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Erstellt von DrMabuse 

Energiethemen

Aktuelle Themen, die die Energiewelt bewegen

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Irrsinn: 132 Mio € Kosten für sauteuren Solarstrom am Sonntag!





Auch die "Welt" beschäftigt sich mit dem Thema: 

Wertloser Solarstrom überflutet das Land – jetzt droht der „Brownout“ 

Am vergangenen Sonntag schien eine Art von Solar-Sozialismus Wirklichkeit geworden zu sein, der allerdings nur in wohlhabenden Bevölkerungskreisen Begeisterung auslöste. Die Energiewende schien Deutschland direkt ins Schlaraffenland geführt zu haben...

...Was war geschehen? Eine gewaltige Menge Solarstrom drängte am Mittag ungesteuert ins Netz, traf dort aber sonntagsbedingt nur auf eine geringe Nachfrage. Die Netzbetreiber, zur Aufnahme der Stromschwemme verpflichtet, konnten den Ökostrom entsprechend nicht mehr wie sonst weiterverkaufen. Im Gegenteil: Diesmal mussten sie an der Strombörse noch Geld zuschießen, um die Überschüsse irgendwo loszuwerden. Gegen 14 Uhr zahlten sie jedem Abnehmer einer Megawattstunde 480 Euro als eine Art Entsorgungsgebühr aus.

Der „negative Strompreis“ in Rekordtiefe war ein Fest für die Besitzer von Elektroautos, die einen „dynamischen Stromtarif“ von Anbietern wie Tibber oder Octopus Energy abgeschlossen hatten und so direkt von Großhandelstarifen profitieren. Sie konnten in dieser Zeit die Batterie ihres Gefährts nicht nur kostenlos füllen, sie bekamen zusätzlich sogar noch Geld aufs Konto überwiesen. „Also bekommt der Endverbraucher Geld für seinen Verbrauch? Das ist ja klasse“, freute sich ein X-Nutzer.

„Aus Perspektive der gesamten Volkswirtschaft ist das nicht klasse“, dämpfte allerdings der Experte für Energiesysteme und Gründer des Instituts Consentec, Christoph Maurer die Euphorie. Der negative Strompreis auf Rekordniveau bedeute, „dass wertvolle Ressourcen aufgewendet werden müssen, um ein in diesem Moment wertloses Gut beziehungsweise Übel zu entsorgen. Der Steuerzahler muss außerdem den Verlust bei der Vermarktung ausgleichen.“

Der Grenznutzen jeder weiteren produzierten Kilowattstunde am Sonntag war zwar negativ. Dennoch mussten die Besitzer älterer Solaranlagen für den wertlosen Grünstrom aus dem Bundeshaushalt so entschädigt werden, als sei er wertvoll. Den Besitzern neuer Solaranlagen hatte schon der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Entschädigung gestrichen, sobald der Großhandelspreis ins Negative fällt. Damit wollte Habeck die Solarstromer zu einer systemdienlichen Einspeisung anregen. Bislang mit begrenztem Erfolg.

Überschlägig geschätzt könnte die Ausgleichszahlung für wertlosen Solarstrom am vergangenen Sonntag die Steuerzahler schon einen mittleren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionenbetrag gekostet haben. Am kommenden, nachfrageschwachen 1.-Mai-Wochenende dürfte sich das wiederholen...

...Die Lage am Sonntag konnte allein mit dem Einsatz von Regelenergie unter Kontrolle gehalten werden, teilten die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Amprion auf WELT-Nachfrage mit. Geliefert wurde diese Regelenergie von Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2,5 Gigawatt, die nur dafür vorgehalten werden, um das Netz stabil zu halten. Das „Bayernwerk“ veranlasste in den Solar-Regionen Niederbayern und in der Oberpfalz als entschädigungspflichtige Redispatch-Maßnahme das Herunterfahren von 400 Megawatt Kraftwerksleistung.

Zur nächsten Stufe, Zwangsabschaltungen von Stromerzeugern, kam es nicht. Sie sind nach Paragraf 13.2 nur erlaubt, wenn „die Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems gefährdet oder gestört ist“. Dies war am vergangenen Sonntag nicht der Fall. Insofern war der Weg zum drohenden „Brownout“ noch weit – allerdings geriet der Negativpreis sehr nah an die Preisgrenze von minus 500 Euro, was weiterreichende Folgen ausgelöst hätte...

...Hoffnungsvoll verweisen Energiewende-Planer und Fans auf den US-Bundesstaat Kalifornien, wo außergewöhnlich große Batteriespeicher-Kapazitäten bereits einen substanziellen Beitrag zur Stromversorgung leisten.

Nach einem Bericht des „California Independent System Operator“ (CAISO) deckte 2024 der gespeicherte Sonnenstrom aus Batterien in den Abendstunden zwischen 17 und 21 Uhr bereits 8,6 Prozent der Stromnachfrage. Tagsüber zwischen 10 und 13 Uhr machten Batterien schon 14,7 Prozent der gesamten Stromnachfrage aus. Die Batterien helfen hier, den bislang steilen Fall der Strompreise am Mittag und das steile Ansteigen in den Abendstunden ein Stück weit zu dämpfen. 

