Citigroup mit Quartalszahlen: Gegen den Trend
Eben hat mit der Citigroup die nächste US-amerikanische Großbank ihre Quartalsbilanz für das 3. Quartal 2012 vorgelegt. Und anders als die Konkurrenten Wells Fargo und JP Morgan letzten Freitag, die beide die Analystenerwartungen übertraffen, fallen die Zahlen der Citigroup eher ernüchternd aus.
So muss die Citigroup für das abgelaufene dritte Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang von 88 Prozent hinnehmen. Während Wells Fargo und JP Morgan mit Qurtalsgewinne von mehreren Milliarden US-Dollar erzielten, blieben bei der Citigroup unterm Strich gerade mal 468 Mio US-Dollar hängen. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren lag die Citigroup mit 3,8 Milliarden US-Dollar noch im Bereich der Konkurrenz. Der Hauptgrund für die schwachen Zahlen lag aber weniger am operativen Geschäft als vielmehr an Buchverlusten aus Abschreibungen und Neubewertungen. Dagegen hat laut Citigroup-Chef Pandit das Kerngeschäft an Schwung gewonnen.
Damit liegt das Ergebnis je Citigroup-Aktie bei 0,15 US-Dollar (EPS). Wird das Ergebnis allerdings um die Sondereffekte bereinigt, verbleibt ein Gewinn je Aktie von 1,06 US-Dollar, der über den Analystenschätzungen von 0,96 US-Dollar liegt.
Die Umsatzerlöse verringerten sich im 3. Quartal 2012 um rund 33 Prozent auf 13,95 Milliarden US-Dollar.
Das es sich somit beim gemeldeten Gewinneinbruch fast ausschließlich um Sondereffekte, losgelöst vom eigentlichen Kerngeschäft handelt, wissen offensichtlich auch die Investoren entsprechend einzuordnen, denn die Aktie der Citigroup legt aktuell rund 1,5 Prozent auf 36,05 US-Dollar zu.
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Quelle: kapitalmarktexperten.de


