Investment Strategie
wir hatten vor einiger Zeit die Fragestellung:
"Wenn man 100 Aktien zufällig kauft und hält, wie viele Aktien davon sind nach einiger Zeit im Plus und wie viele im Minus?"
Ich habe hier eine Binomial-Verteilung, welche ich für meine Theorie verwendet habe:
Trefferverteilung.jpg 151.11 KBEs werden für ein Depot 100 Aktien zufällig ausgewählt. Die Wahrscheinlichkeit für k Zufallstreffer ist senkrecht angetragen und die Zufallstreffer k waagrecht. Waagrecht entsprechen die Zahlen in Prozent der Trefferquote. Bei 64% Trefferquote (also 64 von 100 Treffern) ist ein visueller Knick im Diagramm, deshalb habe ich unten noch eine Tabelle angehängt.
Ich habe dafür folgende Formel benutzt:
Hier ist noch eine Tabelle mit den genauen Werten:
https://drive.google.com/file/d/1ee3nt5nrLge6_tvRpeTFPzNfLl2G198b/view?usp=sharing
AlexKramer schrieb am 30.05.26:
@DrMabuse@ValueFreak
wir hatten vor einiger Zeit die Fragestellung:
"Wenn man 100 Aktien zufällig kauft und hält, wie viele Aktien davon sind nach einiger Zeit im Plus und wie viele im Minus?"
Ich habe hier eine Binomial-Verteilung, welche ich für meine Theorie verwendet habe:
Trefferverteilung.jpg 151.11 KBEs werden für ein Depot 100 Aktien zufällig ausgewählt. Die Wahrscheinlichkeit für k Zufallstreffer ist senkrecht angetragen und die Zufallstreffer k waagrecht. Waagrecht entsprechen die Zahlen in Prozent der Trefferquote. Bei 64% Trefferquote (also 64 von 100 Treffern) ist ein visueller Knick im Diagramm, deshalb habe ich unten noch eine Tabelle angehängt.
Ich habe dafür folgende Formel benutzt:
Hier ist noch eine Tabelle mit den genauen Werten:
https://drive.google.com/file/d/1ee3nt5nrLge6_tvRpeTFPzNfLl2G198b/view?usp=sharing
@AlexKramer
Ich denke, dass die Beschreibung des "Experiments" unvollständig ist. Zunächst wird die zur Ziehung der Aktien zu nutzende Vielfalt nicht beschrieben. Zum anderen denke ich nicht, dass es eine Invarianz in der Zeit gibt, d.h. es stellt sich die Frage, ob die Ziehung zu einem beliebigen Zeitpunkt für alle erfolgen soll oder ob der jeweils für eine Ziehung gewählte Zeitpunkt egal ist. Dann kommt noch die Zeitspanne dazu, nach der die Auswertung stattfinden soll.
Es gibt viele Anhänger verschiedener Zyklusideen (z.B. Jahreszeiten oder Wirtschaftszyklen) und dann gibt es noch den Aspekt der Teilhabe an speziellen Trends und am langfristigen gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Auch Wechselkurse und Geldentwertung machen sich bemerkbar. Da sollte mich doch sehr wundern, dass sich hier eine so schöne symmetrische Verteilung zur Prognose anbietet.
In der naiven Statistik wird gerne alles als normalverteilt angesehen weil es so am einfachsten geht. Aber in der betrieblichen Qualitätssicherung zeigt sich sehr schnell, dass Zufallsgrößen sehr oft nicht normalverteilt sind und in den Statistikprogrammen gibt es jede Menge unterschiedlicher Verteilungen zur Auswahl. Der Pragmatiker sucht sich dann meist durch Probieren die am besten passende aus, z.B. wenn es um die Verteilung eines Rundlauffehlers oder anderweitig beschränkter Dimensionen geht.
In dem Buch "Fraktale und Finanzen" von Mandelbrot und Hudson wird der Glaube an beherrschbare Statistik in der Finanzwelt einer kritischen Prüfung unterzogen. Leider scheint mir das Buch aber nur zu beschreiben, wie es nicht geht.
