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Erstellt von DrMabuse 

Energiethemen

Aktuelle Themen, die die Energiewelt bewegen

Uniper will Deutschlands drittgrößten Gasspeicher im bayerischen Breitbrunn stilllegen. Der Füllstand dort ist nicht einmal halb so hoch, wie er sein sollte. Ein Gasmangel in Süddeutschland wird damit wahrscheinlicher.

Mit fossilen Energien produziert China klimafreundliche Technologien – die es in riesigen Mengen nach Europa verkauft. Einflussreiche Netzwerke bringen Deutschland und die EU dazu, Gesetze und Klimaziele im Sinne Chinas zu verschärfen. Eine Analyse.

Allenthalben Jubelmeldungen: „Kampf gegen die Erderhitzung: Danke, China!“ („taz“) oder „China ist nun der weltweit führende Klimaschützer“ („The Nation“). Medien feiern die Dominanz Chinas bei erneuerbaren Energien – obwohl die eigenen Länder ökonomisch ins Hintertreffen geraten und China mittlerweile Haupttreiber der globalen Erwärmung ist.

Die soeben erschienene EU‑Analyse „The dragon in the grid“ warnt, China kontrolliere den Markt für Solar und Windkraft größtenteils. Die Dominanz erschwere es europäischen Herstellern, zu konkurrenzfähigen Preisen zu produzieren und verschaffe chinesischen Unternehmen erhebliche Vorteile...

...Lobbyismus fällt nicht schwer. Geldflüsse an westliche Klima-Organisationen von der in San Francisco ansässigen öffentlich-rechtlichen Stiftung Energy Foundation China (EFC) etwa zeigen weitreichenden Einfluss: Hochrangige westliche Wissenschaftler mit erheblicher Wirkung auf die Klimapolitik bedanken sich öffentlich bei der EFC für finanzielle Unterstützung, etwa Nicholas Stern.

Der Ökonom berechnete heftig kritisierte Studien, die extreme Klimawandel-Kosten behaupteten, was politischen Druck auf eine Energiewende „made in China“ erhöhte. Auch die London School of Economics, ebenfalls in Klimapolitik-Beratung involviert, weist großzügige Unterstützung durch die Chinesen aus – kein Zeichen für Korruption, eher für opportunen Gleichklang.

Ein Ausschuss des US-Senats beriet vergangenen Sommer über den Geldfluss der EFC. Er offenbarte, dass 14 führende Umweltverbände in den USA, die für schärfere Klimagesetze kämpfen, 2023 von der EFC eine Gesamtfinanzierung von mehr als 497 Millionen US-Dollar erhielten. Ein Abgeordneter der Demokraten wies Bedenken der Republikaner im Ausschuss dazu als „Verschwörungstheorie“ zurück.

Dabei sind solche Netzwerke gut belegt: Das Rocky Mountain Institute (RMI), ebenfalls auf der Geld-Empfängerliste der EFC, veröffentlichte eine Studie gegen Gasherde, die zur Umstellung auf Elektrogeräte aufforderte, was Kritik des Forschungsministeriums der USA heraufbeschwörte. Denn Elektrifizierung von Küchen und Gebäuden – weg von Gas, hin zu Strom – verschiebt Nachfrage in jene Wertschöpfungsketten, die China dominiert.

2022 veröffentlichte Google Geheimdiensterkenntnisse, wonach China eine Online-Propagandakampagne durchführte, um Umweltproteste gegen eine geplante Selten-Erde-Mine in Texas zu befeuern.

Ein attraktiver Markt für Produkte der Erneuerbaren-Energien-Branche aus China ist Deutschland, das zusammen mit Aktivisten-Organisationen regelmäßig einen „Klima- und Transformationsdialog“ ausrichtet über Dekarbonisierung und Erneuerbare zusammen mit chinesischen Delegierten.

Deutschland fungiert als Geber und Partner im Umweltrat CCICED, dem China Council for International Cooperation on Environment and Development, einem vom chinesischen Staatsrat geleiteten Gremium zur internationalen Umweltzusammenarbeit.

