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Die große Goldpreis-Prognose – welche Minen-Aktien jetzt kaufen?

Der Goldpreis (WKN: 965515) und die weltweit führende Goldminenaktie Barrick Gold (WKN: 870450) treten weiter in die historischen Fußstapfen, die der Goldpreisanstieg der 1970er Jahre mit einer

Der Goldpreis (WKN: 965515) und die weltweit führende Goldminenaktie Barrick Gold (WKN: 870450) treten weiter in die historischen Fußstapfen, die der Goldpreisanstieg der 1970er Jahre mit einer Verzwanzigfachung hinterlassen hat. In regelmäßigen Abständen wiederholt sich, ausgelöst durch Finanzkrisen, die aus einem extremen Verschuldungsniveau resultieren, etwa alle 50 Jahre eine Abwertungswelle, die Anleger in den sicheren Goldhafen treibt. So wie jetzt auch wieder mit der durch den Coronavirus entstandenen finanziellen Schockwelle.

Coronakrise treibt den Kurs nach oben – Zündstoff für die Goldpreis Prognosen

Der Goldpreis steigt und steigt. Und selbst ein Ende der Coronaviruskrise, das schwer abzusehen bleibt, ändert nichts an den positiven Aussichten. Die Reaktion der Zentralbanken auf die Krisen der letzten Jahre fiel immer gleich aus: Es wurden Unmengen an frischem Geld gedruckt, um die Wirtschaft zu stabilisieren, was den Geldwert immer weiter ausgehöhlt hat.

Gold hat in den letzten 12 Monaten einen enormen Sprung um über 400 von rund 1.300 USD auf nunmehr über 1.700 gemacht. Das gab es in dieser Dynamik zuletzt nur während der vergangenen Finanzmarktkrise in den Jahren 2008 und 2009. Noch einmal dramatischer sind zugleich die Maßnahmen der Regierungen und Zentralbanken, um der aktuellen Wirtschaftskrise begegnen zu wollen. Seit März wurden im Wochentakt Förder- und Finanzpakete zur Stützung der Wirtschaft in Billionenhöhe verkündet.

Das Ergebnis dürfte später eine einzigartige, noch nie dagewesene Geldschwemme in den westlichen Volkswirtschaften einschließlich China sein. Ein klassischer Stimmungsbarometer dafür ist Gold zu allen Zeiten gewesen, auch jetzt! Inzwischen geben Banken eine Goldpreis Prognose in Richtung altes Allzeithoch von 2011 aus: Sie sehen den Goldpreis in den nächsten Monaten bei 1.900 USD je Feinunze.

Warum der Goldpreis jetzt auf dem Hoch notiert

Inzwischen sind die Notierungen in USD je Feinunze um das Zehnfache so hoch wie zum Beispiel Anfang der 1970'er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Nach einer inflationsbedingten Zuspitzung des Goldpreises Anfang der 1980'er-Jahre bis zu Preisen um die 600 USD fiel das glänzende Edelmetall in den folgenden beiden Jahrzehnten bis Anfang 2000 auf Niveaus um 300 USD zurück. Danach gewannen die Goldpreise wieder dramatisch an Fahrt. In der Spitze notierte Gold im Nachklang der Finanzmarktkrise von 2008/09 Mitte 2011 sogar bei 1.909 USD.

Die folgenden Jahre bis Ende 2015 korrigierte Gold in US-Dollar diese Preisspitze in etwa zur Hälfte der Aufwärtsbewegung seit Jahrtausendbeginn. Erneut scheint Gold seit 2016 in einen Aufwärtstrend in Richtung altes Allzeithoch eingeschwenkt zu sein. Was sind die aktuellen Gründe für die aktuelle Goldpreisentwicklung? Offensichtlich wird immer mehr Gold als das bessere Geld angesehen. Zwar bringt Gold keine Zinsen aber diese gibt es schon lange bei anderen, für die Verbraucher üblichen Geldanlagen auf der Bank, auch nicht mehr. Denn die Zentralbanken haben schon seit Jahren die Leitzinsen auf oder nahe Null gesenkt. Seit März 2016 ist dieser jedenfalls im Euroraum durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf Null-Prozent gesenkt worden.

