Cash for Clunkers
So langsam scheint sich doch zu bewahrheiten was ich bereits seit Wochen erwarte. Nach dem gestern bereits deutlich schlechter als erwartet ausgefallenem US Einkaufsmanager Index kommt allmählich die Vernunft uns vor allem die Realität an die Börse zurück. Heute dürften die stärker als erwartet angestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an der Wallstreet zum Handelsauftackt für fallende Kurse sorgen. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 26. September auf saisonbereinigter Basis um 17.000 auf 551.000 gestiegen. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten eine Zunahme um nur 5.000 vorhergesagt. Die Daten vom US Arbeitsmarkt sind nach wie vor eine Katastrophe und dementsprechend sollte sich auch das Konsumentenverhalten in den kommenden Monaten entwickeln.
Um 16 Uhr werden wichtige Konjunkturindikatoren und neue Daten zum US-Immobilienmarkt veröffentlicht. Man darf also gespannt sein ob diese den Markt eher positiv überraschen können. ich rechne auch bei der bald beginnenden Berichtssaison eher mit negativen Überraschungen, da die Einmaleffekte nun langsam verpufft sein müssten. Die heute ebenfalls veröffentlichten Zahlen der US Konsumausgaben fielen mit einem Plus von 1,3 Prozent im August weit besser aus als gedacht. Allerdings war dies vornehmlich der US-Verschrottungsprämie für Schrottlauben zu verdanken. Auch dieser Effekt dürfte also ebenfalls – wie bei uns auch – bald wieder verschwinden.der Automobilbranche stehen die ganz harten Zeiten erst noch bevor, was ich ja bereits in meinem gestrigen Bericht schon angedeutet habe.
Und da wäre dann noch die CIT Group bei der sich heute entscheiden soll ob das Unternehmen in die Insolvenz gehen wird. Die Tragweite könnte ähnlich sein wie bei der Pleite des Investmenthauses Lehman Brothers. Die Versrtickungen in den gesamten amerikanischen Mittelstand sind enorm. Es geht um die lächerliche Summe von 30 Milliarden Dollar die die CIT Group umschulden muss. Der Staat will nicht einspringen obwohl er nun durch die Rückzahlungen anderer Finanzinstitute wieder etwas flüssiger sein müsste. man riskiert also erneut seitens der US Regierung einen Dominoeffekt der sich durch alle Branchen ziehen könnte. das dürfte dann auch den gut gemeinten Plan von Obama wieder um Monate oder gar Jahre zurückwerfen, und uns Börsianer und Trader wohl auch…Im richtigen Leben gibt es eben selten wirklich Cash for Clunkers!
Quelle: www.investorsinside.de


