Rio Tinto plc diskutieren
Rio Tinto plc
WKN: 852147 / Symbol: RTPPF / Name: Rio Tinto / Aktie / Metalle & Bergbau / Large Cap /
71,87 €
1,28 %
Buy mit Kursziel 71,0
Die Aktien von Glencore steigen im Londoner Handel zeitweise um 9,78 auf 4,53 Pfund, Rio Tinto geben derweil 2,24 Prozent auf 60,55 Pfund ab. Analyst Derren Nathan von der britischen Investmentfirma Hargreaves Lansdown begründete die Verluste von Rio Tinto mit Bedenken der Anleger. Eine Fusion garantiere keineswegs, für die Aktionäre Wert zu schaffen. Die Struktur eines möglichen Zusammenschlusses sei unklar, wäre aber wahrscheinlich komplex, schrieb Christopher LaFemina vom Analysehaus Jefferies. Er glaube jedoch, dass es einen Weg gäbe, um für beide Rohstoffkonzerne erheblichen Mehrwert zu schaffen.
RBC-Analyst Ben Davis geht ebenfalls von Vorteilen für beide Rohstoffkonzerne aus, da Rio Tinto das benötigte Kupfer erhalten würde. Der Eisenerzbereich werde dagegen im Vergleich weniger groß. Glencore könnte dagegen Werte für seine Aktionäre freisetzen. Der Experte geht davon aus, dass Glencore verkaufsbereit ist. Davis sieht in einem Zusammengehen jedoch auch finanzielle und operative Risiken. Der Bereich Kohle und das Marketing seien die Knackpunkte. Wettbewerber BHP dürfte der Schaffung eines neuen Champions zudem kaum tatenlos zusehen und könnte mit einem eigenen Gebot dazwischen funken.
Weltweit bewegen sich viele Rohstoffpreise, insbesondere diejenigen von Metallen wie Gold, Silber und dem Industriemetall Kupfer, auf Rekordniveau. Vor allem die Jagd auf Kupfer krempelt derzeit die Branche um. In dieser Woche stieg der Kupferpreis bei über 13.300 US-Dollar je Tonne auf ein Rekordhoch. Laut Analysten droht in den kommenden Jahren bis 2040 eine spürbare Knappheit bei dem Metall.
Ich habe heute aus dem Wikifolio verkauft. Bei Übernahmen solcher Dimensionen ist oft Größenwahnsinn im Spiel!
Der Bergbaukonzern BHP Group plant einem Agenturbericht zufolge derzeit kein Angebot für den Schweizer Rohstoffkonzern Glencore.
Was macht Glencore für Rio Tinto so interessant?
Kupfer ist begehrt und teuer wie nie: Glencore baut darauf, dass die Euphorie anhält
Kupfer ist begehrt und teuer wie nie: Glencore baut darauf, dass die Euphorie anhält
Rekordpreise für Kupfer beflügeln Glencore. Der Schweizer Rohstoffriese investiert Milliarden, um mehr zu fördern. Aber das braucht Zeit...
...Noch hält der Glaube. Der Preis von Kupfer, einem der wichtigsten Industriemetalle, ist 2025 an der Londoner Rohwarenbörse LME stark gestiegen. Zu Beginn des Jahres lag er bei 9000 Dollar pro Tonne – und kletterte kurz vor Weihnachten auf über 12 000 Dollar. Kupfer ist so teuer wie nie. Und begehrt: Es steckt in Kabeln, Elektronik, Elektroautos, Rohren, Maschinen und Datenzentren.
Damit hat Gary Nagle gute Chancen, Recht zu behalten. Der Glencore-CEO stellte Finanzanalysten Anfang Dezember an einem Investorentag einen Kupferpreis von 13 000 Dollar in Aussicht. Zugleich kündigte er Pläne an, die Kupferförderung primär in bestehenden Minen stark auszuweiten. Glencore will so zum weltgrössten Produzenten aufsteigen. Der Ausstoss der Minen, die vor allem in Argentinien, Peru und Chile liegen, soll sich beinahe verdoppeln: von 850 000 Tonnen im Jahr 2025 auf jährlich 1,6 Millionen Tonnen bis 2035.