Banken müssen mittlerweile für ihre Einlagen bei der EZB einen Strafzins zahlen. Praktisch führt das für den Sparer und normale Geldanleger immer mehr zu Negativzinsen. In diesem Umfeld der jüngsten geldpolitischen Lockerungen durch die Zentralbanken und einer allgemeinen Entwertung der klassischen Währungen nimmt die Flucht in den "sicheren Hafen" Gold bei immer mehr Anlegern zu.

Welche Möglichkeiten gibt es, in Gold zu investieren?

Die Goldpreis Prognose

  • ETF: Wer schnell und bequem ohne hohe Kosten (z.B. Verwahr- und Verwaltungsgebühren) und Ausgabeaufschläge langfristig in Gold direkt investieren möchte, kann dies heute mit den inzwischen sehr verbreiteten börsengehandelten "Exchange Traded Funds" (ETFs) tun. In der Regel zählen diese Gold-ETFs zur Kategorie "Papiergold". Wobei es zwei erhebliche Unterschiede gibt, die das Papier mehr oder weniger sicher erscheinen lassen. Ein sehr prominentes Beispiel ist der milliardenschwere ZKB Gold ETF (WKN:A0RK9Z | ISIN:CH0047533523), der als börsengehandelter Fonds vor 11 Jahren aufgelegt worden ist. Hierbei ist der ETF physisch-replizierend tätig: Sie investieren in den einen abzubildenden Wert (Gold) mit einem direkten Kauf von physisch gehandeltem Gold und hinterlegen den Bestand entsprechend der investierten Beträge. Andernfalls wird bei synthetisch replizierenden ETFs der abzubildende Wert, zum Beispiel meist ein Index, über Derivate künstlich nachgebildet. Das kommt die Anleger in puncto jährlich laufender Kosten sogar einige Basispunkte günstiger, wirft jedoch erhebliche Fragen nach der Investitionssicherheit auf.

  • Fonds: Ähnlich wie beim Erwerb von ETFs können Anleger auch über Investmentfonds von steigenden Goldnotierungen profitieren. Für entsprechende Fondsanlagen bieten sich vor allem Goldminen-Aktienfonds an. Besonders bekannte Fonds sind hier der BGF World Gold Fund A2 USD (WKN: 974119 | ISIN: LU0055631609) sowie der Earth Gold Fund UI EUR R (WKN: A0Q2SD | ISIN: DE000A0Q2SD8). Allerdings bezahlen Anleger die höhere Sicherheit einer professionell und aktiv gemanagten sowie breit gestreuten Anlage in Goldminenaktien oft mit hohen Ausgabeaufschlägen sowie jährlich wiederkehrenden Gebühren für die Bank und Fondsgesellschaften.

  • Aktien: Anleger können sich die Kosten einer Fondsanlage natürlich ersparen, indem sie direkt über die Börsen ihre Wunsch-Goldaktien selber ordern und ins Depot legen. Diese sollten jedoch nach dem Prinzip der Risikominderung breit gestreut (diversifiziert) nicht alles auf eine Karte, sprich eine "Lieblings"-Aktie oder Anlageklasse, setzen. 

  • Für den Erwerb von physischem Gold spricht der unmittelbare Besitz und die Verfügbarkeit. Allerdings sollten Anleger hier besonders auf die Kosten achten, um möglichst clever von den besseren Goldpreis Prognosen zu profitieren. Zwischen An- und Verkauf liegen zuletzt aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeiten zunehmend große Preisspannen. Den Unterschied machen oft seriöse Händler, die auch Online transparent ihre Kosten insbesondere für den Versand und Versicherung offenlegen. Dabei können Kunden oft zwischen reinen Goldmünzen (zum Beispiel Krügerrand, Maple Leaf) oder Barrengold in unterschiedlichsten Stückelungen (zum Beispiel 1, 20, 50, 100 Gramm oder Unze) wählen. Die beste Relation zwischen Anlagewert und Kosten des Erwerb bzw. Verkaufs (Geld-Brief-Spanne, Gebühren etc.) ergibt sich bei den gewichtigeren Stückelungen ab 100 Gramm. Inzwischen hat der Gesetzgeber bei Tafelgeschäften per Barzahlung ab 2.000 Euro eine Ausweispflicht verhängt. Hingegen bleibt der Kauf auch von physischem Gold von der Mehrwertsteuer befreit.

