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Wochenausblick KW15 / 2010


Der Focus verschiebt sich ab kommender Woche. Standen in den letzten Wochen eher makroökonomische Ereignisse rund um den amerikanischen Arbeits- und Häusermarkt sowie die Griechenlandkrise im Blick der Anleger, richtet sich deren Augenmerk nun auf die beginnende Berichtssaison in Amerika.

Die Marktvorgaben zum Start der Berichtssaison sind überraschend gut, hatten sich doch Anfang vergangener Woche die Stimmen verstärkt, die aufgrund überkaufter Märkte und der wieder zunehmenden Griechenlandkrise vor einer deutlicheren Korrektur gewarnt hatten. Da diese aber ausblieb, zogen die Märkte ab der Wochenmitte wieder deutlich an. So legte der Dow Jones im Wochenverlauf um ca. 0,6 Prozent auf 10.997 Punkten zu, der S&P-500 gewann ca. 1,4 Prozent auf 1.194 Punkte und der Nasdaq um 2,1 Prozent auf 2.454 Punkte. Der DAX schloss seine Handelswoche unverändert bei 6.249 Punkten.

Ob dies nun seine Fortsetzung findet, hängt wesentlich von den Unternehmensberichten ab nächste Woche ab. Die Erwartungen sind hoch, Experten erwarten Reuters zufolge im S&P-500 für das abgelaufene Q1 2010 im Durchschnitt ca. 36 Prozent höhere Gewinne als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.



Den Anfang macht traditionell Alcoa am Montag. Bis zum Freitag präsentieren dann noch Schwergewichte wie Google, Intel, General Electric, Bank of America und JPMorgan ihre Zahlen. Erst danach wird man klar sagen können, wohin die weitere Entwicklung geht. Insbesondere bei den Investmentbanken sind die Erwartungen sehr hoch.

Aber auch von konjunktureller Seite steht einiges von Bedeutung auf dem Plan. Am Montag um 20.00 Uhr gibt’s bereits den US-Staatshaushalt, gefolgt vom US-Verbrauchervertrauen am Mittwoch um 14.30 Uhr. Auch am Mittwoch dann, allerdings 20.00 Uhr gibt’s das US Beige Book, immer für ordentliche Bewegung an den Märkten gut. Am Donnerstag dann noch der Phili-Fed um 16.00 Uhr und am Freitag die Wohnbaubeginne und Wohnbaugenehmigungen als die wichtigsten Ereignisse der Woche.

Insgesamt ein unglaublicher Zahlenmix, der ab nächste Woche ansteht. Anleger sollten aber langsam Vorsicht walten lassen, nachdem die Märkte bisher unglaublich gut gelaufen sind. Gute Daten sind größtenteils eingepreist, weshalb die Gefahr eines Rückschlags bei schlechter als erwarteten Zahlen deutlich größer ist.

Auch das Thema Griechenladn bleibt weiter auf der Agenda und wird insbesondere Anleger, die am Devisenmarkt aktiv sind, weiterhin in Atem halten. Nachdem der Euro letzte Woche in einer Range zwischen ca. 1,3280 und 1,3540 US-Dollar gependelt ist, sind Prognosen weiterhin sehr, sehr schwierig und hängen direkt von möglichen Stützungsmaßnahmen/Hilfen/Beihilfen für Griechenland ab. Sollten noch weitere Länder in den “Griechenland-Strudel” gezogen werden, kann es durchaus zu weiteren Euro-Verlusten führen.




Quelle: kapitalmarktexperten.de


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