Commerzbank – Schere öffnet sich ungebremst
(Prime Quants) – Die Aktien der Commerzbank verlieren zur Wocheneröffnung weiter an Boden. Mit 0,5 Prozent Kursverlust muss für einen Anteil von der Frankfurter Bank am frühen Nachmittag nur noch 1,30 Euro bezahlt werden.
Der Tagesverlust bei der Commerzbank trifft etwa die Dimensionen des Verlustes, den der DAX am Montag einstecken muss. Die negativen Vorgaben aus der Bankenwelt, vor allem aus Spanien, drücken auf die Kurse. Bei der Commerzbank ist dabei bereits ein Niveau erreicht, wo man sich an den Spruch „Geiz ist geil“ erinnert fühlt. Mit großen Schritten nähert sich das Papier den Tiefstkursen an, die bei 1,12 Euro liegen. So günstig wie momentan war die Commerzbank lange nicht mehr. Allerdings ist noch nicht der Zeitpunkt zum Zugreifen gekommen. Ein Blick in den Kursverlauf zeigt warum. War die Commerzbank bis Mitte Mai noch relativ gleichmäßig gefallen, was an sich nicht gerade ideal für einen Einstieg erscheint, so hat sich die Abwärtsbewegung seit dem etwas beschleunigt. Die Schere zwischen langfristigem Trend und Kurs geht weiter auseinander. Bei der gegenwärtigen Situation scheint auch das stützende Niveau um 1,12 Euro nicht so solide, wie es eigentlich sein sollte.

Ausblick: Die Tiefstkurse bei 1,12 Euro werden entscheidend sein. Halten die Unterstützungen, kann langfristig mit einer Erholung gerechnet werden. Fällt der Kurs jedoch darunter, ist der Weg nach unten frei und das bislang zu verhindernde Schreckgespenst könnte doch noch aus dem Kleiderschrank kommen und die Anleger verängstigen. Dann ist die Gefahr groß, dass die Aktie der Commerzbank doch noch zum Pennystock wird. Halten dagegen die Unterstützungen, könnten wagemutige Anleger den Wiedereinstieg wagen oder auf niedrigem Niveau nachkaufen. Allerdings ist bei der gegenwärtigen finanzpolitischen Lage um die Staatshaushalte äußerst fraglich, wie lange eine deutliche Erholung auf sich warten lassen würde.
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Quelle: PrimeQuants


