeginn wieder kräftig zu.

Entsprechend haben wir die Rallye genutzt um Gewinne bei konjunktursensiblen Werten zu sichern und unser Engagement in Dividendentiteln auszubauen.

Schauen wir und nun noch die Stimmung unter Anlegern und Analysten an:


SENTIMENTDATEN

Analysten
Empfehlungen (Anzahl Empfehlungen):

Kaufen / Verkaufen
30.12.- 05.01. (231): 54% /  8%
05.01.- 13.01. (588): 57% /  9%
13.01.- 20.01. (561): 51% / 11%

Kaufempfehlungen der Analysten
SAP, Daimler, Gerry Weber Intl.

Verkaufsempfehlungen der Analysten
SMA Solar, HeidelbergDruckmaschinen, KPN

Privatanleger
01. KW: 68% Bullen (122 Stimmen)
02. KW: 61% Bullen (136 Stimmen)
03. KW: 64% Bullen (137 Stimmen)

Kaufempfehlungen der Privatanleger
Commerzbank, Accor S.A., Renault

Verkaufsempfehlungen der Privatanleger
Groupon, Praktiker, Lafarge

Die Sentiment-Daten wurden in Zusammenarbeit mit Sharewise erstellt:
http://www.sharewise.com?heibel


Analysten sind deutlich pessimistischer geworden (51% zu 11%), was angesichts der stark gestiegenen Kurse nicht verwundert: Kursziele wurden erreicht und entsprechend wurden die meisten Abstufungen mit Kurszielerreichung begründet, nicht mit sich verschlechternden Geschäftsaussichten. Es handelt sich meiner Einschätzung nach also überwiegend um Analysten, die ihre Modelle noch nicht an die verbesserten Rahmenbedingungen angepasst haben.

Gleichzeitig steigt der Optimismus bei Privatanlegern wieder an (64%), was kurzfristig auf eine Überhitzung deuten könnte.

Wir befinden uns mitten in der Berichtssaison. In der nächsten Woche steht die Großzahl von Quartalsberichten an. Sind die Erwartungen nach den turbulenten Monaten in der zweiten Jahreshälfte 2011 nunmehr niedrig genug, um positive Überraschungen zu ermöglichen oder sind die positiven Überraschungen durch die Kursrallye seit Jahresbeginn schon wieder eingepreist?

Mehr dazu im nächsten Kapitel.


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03. AUSBLICK: GOOGLE, IBM, INTEL & MICROSOFT ===================================================================

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrechterhalten.

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04. TV-INTERVIEW AM MITTWOCH: AIXTRON & PRAKTIKER
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AIXTRON IM ABWÄRTSSOG DER CREE QUARTALSZAHLEN

Die Aktien von Aixtron fallen heute um 3% nachdem gestern Abend Cree in den USA schlechte Quartalszahlen vermeldet hat. In meinen Augen ist das Schlimmste überstanden, und erste Besserungsanzeichen sind erkennbar.
Gestern Abend hat der amerikanische LED-Konzern Cree Quartalszahlen bekanntgegeben. Der Umsatz blieb hinter den niedrigen Erwartungen zurück. Auch der Gewinn konnte die gesteckten Ziele nicht erreichen. Schlimmer noch, im rückläufigen Umsatz sind schon heftige Preisnachlässe enthalten, die Gewinnmarge ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Wer nun glaubt, dass es sich um ein negatives Ausreißerquartal handelte, der wird enttäuscht, denn auch die Prognose für das laufende Quartal wurde vom Unternehmen reduziert.
 
Die Aktien von Cree fielen gestern in Folge der Quartalszahlen nachbörslich um 5%. Aixtron notiert heute früh mit 3% im Minus. Für Aixtron bleibt der Hoffnungsschimmer, dass die schlechten Zahlen bei Cree aufgrund unternehmensinterner Besonderheiten nur für Cree gelten und eben nicht für Aixtron. So hatte Cree im vergangenen Jahr den LED-Lösungsanbieter Ruud Lightening gekauft, der mit wesentlich geringeren Margen arbeitete. Darin könnte ein branchenunabhängiger Grund für die schlechte Gewinnmarge bei Cree liegen.

Neben der Solarbranche wurde auch die LED-Branche im Jahr 2011 kräftig ausverkauft. Energiesparen war in den Vorjahren so attraktiv, dass sich extreme Überkapazitäten gebildet haben. Das hat im Jahr 2011 zu einer Marktbereinigung geführt, der Aktienkurs von Cree verlor 65%, der von Aixtron bis zu 75%.

So gilt nun das Augenmerk der Lagerbestandsentwicklung der Unternehmen. Wenn die Überkapazitäten und hohen Lagerbestände abgebaut sind, dann können die Preise wieder anziehen und Gewinne erwirtschaftet werden. Bei dem extrem frühzyklischen Geschäftsmodell von Aixtron ist es wichtig, bereits erste Anzeichen einer Besserung zu erkennen.

Und diese sind bei Cree zu sehen: Der Lagerbestand fiel um 16 Mio. USD und führt somit dazu, dass für den Abverkauf des gesamten Lagerbestands von Cree nur noch 85 statt zuvor 107 Tage benötigt werden. Auch die Forderungslaufzeit ist von 55 auf 46 Tage gefallen, Kunden haben also wieder eine etwas bessere Zahlungsmoral.