Die Kupferwelle trägt auch Glencores Aktien. Im April hatten sie an der Londoner Börse noch den tiefsten Wert seit Anfang 2021 markiert. Seither resultierte ein Plus von 76 Prozent auf über 4 Pfund je Valor. Damit sind die Titel zwar noch deutlich vom 2023 erreichten Hoch von 5.76 Pfund entfernt. Aber Glencore hat wieder eine Börsen-Story, die Anleger anzieht.
Anleger hatten eine solche Story schmerzlich vermisst. Bis vor wenigen Monaten wurde Glencore nicht primär mit sexy Kupfer assoziiert, sondern mit Kohle, einem vermeintlichen Rohstoffrelikt der Vergangenheit. Der Hintergrund: Im Jahr 2023 wollte Glencore den kanadischen Bergbauriesen Teck übernehmen. Teck wehrte ab, verkaufte Glencore aber seine Förderung von Kokskohle, die zur Produktion von Stahl verwendet wird.
Später wollte Glencore dieses Kohlegeschäft abspalten, inklusive der eigenen Produktion von Kohle, die in Kraftwerken zur Stromerzeugung verbrannt wird. Aber das untersagten die Aktionäre im Sommer 2024, weil die Sparte verlässlich Geld in die Kasse brachte. So ist Glencore weiterhin einer der weltgrössten Kohleförderer – und möchte daran trotz der Kupferoffensive festhalten. Er sei von einer bleibenden Nachfrage überzeugt, versicherte der CEO Nagle.
Doch 2024 ist der Kohlepreis stark gesunken. Das hinterliess Spuren: Glencore machte in jenem Jahr einen Verlust von 1,6 Milliarden Dollar. Auch im ersten Halbjahr 2025 war der Konzern mit 655 Millionen Dollar in den roten Zahlen. Glencore hat ein Sparprogramm lanciert.
Im Verhältnis zum Umsatz muten die Verluste wie Peanuts an: Glencores Verkäufe erreichten 2024 knapp 231 Milliarden Dollar. Davon entfiel der überwältigende Teil auf den Handel mit Rohstoffen und deutlich weniger auf den Verkauf der eigenen Minenproduktion. Aber die Margen im Handel sind hauchdünn – und der eigene Bergbau deutlich rentabler. Daher rührt die Aktieneuphorie über Glencores Pläne, die Kupferproduktion zu steigern.
Kommt hinzu, dass der Kupfermarkt unter Stress steht. 2026 werde das Jahr, in dem es zu Engpässen komme, erwartet die UBS. Einerseits bleibt die Nachfrage aufgrund der fortschreitenden Elektrifizierung hoch, andererseits stockt der Abbau in vielen Minen – unter anderem wegen technischer Probleme und Umwelteinflüssen, zum Beispiel Wassermangel. Auch nimmt die Qualität des geförderten Kupfers ab. Die Internationale Energieagentur (IEA) befürchtet, dass das Angebot im Jahr 2035 um 30 Prozent hinter der Nachfrage zurückbleiben könnte.
DrMabuse schrieb am 13.01.26:
BHP plant wohl keinen Einstieg bei GlencoreDer Bergbaukonzern BHP Group plant einem Agenturbericht zufolge derzeit kein Angebot für den Schweizer Rohstoffkonzern Glencore.
Was macht Glencore für Rio Tinto so interessant?
Kupfer ist begehrt und teuer wie nie: Glencore baut darauf, dass die Euphorie anhältRekordpreise für Kupfer beflügeln Glencore. Der Schweizer Rohstoffriese investiert Milliarden, um mehr zu fördern. Aber das braucht Zeit...
...Noch hält der Glaube. Der Preis von Kupfer, einem der wichtigsten Industriemetalle, ist 2025 an der Londoner Rohwarenbörse LME stark gestiegen. Zu Beginn des Jahres lag er bei 9000 Dollar pro Tonne – und kletterte kurz vor Weihnachten auf über 12 000 Dollar. Kupfer ist so teuer wie nie. Und begehrt: Es steckt in Kabeln, Elektronik, Elektroautos, Rohren, Maschinen und Datenzentren.
Damit hat Gary Nagle gute Chancen, Recht zu behalten. Der Glencore-CEO stellte Finanzanalysten Anfang Dezember an einem Investorentag einen Kupferpreis von 13 000 Dollar in Aussicht. Zugleich kündigte er Pläne an, die Kupferförderung primär in bestehenden Minen stark auszuweiten. Glencore will so zum weltgrössten Produzenten aufsteigen. Der Ausstoss der Minen, die vor allem in Argentinien, Peru und Chile liegen, soll sich beinahe verdoppeln: von 850 000 Tonnen im Jahr 2025 auf jährlich 1,6 Millionen Tonnen bis 2035.