Apropos Goldverbot – was ist da dran?

Immer wieder kommt bei Anlegern die Frage auf, was tun bei einem Goldverbot? In diesem Fall nützt natürlich auch Anlegern in physischem Gold nicht mehr das eigene Bankschließfach oder der Tresor zuhause. Dann ist der Besitz von Gold, wie schon in der Vergangenheit in den USA der 1930'er-Jahre geschehen, schlicht illegal. Daher sind Goldverbote oder Einschnitte auch für die Zukunft nicht auszuschließen. In diesem Fall könnte nur ein Golderwerb und -besitz zum Beispiel über den Kauf eines juristisch außerhalb der EU oder USA errichteten Konstrukts "geschützt" bleiben. Unbedenklich erscheinen bisher Standorte zum Beispiel in der Schweiz, Hong Kong oder Singapur, die eine Art "Inselstatus" besitzen, der ihre Bürger vor Goldverboten schützen könnte.

Wie effektiv sich Anleger aus dem Ausland vor Repressalien ihrer eigenen Regierungen im Heimatland schützen können, ist jedoch schwer vorhersehbar. Eine realistische Ausweichmöglichkeit, mit der sich Anleger vor dem Goldverbot schützen können, wäre dann immer noch eine Investition in ein diversifiziertes Depot voller Goldminenaktien.

Selbst während der 1930'er Jahre gingen die USA niemals so weit, dass sie Goldminenaktien verboten hätten. Anleger konnten also mit entsprechenden Papieren wie der führenden Goldminenaktie Homestake Mining erstaunliche Gewinne erzielen. Das Goldverbot vom 5. April 1933 zwang die Anleger und Sparer in den USA die einzige Alternative zu kaufen, die es gab, nämlich Goldaktien. Da der Besitz von Gold nicht mehr legal möglich war, waren börsennotierte Goldminenaktien die nächstbeste Alternative. Selbst in Krisenzeiten 1929 bis 1936 konnte sich der Kurs von Homestake Mining fast verfünffachen:

Die Goldpreis Prognose - Historischer Chart

Quelle: SeekingAlpha.com

Welche Gold-Aktien lohnt es sich jetzt zu kaufen? 

Goldmine

Mit Beginn des Jahres 2020 konnten zunächst die Goldaktien nicht mit den rasant steigenden Goldpreisen Schritt halten. Erst nach und nach hatten sie diesen Rückstand wieder aufgeholt. Seit Mitte März sind die Goldminenwerte um mehr als 60 Prozent gestiegen. Mit dieser Performance waren sie dann einer der leistungsstärksten Sektoren des Marktes. Durch diese konnten Anleger also auch gut die Risiken in dieser Marktphase streuen und kompensieren.

Die Junior Goldminen-Aktien selbst haben eine Outperformance erzielt und bei Anlegern den Eindruck neuer Stärke hinterlassen. Sie sind gegenüber dem Vorjahr um etwa 9,0 Prozent gestiegen, immerhin ein beachtlicher Zugewinn.

Dagegen sind die größeren Senior-Goldminenwerte immer noch um 7,0 Prozent im Rückstand. Sie haben noch nicht das Niveau wie vor einigen Monaten erreicht, obwohl der Goldpreis zwischenzeitlich um 150 USD pro Unze zulegen konnte und sich ebenso die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das glänzende Edelmetall erheblich verbesserten.