ValueFreak schrieb am 30.05.26:
AlexKramer schrieb am 30.05.26:@DrMabuse@ValueFreak
wir hatten vor einiger Zeit die Fragestellung:
"Wenn man 100 Aktien zufällig kauft und hält, wie viele Aktien davon sind nach einiger Zeit im Plus und wie viele im Minus?"
Ich habe hier eine Binomial-Verteilung, welche ich für meine Theorie verwendet habe:Trefferverteilung.jpg 151.11 KB
Es werden für ein Depot 100 Aktien zufällig ausgewählt. Die Wahrscheinlichkeit für k Zufallstreffer ist senkrecht angetragen und die Zufallstreffer k waagrecht. Waagrecht entsprechen die Zahlen in Prozent der Trefferquote. Bei 64% Trefferquote (also 64 von 100 Treffern) ist ein visueller Knick im Diagramm, deshalb habe ich unten noch eine Tabelle angehängt.
Ich habe dafür folgende Formel benutzt:
Hier ist noch eine Tabelle mit den genauen Werten:
https://drive.google.com/file/d/1ee3nt5nrLge6_tvRpeTFPzNfLl2G198b/view?usp=sharing
@AlexKramer
Ich denke, dass die Beschreibung des "Experiments" unvollständig ist. Zunächst wird die zur Ziehung der Aktien zu nutzende Vielfalt nicht beschrieben. Zum anderen denke ich nicht, dass es eine Invarianz in der Zeit gibt, d.h. es stellt sich die Frage, ob die Ziehung zu einem beliebigen Zeitpunkt für alle erfolgen soll oder ob der jeweils für eine Ziehung gewählte Zeitpunkt egal ist. Dann kommt noch die Zeitspanne dazu, nach der die Auswertung stattfinden soll.
Es gibt viele Anhänger verschiedener Zyklusideen (z.B. Jahreszeiten oder Wirtschaftszyklen) und dann gibt es noch den Aspekt der Teilhabe an speziellen Trends und am langfristigen gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Auch Wechselkurse und Geldentwertung machen sich bemerkbar. Da sollte mich doch sehr wundern, dass sich hier eine so schöne symmetrische Verteilung zur Prognose anbietet.
In der naiven Statistik wird gerne alles als normalverteilt angesehen weil es so am einfachsten geht. Aber in der betrieblichen Qualitätssicherung zeigt sich sehr schnell, dass Zufallsgrößen sehr oft nicht normalverteilt sind und in den Statistikprogrammen gibt es jede Menge unterschiedlicher Verteilungen zur Auswahl. Der Pragmatiker sucht sich dann meist durch Probieren die am besten passende aus, z.B. wenn es um die Verteilung eines Rundlauffehlers oder anderweitig beschränkter Dimensionen geht.
In dem Buch "Fraktale und Finanzen" von Mandelbrot und Hudson wird der Glaube an beherrschbare Statistik in der Finanzwelt einer kritischen Prüfung unterzogen. Leider scheint mir das Buch aber nur zu beschreiben, wie es nicht geht.
@ValueFreak
In dem Experiment geht es mir selbst nicht um Genauigkeit, sondern um ein Grundverständnis des Zufalls. Kann schon sein, dass ich ggf. Fehler nicht mit einberechnet habe.
Mit Vielfalt der Aktien meinst du die beobachtete Gesamtzahl, oder was anderes? Da würde ich sagen die Wahrscheinlichkeit pro Teilnehmern (hier: Wahrscheinlichkeit für k Zufallstreffer) multipliziert mit der Gesamtmenge an Teilnehmern (Depots insgesamt) ergibt die Menge an Teilnehmer für jeden Fall. Ich gehe in der Formel von einer Trefferwahrscheinlichkeit von 1/2 aus (entweder steigend oder fallend entsprechend 2 Möglichkeiten).
