Q-Cells: Hanwha steigt ein
Nach Monaten des Hoffen und Bangens nun ein Hoffnungsschimmer für die geplagten Q-Cells-Aktionäre. Denn wie heute von offizieller Seite bestätigt, steigt die koreanische Hanwha-Gruppe beim angeschlagenen Photovoltaik-Unternehmen aus Bitterfeld ein, einstmals das größte deutsche Solarunternehmen.
Unter Vorbehalt der Zustimmung der Gläubigerversammlung, die am kommenden Mittwoch tagt, wurde ein Kauf- und Übertragungsvertrag zwischen Q-Cells und Hanwha geschlossen, der neben der Übernahme des nahezu vollständigen Geschäftsbetriebs von Q-Cells SE durch Hanwha auch den Erhalt des Forschungs- und Produktionsstandortes in Thalheim einschließlich des Erhalts von rund 3/4 der dortigen Belegschaft sowie die vollständige Übertragung der Tochtergesellschaft in Malaysia vorsieht.
Hanwha übernimmt von Q-Cells Verbindlichkeiten im niedrigen dreistelligen Millionenbereich und zahlt außerdem einen Bar-Kaufpreis in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe.
Aktien von Q-Cells machen heute zur Börseneröffnung einen Sprung von über 20 Prozent auf aktuelle 0,206 Euro. Vermutlich aber kein Trost für Aktionäre, die unter Umständen zu Preisen bis zu 75 Euro pro Aktie bei Q-Cells eingestiegen sind. Aktuell ist Q-Cells nur noch für hartgesottene Zocker geeignet, die auf weitere Kurssteigerungen bis zur Vollständigen Übernahme spekulieren. Alle anderen sollten die Finger von der Aktie lassen.
Quelle: kapitalmarktexperten.de