Allerdings sollten Anleger bei ihrer Hoffnung auf eine weitere Outperformance der Junior-Goldaktien nicht ganz die Vergangenheit bei diesen ausblenden: Sie waren als Sektor lange Zeit unattraktiv, da der Goldpreis in den letzten Jahren weit zu tief notierte. Durch teils hohe Kosten in der Produktion, teils aber auch wegen enormer Fremdkapitallasten infolge von Übernahmen und den teuren Ausbauten neuer Minenprojekte hatten diese Goldpreisniveaus an der Substanz der Unternehmen gezehrt. Die Konsequenz waren in vielen Fällen Insolvenzen und das Scheitern. Im besten Fall konnten die schwachen Junior-Goldaktien übernommen werden. Vieles spielte sich in der Zeit vor 2012 ab, zahlreiche Fälle aber auch, nachdem der Goldpreis von seinem Allzeithoch um 1.900 USD in den folgenden Jahren bis 2015 wieder unerwartet auf bis zu 1.050 USD zusammenbrach. Langfristig orientierte Anleger sollte daher immer ein paar ausgesuchte substanzstarke Senior-Goldminenaktien beimischen.

Denn Senior-Goldminen sind im Vergleich zu den Junior-Aktien weniger schwankungsanfällig und das vor allem aufgrund der Tatsache, dass sie meist große sowie sehr viele Projekte (durchschnittlich 5 - 10) betreiben. In jedem Fall sollten es ausreichend viele Goldaktien im Depot sein, um mögliche Risiken besser streuen zu können. So sind Anleger bei Goldaktien auf der sicheren Seite und können einen weiteren Aufwärtstrend entspannt mitnehmen. Wer stattdessen nur auf einen Goldwert setzen will, wäre besser beraten, einen Gold-Fonds oder ETF ins Depot zu legen.

6 Aktien: Goldfirmen, Explorer, Junior Explorer (Einzelwerte), einen ETF & einen Fond

Der weltgrößte Goldproduzent Newmont Mining (WKN: 853823 |ISIN: US6516391066) läuft auf Hochtouren. Bei der für die Bewertung von Goldminen ultra-wichtigen Kennziffer für den freien Kapitalzufluss lag der Konzern im Jahr 2019 bei stattlichen 1,4 Milliarden USD.

Anfang April 2020 musste Newmont im Zusammenhang mit der Coronakrise von der vorübergehenden Schließung insgesamt fünf eigener Minen berichten. Der Bergbau-Riese sollte trotz aktueller Widrigkeiten und möglicher Folgeschließungen gerade nach der Fusion mit Goldcorp bei Anlegern auf dem Schirm bleiben. Denn Newmont produziert im Rahmen eines Joint Ventures zusammen mit Barrick in Nevada das kostengünstigste und margenstärkste Gold der Welt.

Und nicht nur das: Es gibt auch eine prall gefüllte Pipeline von Explorations- und Entwicklungsprojekten, mehr als die eher auf Akquisitionen setzende Barrick vorweisen kann. Und mit den ebenso kürzlich vorgelegten Quartals- sowie Jahreszahlen muss sich Newmont als die Nummer Eins bei den Goldproduzenten nicht verstecken. Bereinigt hat der Gold-Konzern im ersten Quartal 2020 seinen Gewinn um 85 Prozent nahezu verdoppelt. 

Zuwächse bei der Produktion und beim Goldpreis halfen hier kräftig. Folglich stieg der durchschnittlich erzielte Goldpreis je Unze. Newmont konnte in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr als 1.591 USD erlösen. Zugleich nahm in der Produktion die anrechenbare Goldmenge im Vergleich zum ersten Quartal 2019 auf 1,5 Mio. Unzen zu, was einem Zuwachs von 20 Prozent entspricht. Damit zeigt die Übernahme der Goldcorp-Minen im letzten Jahr nicht nur beim erzielten Ausstoß deutlich Früchte. Immerhin sehen die Aktionäre davon wieder einen respektablen Gewinn je Anteil. Die im ersten Quartal 2020 bereinigt unter dem Strich stehenden 326 Mio. US-Dollar sind 0,40 US-Dollar je Aktie, und somit nur knapp unter der Konsensschätzung von 0,42 US-Dollar.