Ein Bericht der Jamestown Foundation kritisiert, dass CCICED von hohen chinesischen Parteifunktionären gesteuert werde. Demnach diene CCICED der „Einflussnahme unter dem Deckmantel internationaler Umweltkooperation“ und erlaube es Peking, ausländische Regierungsvertreter als Galionsfiguren einzuspannen. CCICED sei ein Mittel, die westliche Umweltagenda mitzugestalten.

Doch China benötigt nicht unbedingt die eigene Lobby, westliche Umweltstiftungen springen bei: Der schwerreiche Rockefeller Brothers Fund (RBF) aus den USA habe Millionen an Organisationen der chinesischen Staats- und Parteistrukturen gegeben – teils direkt an staatliche Einrichtungen, teils an Organisationen mit engen CCP-Verbindungen oder in Kooperation mit chinesischen Regierungszielen, hat der „Washington Examiner“ recherchiert.

Der Großteil der Gelder habe dazu gedient, Peking bei der Energiewende zu unterstützen, manche der Projekte galten auch der Unterstützung der globalen Operationen Chinas. Auch die Großstiftung Ford Foundation habe Millionen ausgegeben, um chinesische Regierungsstellen bei globalen Infrastrukturprojekten zu unterstützen, berichtet das Magazin.

Hinter Chinas Energiepolitik stehen systematische Steuerungsprinzipien. Dem Land geht es darum, zuerst eine leistungsfähige Hightech-Industrie aufzubauen, bevor Klimaschutz-Maßnahmen angegangen werden. Das als „Sequencing“ bezeichnete Konzept besagt, dass die „strategische industrielle Macht vor den Emissionsreduktionen gehen muss“.

Während Deutschland und die EU Lasten der Emissionsreduzierung übernehmen und die eigene Industrie vergraulen, hat China seine Emissionen massiv erhöht, sich kaum Verpflichtungen unterworfen – und mit der billigen Energie seine Industrie aufgebaut, die nun Europa überflügelt. 

DrMabuse schrieb am 01.02.26: 
Wie China mit der deutschen Klima-Hörigkeit seine Macht vergrößert 
Mit fossilen Energien produziert China klimafreundliche Technologien – die es in riesigen Mengen nach Europa verkauft. Einflussreiche Netzwerke bringen Deutschland und die EU dazu, Gesetze und Klimaziele im Sinne Chinas zu verschärfen. Eine Analyse.

Allenthalben Jubelmeldungen: „Kampf gegen die Erderhitzung: Danke, China!“ („taz“) oder „China ist nun der weltweit führende Klimaschützer“ („The Nation“). Medien feiern die Dominanz Chinas bei erneuerbaren Energien – obwohl die eigenen Länder ökonomisch ins Hintertreffen geraten und China mittlerweile Haupttreiber der globalen Erwärmung ist.

Die soeben erschienene EU‑Analyse „The dragon in the grid“ warnt, China kontrolliere den Markt für Solar und Windkraft größtenteils. Die Dominanz erschwere es europäischen Herstellern, zu konkurrenzfähigen Preisen zu produzieren und verschaffe chinesischen Unternehmen erhebliche Vorteile...

...Lobbyismus fällt nicht schwer. Geldflüsse an westliche Klima-Organisationen von der in San Francisco ansässigen öffentlich-rechtlichen Stiftung Energy Foundation China (EFC) etwa zeigen weitreichenden Einfluss: Hochrangige westliche Wissenschaftler mit erheblicher Wirkung auf die Klimapolitik bedanken sich öffentlich bei der EFC für finanzielle Unterstützung, etwa Nicholas Stern.

Der Ökonom berechnete heftig kritisierte Studien, die extreme Klimawandel-Kosten behaupteten, was politischen Druck auf eine Energiewende „made in China“ erhöhte. Auch die London School of Economics, ebenfalls in Klimapolitik-Beratung involviert, weist großzügige Unterstützung durch die Chinesen aus – kein Zeichen für Korruption, eher für opportunen Gleichklang.

Ein Ausschuss des US-Senats beriet vergangenen Sommer über den Geldfluss der EFC. Er offenbarte, dass 14 führende Umweltverbände in den USA, die für schärfere Klimagesetze kämpfen, 2023 von der EFC eine Gesamtfinanzierung von mehr als 497 Millionen US-Dollar erhielten. Ein Abgeordneter der Demokraten wies Bedenken der Republikaner im Ausschuss dazu als „Verschwörungstheorie“ zurück.