Zugegeben, es handelt sich hierbei um sehr frühe und kleine Anzeichen einer Besserung. Aber wie gesagt, bei Aixtron muss man solche frühen Indikatoren beachten, um die meist heftigen Kursbewegungen frühzeitig für sich zu nutzen. Entsprechend hoch ist das Risiko. Vielleicht sind diese ersten Anzeichen bei Cree nur auf buchhalterische Änderungen zurückzuführen. Doch es lohnt sich, hier ein Auge auf die weitere Entwicklung zu haben.



PRAKTIKER PROFITIERT VON VERBESSERTEN KONJUNKTURAUSSICHTEN

Ein Ende des Umsatzschwunds hat der Konzern zum Jahresbeginn freudig vermeldet. Doch beim Blick ins Detail wird sichtbar, dass diese Kehrtwende ihren Preis hat. Sanierer Thomas Fux, der im Herbst letzten Jahres das Ruder übernommen hatte, sorgte für einen Ausverkauf der Ladenhüter. Nicht mehr „20% auf alles – außer auf Tiernahrung“ war der Slogan, sondern deutliche Rabatte ohne Werbeslogan.

Die Folge war tatsächlich eine stabile Umsatzentwicklung im November und Dezember letzten Jahres. Nach schwachen Umsätzen im Oktober konnte insgesamt im vierten Quartal das Umsatzniveau des Vorjahres gehalten werden – erstmals nach zwei Jahren Umsatzschwund. Doch zu welchem Preis?

Nun, der Gewinn, bzw. Verlust, wurde in den vorläufigen Zahlen nicht bekanntgegeben. Aber im Konzern rumort es: 15% der Belegschaft von 10.800 Mitarbeitern sollen nach Hause geschickt werden. Mit der verbleibenden Belegschaft sollen Sanierungsverträge abgeschlossen werden, die Belegschaft soll so an der Restrukturierung des Unternehmens beteiligt werden. Das Filialnetz wird überprüft, und unrentable Baumärkte werden gegebenenfalls geschlossen.

Ich hatte im November die Aktie von Praktiker zuletzt besprochen. Damals stand die Aktie ebenfalls knapp unter 2 Euro. Ich hatte eine fehlende Neuausrichtung bemängelt und warnte vor dem Finanzierungsbedarf des Unternehmens, denn ein Strategiewechsel muss finanziert werden, wenn das Unternehmen Verluste erwirtschaftet.

Auch heute fehlt noch eine klare neue Strategie, eine Neuausrichtung, mit der sich der Praktiker seinen Platz unter den Baumärkten sichern möchte. Allerdings sind die Rahmenbedingungen heute deutlich besser geworden: Seit Mario Draghi die Märkte mit Liquidität flutet und Angela Merkel die Fiskalunion als europäisches Ziel ausgerufen hat, ist die Möglichkeit der Kreditaufnahme für Unternehmen wie Praktiker deutlich besser geworden.

Während also im November eine neue Strategie schwer zu finanzieren gewesen wäre, so ist heute diese Hürde deutlich geringer. Allein, es fehlt die neue Strategie. Sanierer Thomas Fux hat sich in einem ersten Schritt auf die bereinigenden Maßnahmen beschränkt: Personalabbau, Gehaltskürzungen, Lagerbestandsreduzierung, Schließung unrentabler Filialen, ... doch das allein reicht nicht, um den Praktiker wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

Für einen Spekulanten ist der Praktiker derzeit also eine attraktive Turnaround-Chance. Doch für einen langfristig orientierten Investor ist es noch zu früh für ein Investment.


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05. BEOBACHTETE WERTE
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Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Auf der Einstiegsseite heibel-ticker.de sehen Sie im Ticker am oberen Bildrand auf den ersten Blick, zu welchen Titeln aktuelle Anmerkungen erstellt wurden.

Hier nun die Übersicht über die offenen Positionen. Wie angekündigt habe ich jeweils die langfristigen von den spekulativen Positionen getrennt. Bei den langfristigen Positionen wird stets über eine Korrelationsanalyse die Risikostreuung berücksichtigt.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „Pos“ steht die Positionsgröße hinsichtlich der gestaffelten Käufe und Verkäufe.

Unter i steht zur Information meine Grundtendenz: K-bei Gelegenheit Kaufen, H-Halten, V-bei Gelegenheit Verkaufen, wobei die „Gelegenheit“ sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben wird. Ich habe diese Spalte insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon zu 100% investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte: Langfristige Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,
Spekulative und alternative Positionen in zwei Schritten aufbauen: 50%-50%,
Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

In der Spalte „Diff.“ können Sie die Entwicklung der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Kauf (sofern in diesem Jahr erfolgt) sehen.



Auch dieses Kapitel bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrechterhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

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 Eine erfolgreiche Börsenwoche,
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 Stephan Heibel
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 06. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)
 
Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.
 
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Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.
 
Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com.

Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.

Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen

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 07. AN-/ABMELDUNG
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