 

Nach den erst kürzlich vorgelegten Quartalszahlen Q1-2020 spricht für den Gold-Großproduzenten Barrick Gold (WKN 870450 | ISIN: CA0679011084) alles für ein weiteres "Halten". Mit höheren Goldpreis Prognosen wird auch das Kapitalmarktinteresse an diesem Giganten regelrecht explodieren. Der Bergbauriese traf mit seinen kürzlich vorgelegten Quartals- und Jahreszahlen insgesamt die Erwartungen und konnte sogar einen Gewinn von 0,16 Dollar pro Aktie für die ersten drei Monate ausweisen. Kurzum: Der ehemals größte Goldproduzent hat damit seinen Gewinn zum Jahresstart um fast 55 Prozent gesteigert. Er gehört in dieser Verfassung auf jeden Fall ins Goldaktien-Depot.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Covid-19-Pandemie: Barrick Gold musst zwar im Ergebnis auch Federn lassen, zeigte sich aber robuster als andere Konzerne in der Krise. Barrick war im Gegensatz zu anderen bisher nicht gezwungen, eigene Minen aufgrund von Corona zu schließen – auch nicht in den zahlreichen Minenstandorten in Afrika, Nord- oder Südamerika. Hingegen sanken sogar die Nettoschulden im ersten Quartal um weitere 17 Prozent. Der bisherige Schuldenabbau liegt also gut auf Kurs und ist für den Konzern kein bedrückendes Thema mehr.

Die Goldproduktion lag letztes Jahr rund 8,6 Prozent unter Vorjahresniveau. Dafür kostete jede Unze in der Produktion 954 Dollar, mithin ein Anstieg gegenüber 2018 um 15,6 Prozent, Barrick Gold erlöste aber durchschnittlich je 1.589 Dollar. Das Jahr zuvor waren es nur 1.307 Dollar. Das Gewinnplus erlaubt, wie es CEO Mark Bristow betont, in Zukunft weitere Minen – eventuell auch in Kombination mit dem Kupferbergbau – zu übernehmen und so weiter zu wachsen bei gleichzeitiger Diversifikation und Absicherung durch zwei geförderte Metalle. Zudem sind die Förderkosten von Gold-/Kupfersystemen meist sehr günstig. Dafür reicht allemal auch die vorhandene Substanz Barricks, sprich der Nettovermögenswert "NAV" (materielle und immaterielle Vermögensgegenstände abzüglich Verbindlichkeiten). Dieser ist ein wirkliches Argument für eine langfristige Anlage in den weltweit zweitgrößten Goldkonzern!

 

Das kanadisches Bergbauunternehmen Equinox Gold Corp. (WKN: A2NB0U | ISIN: CA29446Y5020) ist immer wieder für Schlagzeilen gut. Das verdankt die Minengesellschaft der branchenweit geschätzten Unternehmerpersönlichkeit Ross Beaty. Die Minenlegende ist nicht nur Hauptinvestor, sondern auch Gründer. Der Rohstoff-Tycoon sagt, dass er „ungefähr 10 Prozent“ von Equinox Gold besitzt und im Falle des Falles bei eventuell zukünftigen finanziellen Engpässen einspringen sowie persönlich Geld einsetzen würde.

Neben seinem herausragenden persönlichen Investment und Engagement bei Equinox Gold sollten Anleger dieses "Commitment" abseits aller Zahlen mit im Hinterkopf behalten. Es stellt sicherlich einen besonderen Wert da, auch die Aussage von Ross Beaty, „dass Equinox Gold sich nicht selbst erschaffen hat, um verkauft zu werden, sondern um groß zu werden“. Und die Ziele sind ehrgeizig, wie sie die Rohstoff-Legende formuliert:

Ich würde mir wünschen, dass Equinox Gold über meine Lebenszeit als sehr großer Goldproduzent hinaus lebt – und ein bekannter Name im Goldgeschäft ist.

Daher wird ab 2020 ohne die im Untergrund der Aurizona-Mine liegenden Potenziale eine Jahresproduktion von 500.000 Unzen Gold anvisiert. Langfristig will Ross Beaty für Equinox Gold bis zum Ende des Jahres 2023 eine Produktion auf dann über 1 Million Unzen Gold pro Jahr heben und so zu einem mittelgroßen Goldminenwert aufsteigen.