Dabei sind solche Netzwerke gut belegt: Das Rocky Mountain Institute (RMI), ebenfalls auf der Geld-Empfängerliste der EFC, veröffentlichte eine Studie gegen Gasherde, die zur Umstellung auf Elektrogeräte aufforderte, was Kritik des Forschungsministeriums der USA heraufbeschwörte. Denn Elektrifizierung von Küchen und Gebäuden – weg von Gas, hin zu Strom – verschiebt Nachfrage in jene Wertschöpfungsketten, die China dominiert.

2022 veröffentlichte Google Geheimdiensterkenntnisse, wonach China eine Online-Propagandakampagne durchführte, um Umweltproteste gegen eine geplante Selten-Erde-Mine in Texas zu befeuern.

Ein attraktiver Markt für Produkte der Erneuerbaren-Energien-Branche aus China ist Deutschland, das zusammen mit Aktivisten-Organisationen regelmäßig einen „Klima- und Transformationsdialog“ ausrichtet über Dekarbonisierung und Erneuerbare zusammen mit chinesischen Delegierten.

Deutschland fungiert als Geber und Partner im Umweltrat CCICED, dem China Council for International Cooperation on Environment and Development, einem vom chinesischen Staatsrat geleiteten Gremium zur internationalen Umweltzusammenarbeit.

Ein Bericht der Jamestown Foundation kritisiert, dass CCICED von hohen chinesischen Parteifunktionären gesteuert werde. Demnach diene CCICED der „Einflussnahme unter dem Deckmantel internationaler Umweltkooperation“ und erlaube es Peking, ausländische Regierungsvertreter als Galionsfiguren einzuspannen. CCICED sei ein Mittel, die westliche Umweltagenda mitzugestalten.

Doch China benötigt nicht unbedingt die eigene Lobby, westliche Umweltstiftungen springen bei: Der schwerreiche Rockefeller Brothers Fund (RBF) aus den USA habe Millionen an Organisationen der chinesischen Staats- und Parteistrukturen gegeben – teils direkt an staatliche Einrichtungen, teils an Organisationen mit engen CCP-Verbindungen oder in Kooperation mit chinesischen Regierungszielen, hat der „Washington Examiner“ recherchiert.

Der Großteil der Gelder habe dazu gedient, Peking bei der Energiewende zu unterstützen, manche der Projekte galten auch der Unterstützung der globalen Operationen Chinas. Auch die Großstiftung Ford Foundation habe Millionen ausgegeben, um chinesische Regierungsstellen bei globalen Infrastrukturprojekten zu unterstützen, berichtet das Magazin.

Hinter Chinas Energiepolitik stehen systematische Steuerungsprinzipien. Dem Land geht es darum, zuerst eine leistungsfähige Hightech-Industrie aufzubauen, bevor Klimaschutz-Maßnahmen angegangen werden. Das als „Sequencing“ bezeichnete Konzept besagt, dass die „strategische industrielle Macht vor den Emissionsreduktionen gehen muss“.

Während Deutschland und die EU Lasten der Emissionsreduzierung übernehmen und die eigene Industrie vergraulen, hat China seine Emissionen massiv erhöht, sich kaum Verpflichtungen unterworfen – und mit der billigen Energie seine Industrie aufgebaut, die nun Europa überflügelt. 

Primärenergieverbrauch nach Quellen in China.jpg 333.49 KB

@DrMabuse

Die Grafik enthält 2 Manipulationen:
  1. Der Verbrauch wird nicht pro Kopf gezeigt, sondern für das bevölkerungsreiche Land komplett
  2. Interessanter ist der Verbrauch an reiner Nutzenergie Bei Thermalkohle reduziert sich dabei die Energiemenge auf ca. 30%, wenn sie zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt wird.
Abgesehen davon wird ein nicht geringer Teil der Kohle in die Verhüttung von Eisenerz fließen. Die übermäßige Erzeugung von Stahl und die Realisierung von überdimensionierter Infrastruktur wird das Land auf lange Sicht eher schwächen. Die Bevölkerung ist in China im Schrumpfen begriffen - drastischer als in anderen Industrieländern.