Die Kupferwelle trägt auch Glencores Aktien. Im April hatten sie an der Londoner Börse noch den tiefsten Wert seit Anfang 2021 markiert. Seither resultierte ein Plus von 76 Prozent auf über 4 Pfund je Valor. Damit sind die Titel zwar noch deutlich vom 2023 erreichten Hoch von 5.76 Pfund entfernt. Aber Glencore hat wieder eine Börsen-Story, die Anleger anzieht.
Anleger hatten eine solche Story schmerzlich vermisst. Bis vor wenigen Monaten wurde Glencore nicht primär mit sexy Kupfer assoziiert, sondern mit Kohle, einem vermeintlichen Rohstoffrelikt der Vergangenheit. Der Hintergrund: Im Jahr 2023 wollte Glencore den kanadischen Bergbauriesen Teck übernehmen. Teck wehrte ab, verkaufte Glencore aber seine Förderung von Kokskohle, die zur Produktion von Stahl verwendet wird.
Später wollte Glencore dieses Kohlegeschäft abspalten, inklusive der eigenen Produktion von Kohle, die in Kraftwerken zur Stromerzeugung verbrannt wird. Aber das untersagten die Aktionäre im Sommer 2024, weil die Sparte verlässlich Geld in die Kasse brachte. So ist Glencore weiterhin einer der weltgrössten Kohleförderer – und möchte daran trotz der Kupferoffensive festhalten. Er sei von einer bleibenden Nachfrage überzeugt, versicherte der CEO Nagle.
Doch 2024 ist der Kohlepreis stark gesunken. Das hinterliess Spuren: Glencore machte in jenem Jahr einen Verlust von 1,6 Milliarden Dollar. Auch im ersten Halbjahr 2025 war der Konzern mit 655 Millionen Dollar in den roten Zahlen. Glencore hat ein Sparprogramm lanciert.
Im Verhältnis zum Umsatz muten die Verluste wie Peanuts an: Glencores Verkäufe erreichten 2024 knapp 231 Milliarden Dollar. Davon entfiel der überwältigende Teil auf den Handel mit Rohstoffen und deutlich weniger auf den Verkauf der eigenen Minenproduktion. Aber die Margen im Handel sind hauchdünn – und der eigene Bergbau deutlich rentabler. Daher rührt die Aktieneuphorie über Glencores Pläne, die Kupferproduktion zu steigern.
Kommt hinzu, dass der Kupfermarkt unter Stress steht. 2026 werde das Jahr, in dem es zu Engpässen komme, erwartet die UBS. Einerseits bleibt die Nachfrage aufgrund der fortschreitenden Elektrifizierung hoch, andererseits stockt der Abbau in vielen Minen – unter anderem wegen technischer Probleme und Umwelteinflüssen, zum Beispiel Wassermangel. Auch nimmt die Qualität des geförderten Kupfers ab. Die Internationale Energieagentur (IEA) befürchtet, dass das Angebot im Jahr 2035 um 30 Prozent hinter der Nachfrage zurückbleiben könnte.
@DrMabuse @BUY Rio Tinto plc
Auf die Schnelle habe ich mal ein paar Bergbauwerte zusammengestellt. Wer auf Kupferknappheit spekulieren will sollte eher auf Unternehmen setzen, die einen stärkeren Fokus auf Kupfer haben. Hier ist die Liste, die die 52 Wochen Performance und auch die Entwicklung seit Ende 2023 zeigt (Kurse in EUR, Börse Frankfurt):
Die Kupferproduzenten profitieren in der Regel auch von den hohen Edelmetallpreisen, da z.B. Gold und Silber als Nebenprodukte anfallen. Bei Nickelproduzenten wie Vale und BHP fallen PGMs als Nebenprodukte an. Investieren in Rohstoffaktien ist immer mit hohem Risiko verbunden, da sich die Gewinne zyklisch verhalten. Andererseits sind die Dividenden in der Regel hoch - die sind in der gezeigten Performance nicht enthalten.
Wenn die Bauwirtschaft wieder anzieht, wird auch der Bedarf an Kupfer nochmals größer.







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