Inzwischen hat Equinox Gold Corp. die Fusion mit Leagold Mining Corp. vom Dezember 2019 erfolgreich abgeschlossen. Danach ergibt sich eine mehr als verdreifachte jahresbezogene Goldproduktion für 2020. Sie finanziert auch eine Steigerung der Produktion in den nächsten zwei Jahren auf mehr als eine Million Unzen Gold pro Jahr. Zuletzt bezifferte Equinox Gold seine Produktions- und Kostenprognose für 2020 auf 540.000 bis 600.000 Unzen Gold zu Gesamtkosten („AISC“) von 1.000 bis 1.060 USD je Unze. Positive Nachrichten sind erst kürzlich von der unterirdischen Aurizona-Goldmine (Brasilien) gekommen: Dort hofft Equinox auf ein zukünftiges Potenzial von zusätzlichen 740.500 Unzen („oz“) Gold, einen Umsatz von 1 Mrd. US-Dollar und einen Netto-Cashflow nach Steuern von 204 Mio. US-Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren Minenleben.

 

Das kanadische Goldbergbauunternehmen B2Gold Corp. (WKN: A0M889 | ISIN: CA11777Q2099) hat zuletzt trotz Covid-19-Pandemie über ein starkes erstes Jahresquartal 2020 berichtet. Der an den Börsen von Toronto und New York gehandelte weltweit neue Senior-Goldproduzent erfreute die Anleger auch mit einer auf nunmehr auf 0,02 US-Dollar verdoppelten Quartals- oder auf das Gesamtjahr bezogenen Dividende von 0,08 US-Dollar. Seit dem dritten Quartal 2019 zahlte B2Gold überhaupt erstmals in seiner Geschichte eine Dividende.

Für die ersten drei Monate 2020 haben die Kanadier eine Rekord-Quartalsgoldproduktion von 264.862 Unzen erreicht, konsolidiert sind es 250.632 Unzen. Damit übertraf B2Gold deutlich seine Erwartungen um 7 Prozent und erzielte sogar 25 Prozent mehr als im Vorjahrsquartal 2019. Der konsolidierte Goldumsatz im ersten Quartal 2020 betrug 380 Millionen US-Dollar aus den drei betriebseigenen Minen. Der Durchschnittspreis lag bei 1.588 USD je Unze.

Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2019 machte B2Gold nur einen Umsatz von 264 Millionen US-Dollar bei einem Durchschnittspreis von 1.298 USD je Unze. Damit gelang ein Umsatzplus von 44 Prozent, wofür hauptsächlich der höhere Goldpreis (zu 22 Prozent) und das Plus an verkauften Goldunzen (18 Prozent) verantwortlich sind. Trotz der COVID-19-Pandemie seit März 2020 liefere das Unternehmen, so der Bericht, seinen Goldbarrenbestand „weiterhin erfolgreich an die Raffinerien ab“. Seit Anfang dieses Jahres ist der Goldminenwert erstmals klar aus seiner langjährigen Seitwärtsrange zwischen 3,00 und 5,00 Kanada-Dollar (CAD) nach oben ausgebrochen, was Anleger zusätzlich hoffen lässt.

 

Viel an der Gründerpersönlichkeit hängt auch bei der McEwen Mining Inc. (WKN: A1JS7T | ISIN: US58039P1075 | NYSE:MUX). Der mittelgroße kanadische Gold- und Silberproduzent trägt nicht zufällig den Namen seines Vorsitzenden und Chief Executive Officers (CEO) Rob McEwen. Der 69-jährige Kanadier und Ex-Goldcorp CEO ist in der Branche ebenfalls ein Legende und hat bereits mit seiner langjährigen Erfahrung systematisch wie auch erfolgreich das Minenunternehmen weiterentwickelt. Zugleich wissen die Anleger, dass er 22 Prozent der Aktien besitzt und von sich behauptet, nur 1,00 US-Dollar Gehalt zu beziehen.

Jedenfalls trauen ihm mit McEwen Mining Inc. viele noch große Schritte zu, wie er es in der Vergangenheit bereits öfters bewiesen hatte. Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts hatte Rob McEwen nicht nur die namhafte Goldcorp gegründet, sondern war dort 13 Jahre der Vorsitzende und CEO einer höchst innovativen Goldminengesellschaft (siehe "Business Week", 2000).