AlexKramer schrieb am 30.05.26:
ValueFreak schrieb am 30.05.26:AlexKramer schrieb am 30.05.26:@DrMabuse@ValueFreak
wir hatten vor einiger Zeit die Fragestellung:
"Wenn man 100 Aktien zufällig kauft und hält, wie viele Aktien davon sind nach einiger Zeit im Plus und wie viele im Minus?"
Ich habe hier eine Binomial-Verteilung, welche ich für meine Theorie verwendet habe:Trefferverteilung.jpg 151.11 KB
Es werden für ein Depot 100 Aktien zufällig ausgewählt. Die Wahrscheinlichkeit für k Zufallstreffer ist senkrecht angetragen und die Zufallstreffer k waagrecht. Waagrecht entsprechen die Zahlen in Prozent der Trefferquote. Bei 64% Trefferquote (also 64 von 100 Treffern) ist ein visueller Knick im Diagramm, deshalb habe ich unten noch eine Tabelle angehängt.
Ich habe dafür folgende Formel benutzt:
Hier ist noch eine Tabelle mit den genauen Werten:
https://drive.google.com/file/d/1ee3nt5nrLge6_tvRpeTFPzNfLl2G198b/view?usp=sharing
@AlexKramer
Ich denke, dass die Beschreibung des "Experiments" unvollständig ist. Zunächst wird die zur Ziehung der Aktien zu nutzende Vielfalt nicht beschrieben. Zum anderen denke ich nicht, dass es eine Invarianz in der Zeit gibt, d.h. es stellt sich die Frage, ob die Ziehung zu einem beliebigen Zeitpunkt für alle erfolgen soll oder ob der jeweils für eine Ziehung gewählte Zeitpunkt egal ist. Dann kommt noch die Zeitspanne dazu, nach der die Auswertung stattfinden soll.
Es gibt viele Anhänger verschiedener Zyklusideen (z.B. Jahreszeiten oder Wirtschaftszyklen) und dann gibt es noch den Aspekt der Teilhabe an speziellen Trends und am langfristigen gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Auch Wechselkurse und Geldentwertung machen sich bemerkbar. Da sollte mich doch sehr wundern, dass sich hier eine so schöne symmetrische Verteilung zur Prognose anbietet.
In der naiven Statistik wird gerne alles als normalverteilt angesehen weil es so am einfachsten geht. Aber in der betrieblichen Qualitätssicherung zeigt sich sehr schnell, dass Zufallsgrößen sehr oft nicht normalverteilt sind und in den Statistikprogrammen gibt es jede Menge unterschiedlicher Verteilungen zur Auswahl. Der Pragmatiker sucht sich dann meist durch Probieren die am besten passende aus, z.B. wenn es um die Verteilung eines Rundlauffehlers oder anderweitig beschränkter Dimensionen geht.
In dem Buch "Fraktale und Finanzen" von Mandelbrot und Hudson wird der Glaube an beherrschbare Statistik in der Finanzwelt einer kritischen Prüfung unterzogen. Leider scheint mir das Buch aber nur zu beschreiben, wie es nicht geht.
@ValueFreak
In dem Experiment geht es mir selbst nicht um Genauigkeit, sondern um ein Grundverständnis des Zufalls. Kann schon sein, dass ich ggf. Fehler nicht mit einberechnet habe.
Mit Vielfalt der Aktien meinst du die beobachtete Gesamtzahl, oder was anderes? Da würde ich sagen die Wahrscheinlichkeit pro Teilnehmern (hier: Wahrscheinlichkeit für k Zufallstreffer) multipliziert mit der Gesamtmenge an Teilnehmern (Depots insgesamt) ergibt die Menge an Teilnehmer für jeden Fall. Ich gehe in der Formel von einer Trefferwahrscheinlichkeit von 1/2 aus (entweder steigend oder fallend entsprechend 2 Möglichkeiten).
