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DAX-Wochenausblick – KW 18/2013



 

Rund 5 Prozent Kursgewinn verbuchte der DAX in der abgelaufenen Handelswoche und schloss am Freitag beim Stand von 7.814 Punkten. Als Hauptgrund für die deutlichen Kursgewinne machen Börsianer die Hoffnung auf eine mögliche Zinssenkung durch die EZB am Donnerstag aus. Einige Analysten sehen dabei sogar einen deutlichen Zinsschritt von 0,5 Prozent als möglich an, um die zuletzt schwächelnde Konjunktur in der Eurozone wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Wobei klar anzumerken bleibt, dass alle bisherigen Zinssenkungen durch die EZB dieses Ziel verfehlt haben, die Wirtschaft der Eurozone stagniert nun schon seit Jahren. Aber Börsianer sehen Zinssenkungen immer als Chance für weitere – zumindest kurzfristige – Kursgewinne. Langfristig orientierte Anleger gehören dagegen offensichtlich schon länger einer ausgestorbenen Spezies an.

Auch in den USA spekulieren die Anleger bei der Sitzung der FED am kommenden Mittwoch auf eine Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik und den damit verbundenen Anleihekäufen. Hat doch FED-Chef Bernanke die geldpolitische Maßnahmen der FED mit der konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung am US-Arbeitsmarkt eng gekoppelt. Und einerseits lag das am letzten Freitag verkündete Wachstum des US-BIP annualisiert mit 2,5 % unter den erwarteten 3 Prozent. Andererseits liegt die aktuelle US-Arbeitslosenquote mit 7,6 % immer noch weit entfertn von den von Bernanke anvisierten 6,5 Prozent. Erst ab diesem Wert könnte die FED ihre Geldpolitik neu ausrichten. Wie es um den Arbeitsmarkt bestellt ist, dürfte am kommenden Woche Freitag die Veröffentlichung der US-Arbeitslosenquote für den April 2013 zeigen. Nach 7,6 Prozent im letzten Monat liegt die Prognose für den April 2013 ebenfalls bei 7,6 Prozent.

 

 

Von den Zinsentscheiden der FED am Mittwoch, der EZB am Donnerstag sowie der US-Arbeitslosenquote am Freitag wird auch abhängen, wie die Märkte in den Mai starten. Und damit auch, ob die alte Börsenweisheit “sell in May and go away” Gültigkeit behält. Die Wahrscheinlichkeit für eine größere Korrektur ist jedenfalls durchaus vorhanden, nachdem die Aktienmärkte – mit kleineren Korrekturen – seit Juni des letzten Jahres kontinuierlich gestiegen sind. Besonders deutlich legten dabei die US-Börsen und die japanischen Aktienmärkte zu, aber auch der DAX hat seit Juni letzten Jahres runde 1.800 Punkte oder ca. 30 Prozent zugelegt. Schon kleiner Enttäuschungen bei wichtigen Konjunkturdaten (z.B. keine Zinssekungen, stagnierende oder sogar steigende US-Arbeitslosenquote) könnten hier bei den Anlegern für Verunsicherung und an den Märkten für deutlich nachgebende Kurse sorgen. Vorsicht ist also bei aktuellen Investitionsentscheidunen geboten und aktuelle Wirtschafts- und Konjunkturdaten sollten intensiver betrachtet und bewertet werden.

Auch charttechnisch ist Vorsicht geboten, denn der DAX ist unter die untere Begrenzungslinie des im  Juni 2012 begonnenen Aufwärtstrends (Punkt 1 im Chart) gefallen. Seit März diesen Jahres hat er zudem einen kleinen Abwärtstrend ausgebildet (Punkt 2 im Chart), an dessen oberer Begrenzung sich der DAX nach der freundlichen letzten Woche befindet. Aktuell hat sich aus dem Schnittpunkt von langfristigem Aufwärtstrend und kurzfristigem Abwärtstrend ein Dreieck ausgebildet.

In welche Richtung der Ausbruch erfolgt, wird im Wesentlichen auch von den Konjunkturdaten und Zinsentscheidungen der nächsten Woche abhängen. Enttäuschungen könnten hier zu einem Abprallen an der oberen Unterstützung führen und weitere Verkäufe nach sich ziehen. Positive Daten hingegen könnten eine Fortsetzung der zuletzt freundlichen Kursentwicklung führen, den DAX wieder in den alten Aufwärtstrend hieven und unter Umständen wieder in Richtung alte Rekordmarken führen.

In Richtung Allzeithoch bewegt sich dagegen aktuell der Bund-Future, der mit seinem Freitagsschlusskurs bei 146,50 Prozent nur noch 39 Ticks unter seinem bisherigen Rekordwert von 146,89 Prozent befindet. Enttäuschungen bei wichtigen Konjunturdaten bzw. mögliche Zinssenkungen könnten hier nochmal für Schwung sorgen.

Eine spannende Woche steht somit allen Anlegern ins Haus. Und immer schön vorsichtig bleiben :-)

Vorgaben der Vorwoche

DAX-Schluss: 7.814 Punkte

DAX-Schluss 22:00 Uhr: 7.827 Punkte

MDAX-Schluss: 13.349

Tec-DAX: 920

Euro/US-Dollar: 1,3033

BUND-Future: 146,50

Vorgaben aus Amerika

Dow Jones-Schluss: 14.712

S&P 500: 1.582

NASDAQ Composite: 3.279

NASDAQ 100: 2.840

Vorgaben aus Asien

Nikkei-Index: 13.884

Hang Seng: 22.547

SHANGHAI A INDEX: 2.279

Dow Jones Asia/Pacfic Index: 145,34

 

 

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Quelle: kapitalmarktexperten.de


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