Worauf viele nun bei McEwen Mining spekulieren: Rob McEwen hat Goldcorps Börsenkapitalisierung von 50 Mio. auf bis zu 8 Mrd. US-Dollar gesteigert. In der Branche gilt er daher als einer der besten Manager. Darauf sollten Anleger bei der McEwen Mining Inc. also achten, wenn sie das kanadische Rohstoffunternehmen mit seinen vier Minen in Kanada, Nevada, Mexiko und Argentinien unter die Lupe nehmen. Gewiss schrieb McEwen durch zahlreiche Zukäufe und Investitionen in den letzten Jahren rote Zahlen. Und ebenso sicher ist, dass McEwen Mining Inc. auch einen relativ hohen Goldpreis von etwa 1.300 USD je Unze braucht, um mit einem Gewinn ("Break-Even") produzieren zu können.

Eine Kapitalmaßnahme im November letzten Jahres brachte dem Goldproduzenten frisches Geld in die knappen Kassen, aber auch einen weiteren Kursrutsch. Zuletzt meldete McEwen für das vergangene Geschäftsjahr 2019 einen Bruttogewinn von 9,0 Mio. US-Dollar, der aus der Produktion von insgesamt 174.420 Unzen Goldäquivalent stammt. Insgesamt dürfen Anleger bei McEwen Mining also eher auf einen Hebeleffekt setzen: Stimmen die Goldpreis Prognosen, bietet auch diese Aktie eines Qualitätsproduzenten mit namhaftem Management noch beträchtliches Aufwärtspotenzial.

 

Die kanadische Bergbaugesellschaft Franco Nevada (WKN A0M8PX | ISIN CA3518581051) ist eine klassische Aktie aus dem Royalty- und Streaming-Sektor. Der Gold-, Öl- sowie Erdgas-Projektinvestor aus Toronto ist weltweit in diesem Sektor das größte Unternehmen und betreibt ein relativ krisenfestes Geschäftsmodell aus Streaming-Verträgen und Royalty-Einnahmen. Franco-Nevada hat ein reichhaltig gestreutes Royalty-Portfolio, das derzeit den Edelmetall-Sektor mit einem Anteil von 80 bis 85 Prozent abdeckt. Damit kann es auch in den kommenden Jahren von vielen Royalties-Verträgen sehr gut profitieren.

Insbesondere durch den Edelmetall-Stream aus dem Projekt "Cobre-Panama" darf neuer Schwung in der Produktion erwartet werden. Dort soll die Leistung in 2020 und in den folgenden Jahren hochgefahren werden. Bemerkenswert: Der im Rohstoff- und Goldminensektor namhafte wie bereits legendäre Pierre Lassonde hatte im Jahr 2008 Franco Nevada neu gegründet und an die Börse gebracht. Seitdem ist er Vorstandschef gewesen. Nach seinem kürzlichen Rückzug ist er aber noch ehrenhalber Direktor ("Chair Emeritus") und dem Unternehmen verbunden. Auch für Anleger war die Zeit unter Lassonde keine schlechte: Wer auf Basis des Jahres 2008 in den Goldpreis investierte, hätte mit der gleichen Summe durch Aktien von Franco-Nevada jetzt im Jahr 2020 den neunfachen Wert im Depot stehen.

 

Der GDX-ETF "VanEck Vectors Gold Miners" (WKN: A12CCL | ISIN: IE00BQQP9F84) ist einer der ältesten und führenden "Klassiker" im Bereich der börsengehandelten, aber passiv verwalteten Fonds (ETFs) für den Anlagesektor Gold- und Edelmetallminen-Unternehmen. Er ist global ausgerichtet und hält 50 Beteiligungen. Der ETF besitzt ein Nettovermögenswert (NAV) von mehr als 14,4 Milliarden US-Dollar und wurde lange vor allen anderen Goldminen-ETFs im Mai 2006 gestartet. Zugleich ist er auch der volumenstärkste ETF des Herausgebers VanEck.