@AlexKramer
Mit der Vielfalt meine ich den ausgewählten Markt (z.B. die Unternehmen im MSCI World), der in der Verifikation von theoretischen Ableitungen verwendet werden soll. Da jedes einzelne Unternehmen da schon eine sehr geringe Trefferwahrscheinlichkeit haben wird, werden z.B. die Schwergewichte des Index eher unwahrscheinlich mit gezogen. In Zeiten großer wirtschaftlicher Konkurrenz und ohne Wirtschaftswachstum wird man dann eher fast nur Nieten ziehen, wenn der Zeitraum für das Experiment nicht sehr groß gewählt wird. Umgekehrt wird es in Boomphasen fast nur positive Ziehungen geben. Es ist also bedeutsam, den Ausdruck "einige Zeit" zu präzisieren. Wenn in Artikeln für Aktien getrommelt wird, fällt ja auf, dass der Beginn der Gewinnsträhne immer in irgendeiner Krisenphase liegt.
London / Zürich, 28. Mai 2026 – UBS, der weltweit größte und einzige globale Vermögensverwalter, hat heute den UBS Global Family Office Report 2026 veröffentlicht. Für den Bericht wurden Family-Office-Kunden von UBS weltweit zu Herausforderungen und Chancen befragt, mit denen sie aktuell konfrontiert sind. Auf Basis der Einschätzungen von 307 Family Offices aus über 30 Märkten mit einem durchschnittlichen Nettovermögen von 2,7 Milliarden US-Dollar zeigt der Bericht: Family Offices setzen zunehmend auf Resilienz, Diversifizierung und langfristige thematische Anlagechancen, um sich auf anhaltende geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit vorzubereiten.
Im gegenwärtigen geopolitischen Umfeld ist es unmöglich, die Börsenentwicklung vorauszuberechnen – mit welchem Modell auch immer. Die globale Staatsschuldenkrise und die KI-Revolution, die alles auf den Kopf stellen wird, kommen noch dazu. Investor Lenny Fischer hat das Ausmaß der dramatischen Umwälzungen, die auf uns zukommen werden, am Beispiel Taiwans und Südkoreas in der "Weltwoche" beschrieben.
DrMabuse schrieb am 31.05.26:
UBS Global Family Office Report 2026: Family Offices setzen auf Resilienz, da geopolitische Risiken und strukturelle Unsicherheiten globale Portfolios neu gestaltenLondon / Zürich, 28. Mai 2026 – UBS, der weltweit größte und einzige globale Vermögensverwalter, hat heute den UBS Global Family Office Report 2026 veröffentlicht. Für den Bericht wurden Family-Office-Kunden von UBS weltweit zu Herausforderungen und Chancen befragt, mit denen sie aktuell konfrontiert sind. Auf Basis der Einschätzungen von 307 Family Offices aus über 30 Märkten mit einem durchschnittlichen Nettovermögen von 2,7 Milliarden US-Dollar zeigt der Bericht: Family Offices setzen zunehmend auf Resilienz, Diversifizierung und langfristige thematische Anlagechancen, um sich auf anhaltende geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit vorzubereiten.
@AlexKramerIm gegenwärtigen geopolitischen Umfeld ist es unmöglich, die Börsenentwicklung vorauszuberechnen – mit welchem Modell auch immer. Die globale Staatsschuldenkrise und die KI-Revolution, die alles auf den Kopf stellen wird, kommen noch dazu. Investor Lenny Fischer hat das Ausmaß der dramatischen Umwälzungen, die auf uns zukommen werden, am Beispiel Taiwans und Südkoreas in der "Weltwoche" beschrieben.
@DrMabuse
Die Original Quellen sind immer noch die besten. Über deinen UBS Link findet man auch den Zugang zum ausführlichen Report
https://www.ubs.com/global/en/wealthmanagement/who-we-serve/family-office-and-uhnw/global-family-office-report-clients/_jcr_content/root/contentarea/mainpar/toplevelgrid_copy/col_1/inner_1639644097/col_1/actionbutton.0385835777.file/PS9jb250ZW50L2RhbS9hc3NldHMvd20vc3RhdGljL2dmby9nbG9iYWwtZmFtaWx5LW9mZmljZS1yZXBvcnQtZW4tMjAyNi5wZGY=/global-family-office-report-en-2026.pdf
Wie hoch wird die Fallhöhe wohl sein? Crash im zweiten Halbjahr?