Der Einsatz von Gaskraftwerken ist allerdings auch in Kalifornien weiterhin nötig. Und billig wird das Stromsystem trotz all der Batterien offenbar nicht: Der Solarstaat Kalifornien hat den höchsten Strompreis aller US-Staaten auf dem Festland. 

Systemexperte Maurer weist darauf hin, dass die Batteriebetreiber ihre Fixkosten aus der Preisdifferenz zwischen Einspeise- und Ausspeise-Stunden finanzieren müssen. Je mehr Batterien, desto mehr nähern sich die Preise einem Ausgleich. „In diesem Gleichgewicht wird aber weder die Notwendigkeit für Abregelungen völlig verschwinden, noch wird damit ein vollständiger Verzicht auf gasbasierte Erzeugung einhergehen.“ 

Es sei schwierig, genau vorherzusagen, wo genau der Punkt liegt, an dem sich weiterer Batteriezubau nicht mehr lohnt, so der Consentec-Chef: „Mit Blick auf Deutschland bin ich allerdings sicher, dass dieser Punkt weit vor den utopisch hohen Zahlen der Netzanschlussbegehren von Batterien im Umfang von mehreren 100 Gigawatt Anschlussleistung erreicht ist.“ Er würde auch „stark vermuten, dass bereits die zugesagten Netzanschlüsse mehr Batteriekapazität bedeuten, als sich tatsächlich im Markt refinanzieren kann.“

Das Problem ist mit Batteriespeichertechnik weitgehend lösbar. Allerdings scheinen sich Politiker mehr für die Frisur auf dem Kopf als für die anstehende Arbeit zu interessieren. Aus Fachkreisen gibt es gute Vorschläge und Projekte - für die Umsetzung müssen nur die politischen Rahmenbedingungen besser gesetzt werden. 

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Kurz vor dem Start des Tankrabatts haben sich Benzin und Diesel beim Mittagssprung so stark verteuert wie noch nie seit Einführung der 12-Uhr-Regel. Zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr verteuerte sich Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 17,7 Cent pro Liter, wie der ADAC mitteilt. Bei E10 waren es 15,4 Cent. Zudem waren beide Kraftstoffe vor und nach dem Sprung klar teurer als am Vortag. Das deutet darauf hin, dass es auch im Tagesdurchschnitt des Donnerstags ein deutliches Plus geben dürfte.

Während Deutschland seine Atomkraftwerke sprengt, will Belgien „sichere, bezahlbare und nachhaltige Energie“ – und und stoppt den Rückbau der Kernreaktoren im Land. Auch von einer möglichen Verstaatlichung der Atomkraftwerke ist die Rede.

DrMabuse schrieb am 30.04.26: 
Kurz vor Tankrabatt: Rekordsprung zur Mittagszeit 
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Kurz vor dem Start des Tankrabatts haben sich Benzin und Diesel beim Mittagssprung so stark verteuert wie noch nie seit Einführung der 12-Uhr-Regel. Zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr verteuerte sich Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 17,7 Cent pro Liter, wie der ADAC mitteilt. Bei E10 waren es 15,4 Cent. Zudem waren beide Kraftstoffe vor und nach dem Sprung klar teurer als am Vortag. Das deutet darauf hin, dass es auch im Tagesdurchschnitt des Donnerstags ein deutliches Plus geben dürfte.

https://www.tagesschau.de/investigativ/tankstellen-hohe-spritpreise-100.html


Tausende Tankstellen erhöhen seit April offenbar ihre Preise außerhalb der 12-Uhr-Regel. Das zeigt eine SWR-Datenanalyse.
Aber die Taskforce der Regierung fordert natürlich Strafen

 
- doch die Zuständigkeiten sind ungeklärt. 

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DrMabuse schrieb am 30.04.26: 
Belgien stoppt Rückbau aller Atomkraftanlagen 
Während Deutschland seine Atomkraftwerke sprengt, will Belgien „sichere, bezahlbare und nachhaltige Energie“ – und und stoppt den Rückbau der Kernreaktoren im Land. Auch von einer möglichen Verstaatlichung der Atomkraftwerke ist die Rede.

@DrMabuse

Verlustbringer werden sozialisiert - warum übernimmt kein verantwortlicher privater Investor?
Derzeit sind in Belgien zwei Atomkraftwerke in Betrieb, das unweit von Antwerpen gelegene Kraftwerk Doel sowie das Kraftwerk Tihange, das 60 Kilometer von Aachen entfernt liegt. Mit deren Verstaatlichung übernehme die Regierung „Verantwortung für die langfristige Energiesicherheit“ des Landes, heißt es in einem gemeinsamen Statement mit der bisherigen Betreiberfirma Engie aus Frankreich.
Ziel sei es, ein „ökonomisch tragfähiges Geschäftsmodell“ aufzubauen, das Versorgungssicherheit, die Stärkung der Belastbarkeit der Industrie, Wohlstandssicherung und die Erfüllung der Klimaziele in Einklang bringe. Bis Anfang Oktober soll eine detaillierte Vereinbarung dazu feststehen.