Für Anleger ist er im Vergleich zu konkurrierenden Angeboten mit der niedrigen Kostenquote von 0,52 Prozent pro Jahr relativ günstig zu halten, sodass er besonders langfristig orientierte Anleger ansprechen dürfte. Im Handel erweist sich der GDX-ETF als sehr liquide mit relativ geringen Geld-Brief-Spannen von 0,04 Prozent und einem durchschnittlichen täglichen Volumen von mehr als 900 Mio. US-Dollar. Auf Basis des GDX-ETF werden zudem drei gehebelte oder inverse Varianten angeboten, sodass Anleger zum Beispiel auch auf eine gegenläufige (fallende = Short) Entwicklung des Goldminensektors wetten können.

 

Der kleinere und jüngere Bruder des GDX ist der GDXJ oder "VanEck Vectors Junior Gold Miners ETF" (WKN: A12CCM | ISIN: IE00BQQP9G91), ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index kleiner (Small Caps = Juniors) globaler Gold- und Silberminenunternehmen. Der ETF für die „Junior“-Minengesellschaften enthält mit seinen 78 Positionen im Portfolio auch Platin, Silber oder Palladium-Minenbetreiber. Allerdings sollten Anleger um das in der Regel höhere Marktrisiko dieser kleinen Minengesellschaften wissen. Außerdem verharrte das durchschnittliche KGV des Fonds häufig im negativen Bereich: Nicht selten erzielten die betreffenden Unternehmen keine Einnahmen oder Gewinne.

 

Der NESTOR Gold Fonds B (WKN: 570771 | ISIN: LU0147784465) ist einer der prominentesten Vertreter in dieser Anlageklasse. Er investiert zumeist in Aktien von Gesellschaften aus dem Bereich der Gold- und Minengesellschaften. Der Fonds besteht seit über 17 Jahren und ist im Juni 2002 in Luxembourg aufgelegt worden. Der thesaurierende Fonds legt breit gestreut mindestens 51 Prozent seines Vermögens in Kapitalbeteiligungen an und enthält als Beimischung zwischen 15 bis 20 Prozent Aktien von Explorationsgesellschaften. Das Fondsmanagement folgt bei ihren Investmententscheidungen dem sogenannten Bottom-up-Ansatz: Das jeweilige Wachstumspotenzial einzelner Aktien wird analysiert, danach werden die Chancen der Branche und des Gesamtmarktes in die Entscheidung mit einbezogen. Das Fondsvolumen beträgt derzeit 19,65 Mio. Euro.

Weitere Fragen zum Goldpreis

Gold

1.) Wird der Goldpreis explodieren? 

Seit Mitte 2019 läuft ein recht steiler Aufwärtstrend. Der Zuwachs beträgt über 400 US-Dollar. Experten sehen aufgrund der aktuellen gigantischen geldpolitischen Lockerungen der Zentralbanken im Zuge der weltweiten Coronakrise eine mögliche Explosion des Goldpreises in den nächsten Jahren. Dann könnten Preise weit über 2.000 USD kommen.

2.) Wie entwickelt sich der Goldpreis 2020 – die Goldpreis Prognose

Aktuell sind die Aussichten für Gold sehr positiv. Marktbeobachter sehen für 2020 bei Leitzinsen von Null oder darunter neue Höchststände kommen. Eine mögliche zweite Welle der COVID-19-Pandemie dürfte die Goldpreise auf neue Rekordniveaus treiben. Dann könnte der Goldpreis seinen bisherigen Höchststand von 1.900 USD aus dem Jahr 2011 übertreffen.

3.) Wie wird der Goldpreis festgelegt?

Traditionell und seit dem achtzehnten Jahrhundert wird der Goldpreis in England durch das London Gold Fixing festgelegt. Täglich zwei Mal um 10:30 und 15:00 Uhr Londoner Zeit, nach deutscher Zeitzone 11:30 Uhr und 16 Uhr (MEZ) veröffentlichen die Mitglieder der "London Bullion Market Association" den sogenannten Fixingpreis. Er notiert immer je Feinunze Gold und wird in US-Dollar angegeben.  

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Goldpreis - Portfoliowachstum

Das Goldherz-Gewinner-Aktien-Portfolio zeigt seit 2016 eine deutlich bessere Entwicklung als der breite Aktienmarkt, der jetzt auch noch heftig Federn lassen musste. Quelle: Eigene Zusammenstellung der Goldherz TOP-10 & PortfolioVisualizer.com

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Quelle sharedeals.de

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