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/spacex-anthropic-openai-die-fatalen-folgen-der-drei-mega-ipos/
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/spacex-anthropic-openai-die-fatalen-folgen-der-drei-mega-ipos/
Die Cash-Reserven am Seitenrand sind nämlich fast vollständig aufgebraucht, weil Anleger massenhaft in die ohnehin heißgelaufenen KI-Werte strömen. Daten der Bank of America zeigen, dass die Barbestände von Fondsmanagern erstmals seit Februar 2024 unter die Marke von vier Prozent gefallen sind. Das Spiegelbild dieser historischen Cash-Knappheit zeigt sich an den Börsen: Die Kurse eilen von Rekord zu Rekord. Kurz gesagt: Die Investoren sind bereits bis über beide Ohren investiert.
Ich denke, dass es neben den Aktien- auch die Anleihemärkte treffen wird und dass auch die Edelmetallpreise gefährdet sind. Eine besondere Gefahr könnte auch für den traditionell gehebelten Immobilienmarkt entstehen, wenn Haus und Hof für Anteile an SpaceX und Konsorten verwettet werden. Wenn nicht bereits das erste IPO von SpaceX scheitert, könnte das der Stoff für die größte Finanzkrise aller Zeiten werden. Für Jahre wird niemand mehr Geld verleihen oder es kommt mit der Schubkarre.

ValueFreak schrieb am 03.06.26:
Wie hoch wird die Fallhöhe wohl sein? Crash im zweiten Halbjahr?
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/spacex-anthropic-openai-die-fatalen-folgen-der-drei-mega-ipos/Die Cash-Reserven am Seitenrand sind nämlich fast vollständig aufgebraucht, weil Anleger massenhaft in die ohnehin heißgelaufenen KI-Werte strömen. Daten der Bank of America zeigen, dass die Barbestände von Fondsmanagern erstmals seit Februar 2024 unter die Marke von vier Prozent gefallen sind. Das Spiegelbild dieser historischen Cash-Knappheit zeigt sich an den Börsen: Die Kurse eilen von Rekord zu Rekord. Kurz gesagt: Die Investoren sind bereits bis über beide Ohren investiert.Ich denke, dass es neben den Aktien- auch die Anleihemärkte treffen wird und dass auch die Edelmetallpreise gefährdet sind. Eine besondere Gefahr könnte auch für den traditionell gehebelten Immobilienmarkt entstehen, wenn Haus und Hof für Anteile an SpaceX und Konsorten verwettet werden. Wenn nicht bereits das erste IPO von SpaceX scheitert, könnte das der Stoff für die größte Finanzkrise aller Zeiten werden. Für Jahre wird niemand mehr Geld verleihen oder es kommt mit der Schubkarre.
@ValueFreak
Den Bitcoin hat es bereits erwischt:
Diese Entwicklung an den Börsen könnte Bitcoin noch weiter ausbremsen
Es gibt eine interessante Studie von Kai Wu über historische Infrastrukturbooms. Ich hatte sie in dem Morningstar-Artikel "Warum KI-Ausgaben problematisch für Investoren sein könnten" gefunden und bereits in "Branchendiskussionen" verlinkt:
Surviving the AI Capex Boom
Langfristig gesehen haben ähnliche Entwicklungen in der Vergangenheit immer zu Überinvestitionen, übermäßigem Wettbewerb und schlechten Aktienrenditen geführt. Das wird dieses Mal nicht anders sein. Wer geduldig ist, kann demnächst solide defensive Aktien zu guten Einstiegskursen bekommen. Viele sind bereits jetzt preiswert.
Warren Buffett: "Kurzfristig ist der Markt ein Schönheitswettbewerb, langfristig ist er eine Waage."
