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Wochenausblick KW 26 / 2010


Heute ein verkürzter Wochenausblick, denn Deutschland – England steht vor der Tür und ich muss Prioritäten setzen.

Nach einer schwachen Börsenwoche mit Rückgängen von -2,4 Prozent beim DAX, -2,9 Prozent beim Dow Jones und sogar -3,7 Prozent bei S&P 500 und Nasdaq ist die zwischenzeitliche Euphorie, dass der DAX schnell sein bisheriges Jahreshoch überspringt und hinter sich lässt, vorerst verflogen. Insbesondere vom US-Immobilienmarkt kamen Zeichen, dass eine nachhaltige Erholung vorerst weiter auf sich warten lässt, denn die Zahl der US-Neubauverkäufe brach deutlich ein. Hauptgrund ist hier das Auslaufen von Steuervergünstigen auf Hauskäufe. Was wiederum eindrucksvoll demonstrierte, dass momentan ohne weitere Stützungs- und Konjunkturprogramme von Regierungsseite noch kein richtiger Aufschwung stattfindet.

Und auch die FED hatte ihren Anteil an der durchwachsenen Börsenwoche. Denn obwohl der Leitzins weiter bei fast Null bleibt, wurde die Konjunkturskepis im gleichzeitig veröffentlichten Statement am Markt verschnupft aufgenommen.

Der Auftakt kommende Woche wird wohl nachhaltig unter dem Eindruck des dieses Wochenende stattfindenden G20-Treffens sein. Denn ein wesentliches Thema des Treffens ist eine einheitliche Finanzmarktregulierung sowie ein Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes. Insbesondere der Zwist zwischen den USA und Deutschland hinsichtlich der weiteren Verschuldungspolitik zugunsten einer wirtschaftlichen Erholung steht hier im Fokus. Wie heute zu lesen, steuern beide wohl auf einen Kompromiss zu, was an den Märkten möglicherweise mit Erleichterung aufgenommen werden könnte. Denn ein handfester wirtschaftspolitischer Streit zwischen den Wirtschaftsgiganten USA und Deutschland wäre das letzte, was wir momentan brachen.

Aber das Hauptaugenmerk in der kommenden Woche liegt mal wieder auf dem Freitag, wenn die US-Arbeitslosenquote für den Juni 2010 veröffentlicht wird. Bleibt die Arbeitslosigkeit weiter auf dem hohen Niveau oder signalisiert ein (wenngleich kleiner) Rückgang Entspannung, was auch Impulse für eine konjunkturelle Erholung liefern könnte.

Wir können für die letzte Woche, mal wieder, ein sehr positives Fazit bezüglich unserer Prognosen vom Wochenbeginn ziehen. Dem DAX prophezeiten wir einen kurzen Angriff aufs Jahreshoch mit einem nachfolgenden Rückgang auf 6.150 – 6.250 Zähler. Der Schluss lag im DAX bei 6.070 Punkte, in der Tendenz lagen wir goldrichtig.

Beim Euro sahen wir für die letzte Woche eine Konsolidierung im Bereich 1,23 – 1,2450 US-Dollar. Und genau in dieser Range hat er sich fast die gesamte Woche bewegt und bei 1,2344 US-Dollar geschlossen.

Nur beim Bund-Future waren wir ein (ganz klein) wenig zu pessimistisch mit der Prognose von 127,50 – 128,50 Prozent, denn der Schlusskurs lag bei 128,90 Prozent, auch nicht so weit weg.

Für die kommende Woche sind Prognosen aufgrund der anstehenden Schwergewichte bei den Wirtschaftsdaten recht schwierig, wir wagen es trotzdem:

DAX

Beim DAX sehen wir momentan kein großes Aufwärtspotential, sondern eher eine leicht schwächere Bewegung im Bereich 5.950 – 6.100 Punkte.

Euro/US-Dollar

Der Euro ist letzte Woche leicht zurück gekommen, für diese Woche sehen wir weitere leichte Zugewinne im Bereich 1,24 – 1,25 US-Dollar.

Bund-Future

Beim Bund bleiben wir trotzdem weiter leicht pessimistisch, sehen Kursregionen von 127,00 – 128,00 Prozent.

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Quelle: kapitalmarktexperten.de


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