Die Übermacht der passiven Indexanlagen droht den nächsten Börsencrash auszulösen. Die gigantischen Börsengänge von SpaceX und Anthropic werden zum Testfall für das Finanzsystem...
...Eigentlich ist das passive Investieren eine geniale Erfindung: Der einzelne Anleger spart Kosten, weil kein Fondsmanagement für die Auswahl von Aktien mehr nötig ist. Gleichzeitig hat der Trend den Aufstieg einer neuen Finanzindustrie ermöglicht: Die weltgrösste Investmentfirma Blackrock verwaltet inzwischen ein Kapital von 14 Billionen Dollar, den Löwenanteil via Indexanlagen.
Doch irgendwann frisst die Revolution ihre Kinder. Denn logischerweise können nicht 100 Prozent der Anlagen nach passiven Kriterien investiert werden. Sobald niemand mehr da ist, der aktiv die Finanzdaten der einzelnen Aktien bewertet, versagt die Preisbildung am Markt. Es ist ein klassisches Trittbrettfahrerproblem: Für den einzelnen Investor lohnt sich das passive Anlegen nur dann, wenn andere – nämlich die aktiven Investoren – für einen funktionierenden Markt sorgen...
...Das unsichere Umfeld verstärkt das Risiko der SpaceX-Aktionäre zusätzlich. Der Iran-Krieg treibt die Inflation und die Zinsen nach oben, was Investitionen bremst. Die rekordhohe Verschuldung der Staaten untergräbt ebenfalls die Stabilität der Finanzmärkte.
Die Harvard-Ökonomin Gita Gopinath warnte kürzlich davor, dass ein künftiger Crash im Vergleich zur Internetblase des Jahres 2000 ein Vielfaches an Wert vernichten würde. Sie nannte den Betrag von bis zu 35 Billionen Dollar. Denn die privaten Haushalte seien heute viel stärker an der Börse engagiert. Zudem würden die Indexanlagen nicht nur die Aufwärtsspirale anheizen, sondern umgekehrt genauso den Absturz.
Auch für hiesige Investoren stehen riesige Summen auf dem Spiel. Allein die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält Aktien der Magnificent Seven im Wert von 70 bis 80 Milliarden Dollar – schon nur bei Nvidia sind es knapp 20 Milliarden. Weil die SNB fast ausschliesslich passiv investiert, dürfte sie nun ebenso SpaceX-Aktien für mehrere Milliarden erwerben.
Stark exponiert sind zudem die Altersguthaben in der beruflichen Vorsorge. Die Schweizer Pensionskassen, die zum grossen Teil in Indexprodukte investieren, besitzen amerikanische Tech-Aktien im Umfang von weit über 50 Milliarden Dollar. Die passive Anlagestrategie sorgt also dafür, dass Elon Musk schon bald auf die Vorsorgegelder der Schweizer Erwerbstätigen zählen kann, die ihm seine Raketenträume finanzieren...
...Diese wachsende Dominanz der Mega-Caps aus dem KI-Sektor verdeutlicht eine grundsätzliche Gefahr: Für die Anleger entsteht ein Klumpenrisiko. Allein die Magnificent Seven machen inzwischen über einen Drittel des Börsenindexes S&P 500 aus. Endet die KI-Euphorie, so reissen ein paar wenige Aktien den gesamten Markt nach unten. Dasselbe geschah während der Finanzkrise 2008: Durch den damaligen Crash schrumpfte das Gewicht des Bankensektors im S&P 500 von einem Viertel auf unter 10 Prozent.
Die Japan-Blase hatte ebenfalls zu einem Klumpenrisiko geführt. Auf dem Höhepunkt 1990 erreichte die japanische Börse einen Anteil von 44 Prozent am Weltaktienindex MSCI World. Heute sind es noch magere 6 Prozent. Im Gegenzug hat sich das Gewicht der USA im Index auf heute 70 Prozent verdoppelt.
Anleger, die sich strikt an die Marktkapitalisierung halten, machen diese Verwerfungen eins zu eins mit. Trotzdem ist es für die meisten Bankberater und Vermögensverwalter lukrativer, dem Herdentrieb zu folgen, anstatt sich dagegen aufzulehnen...
...Ob die Märkte heute vor einer ähnlichen Zäsur stehen, ist schwer zu prognostizieren. Im Fall von SpaceX allerdings machen zwei Dinge hellhörig: Erstens hat Elon Musk das Prinzip gekippt, wonach alle Aktionäre gleich viel Einfluss haben sollen. Stattdessen erhält er spezielle Aktien mit dem zehnfachen Stimmrecht. Damit behält er auch nach der Publikumsöffnung die uneingeschränkte Macht.
Ein zweiter heikler Aspekt betrifft das Verhalten der Indexanbieter, wie Nasdaq oder S&P Global. Ihre Kriterien für die Aufnahme in den Index haben sie eigens für SpaceX gelockert. So haben sie die Wartefrist verkürzt und die Hürden beim Free Float (dem Anteil der frei handelbaren Aktien) gesenkt. Gekippt wurde ebenso die Regel, dass eine Firma Gewinne erzielen muss, um in den S&P 500 zu gelangen.
DrMabuse schrieb am 03.06.26:
Elon Musk bekommt bald Milliarden aus unseren Vorsorgewerken: Wenn die KI-Blase platzt, kann sich niemand vor den Verlusten schützenDie Übermacht der passiven Indexanlagen droht den nächsten Börsencrash auszulösen. Die gigantischen Börsengänge von SpaceX und Anthropic werden zum Testfall für das Finanzsystem...
...Eigentlich ist das passive Investieren eine geniale Erfindung: Der einzelne Anleger spart Kosten, weil kein Fondsmanagement für die Auswahl von Aktien mehr nötig ist. Gleichzeitig hat der Trend den Aufstieg einer neuen Finanzindustrie ermöglicht: Die weltgrösste Investmentfirma Blackrock verwaltet inzwischen ein Kapital von 14 Billionen Dollar, den Löwenanteil via Indexanlagen.
Doch irgendwann frisst die Revolution ihre Kinder. Denn logischerweise können nicht 100 Prozent der Anlagen nach passiven Kriterien investiert werden. Sobald niemand mehr da ist, der aktiv die Finanzdaten der einzelnen Aktien bewertet, versagt die Preisbildung am Markt. Es ist ein klassisches Trittbrettfahrerproblem: Für den einzelnen Investor lohnt sich das passive Anlegen nur dann, wenn andere – nämlich die aktiven Investoren – für einen funktionierenden Markt sorgen...
...Das unsichere Umfeld verstärkt das Risiko der SpaceX-Aktionäre zusätzlich. Der Iran-Krieg treibt die Inflation und die Zinsen nach oben, was Investitionen bremst. Die rekordhohe Verschuldung der Staaten untergräbt ebenfalls die Stabilität der Finanzmärkte.
Die Harvard-Ökonomin Gita Gopinath warnte kürzlich davor, dass ein künftiger Crash im Vergleich zur Internetblase des Jahres 2000 ein Vielfaches an Wert vernichten würde. Sie nannte den Betrag von bis zu 35 Billionen Dollar. Denn die privaten Haushalte seien heute viel stärker an der Börse engagiert. Zudem würden die Indexanlagen nicht nur die Aufwärtsspirale anheizen, sondern umgekehrt genauso den Absturz.
Auch für hiesige Investoren stehen riesige Summen auf dem Spiel. Allein die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält Aktien der Magnificent Seven im Wert von 70 bis 80 Milliarden Dollar – schon nur bei Nvidia sind es knapp 20 Milliarden. Weil die SNB fast ausschliesslich passiv investiert, dürfte sie nun ebenso SpaceX-Aktien für mehrere Milliarden erwerben.
Stark exponiert sind zudem die Altersguthaben in der beruflichen Vorsorge. Die Schweizer Pensionskassen, die zum grossen Teil in Indexprodukte investieren, besitzen amerikanische Tech-Aktien im Umfang von weit über 50 Milliarden Dollar. Die passive Anlagestrategie sorgt also dafür, dass Elon Musk schon bald auf die Vorsorgegelder der Schweizer Erwerbstätigen zählen kann, die ihm seine Raketenträume finanzieren...
...Diese wachsende Dominanz der Mega-Caps aus dem KI-Sektor verdeutlicht eine grundsätzliche Gefahr: Für die Anleger entsteht ein Klumpenrisiko. Allein die Magnificent Seven machen inzwischen über einen Drittel des Börsenindexes S&P 500 aus. Endet die KI-Euphorie, so reissen ein paar wenige Aktien den gesamten Markt nach unten. Dasselbe geschah während der Finanzkrise 2008: Durch den damaligen Crash schrumpfte das Gewicht des Bankensektors im S&P 500 von einem Viertel auf unter 10 Prozent.
Die Japan-Blase hatte ebenfalls zu einem Klumpenrisiko geführt. Auf dem Höhepunkt 1990 erreichte die japanische Börse einen Anteil von 44 Prozent am Weltaktienindex MSCI World. Heute sind es noch magere 6 Prozent. Im Gegenzug hat sich das Gewicht der USA im Index auf heute 70 Prozent verdoppelt.
Anleger, die sich strikt an die Marktkapitalisierung halten, machen diese Verwerfungen eins zu eins mit. Trotzdem ist es für die meisten Bankberater und Vermögensverwalter lukrativer, dem Herdentrieb zu folgen, anstatt sich dagegen aufzulehnen...
...Ob die Märkte heute vor einer ähnlichen Zäsur stehen, ist schwer zu prognostizieren. Im Fall von SpaceX allerdings machen zwei Dinge hellhörig: Erstens hat Elon Musk das Prinzip gekippt, wonach alle Aktionäre gleich viel Einfluss haben sollen. Stattdessen erhält er spezielle Aktien mit dem zehnfachen Stimmrecht. Damit behält er auch nach der Publikumsöffnung die uneingeschränkte Macht.
Ein zweiter heikler Aspekt betrifft das Verhalten der Indexanbieter, wie Nasdaq oder S&P Global. Ihre Kriterien für die Aufnahme in den Index haben sie eigens für SpaceX gelockert. So haben sie die Wartefrist verkürzt und die Hürden beim Free Float (dem Anteil der frei handelbaren Aktien) gesenkt. Gekippt wurde ebenso die Regel, dass eine Firma Gewinne erzielen muss, um in den S&P 500 zu gelangen.
@DrMabuse
Im Zusammenhang mit den Regeländerungen könnte man fast schon sagen, dass hier mit gezinkten Karten gespielt wird. Wenn die Indexanbieter beim Zeichnen nicht ausreichend Aktien bekommen, wird schon der erste Squeeze eingeleitet. Das müsste eigentlich auf die Agenda der SEC kommen.
«Ich werde SpaceX nicht kaufen»: Investor Lenny Fischer über den KI-Hype und die sozialistische GenZ

Update: Schlappe für SpaceX-Aktie: Keine schnelle Aufnahme in den S&P 500 möglich

Update: Schlappe für SpaceX-Aktie: Keine schnelle Aufnahme in den S&P 500 möglich
• Diskussion über schnelle Indexaufnahme der SpaceX-Aktie nach Rekord-Börsengang
• S&P 500 bleibt strikt konservativ und erteilt Absage
• NASDAQ 100 mit "Fast Track" für Mega-Caps schon kurz nach IPO...
...Die eigentliche Bedeutung der Diskussion um die Indexaufnahme der SpaceX-Aktie liegt jedoch weniger in der Regeltechnik als in den Kapitalströmen, die diese auslösen würde. In einer Welt, in der ein großer Teil der Anleger passiv über ETFs in den globalen Aktienmarkt investiert, ist die Aufnahme in einen Index nicht nur ein symbolischer Akt, sondern ein automatisierter Nachfrageimpuls.





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