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Erstellt von DrMabuse 

Klima

DrMabuse schrieb am 23.06.26: 
Lauterbach sagt mal wieder Massensterben voraus 
Karl Lauterbach ist wieder im Alarmmodus. Der frühere Gesundheitsminister warnt vor vielen Toten durch die Hitzewelle – und stempelt Kritiker einmal mehr als „rechte Schwurbler“ ab. 

Ertrunkene Hitzetote? | Grenzen des Wissens

@DrMabuse

Wahlen gewinnen mit Hitzewelle - ob das Konzept aufgeht? Als Mediziner kann er natürlich Ratschläge äußern.

Die Weltbank hat der überaus mächtigen und gut vernetzten „Grün“-Bewegung gerade einen weiteren Schlag versetzt.

Diese Woche gab die Weltbank bekannt, dass sie ihre Pläne aufgibt, fast die Hälfte ihrer Kreditvergabekapazität für klimabezogene Projekte einzusetzen...

...Dies geschah, nachdem die Trump-Regierung die Weltbank dafür kritisiert hatte, sich übermäßig auf das zu konzentrieren, was im Grunde genommen nur klimapolitisches „Virtue Signaling“ sei, ohne dabei für greifbare wirtschaftliche Entwicklung zu sorgen, wie es ihre Satzung vorschreibt. Die Weltbank wurde gegründet, um Armut zu bekämpfen, und nicht, um der Klima-Verrücktheit westlicher Eliten nachzugeben.

Die meisten Gebäude in Norilsk stehen auf Pfählen, die zehn bis dreißig Meter tief in den gefrorenen Boden getrieben sind. Diese Bauweise soll in Permafrostgebieten verhindern, dass Bauwerke bei Temperaturschwankungen absacken. Sie funktioniert jedoch nur, solange der umgebende Boden seine Tragfähigkeit behält, solange das Eis ihn hält. Die Probleme beginnen schon mit Eisverlusten und vermehrten Wasserbewegungen im Erdreich.
Das Beispiel zeigt, wie teuer Anpassungen an Klimaveränderungen sein können. Andererseits gibt es keine Chancen, den Klimawandel mit regionalen Maßnahmen zu stoppen. 

Reaktorabschaltungen in Ungarn und Rumänien - der heiße und trockene Sommer fordert seinen Tribut
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Osteuropaeische-Atomkraftwerke-versagen-in-der-Hitze-id31150272.html
Batterie gepufferte Solarstromerzeugung wird wohl künftig Priorität erhalten. Ein weiteres Abschmelzen der Alpengletscher wird die Donau in künftigen Jahren noch stärker belasten. 

Erhebliche Beeinträchtigung der Rhein-Schifffahrt durch Niedrigwasser
https://www.youtube.com/watch?v=kOQm3-x41VU
Noch stärker als Nordrhein-Westfalen dürften Standorte betroffen sein, die auf die Schiffahrt auf dem Mittelrhein angewiesen sind. Dazu gehören die wichtigen Wirtschaftsregionen Rhein/Main und Rhein/Neckar. Auch die Rheinpegel dürften unter dem Rückgang der Alpengletscher leiden.
Die beiden Mittelrhein-Bahnstrecken sind leider auch nicht im besten Zustand, wie das folgende YouTube Video eines Bahn Fans zeigt
https://www.youtube.com/watch?v=NYudLkmD50A
Vor 5 Jahren hatte ein Felssturz die rechtsrheinische Strecke für mehrere Wochen komplett blockiert
https://www.youtube.com/watch?v=D9a0pRXV91U

Wegen Niedrigwasser musste das ungarische Kernkraftwerk Paks abgeschaltet werden. Ökonomin Claudia Kemfert leitet daraus ab, dass auch Atomkraft wetterabhängig sei. Doch sie irrt – denn es gibt längst andere Lösungen.

Der Wassermangel der Donau ist aktuell Wasser auf den Mühlen deutscher Atomkraftgegner: Ungarns einziges Kernkraftwerk muss mangels Kühlwasser in diesen Tagen abgeschaltet werden. Die Regierung in Budapest lässt schon landesweit Strom rationieren und Fabriken die Produktion drosseln.

Bedeutet der Klimawandel etwa das Todesurteil für die Kernenergie? Auch in Rumänien und Frankreich mussten in den vergangenen Tagen und Wochen schließlich immer wieder AKW gedrosselt werden, damit das in die Flüsse zurückgeleitete Kühlwasser die Temperaturen nicht über die für Flora und Fauna verträglichen Werte treibt.

„Das ist mehr als ein technisches Problem“, glaubt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die auch Energiepolitik an der Leuphana Universität Lüneburg lehrt. Die „nukleare Hitzeflaute entlarvt einen Kurzschluss in der Energiedebatte: Nicht nur Wind und Sonne sind wetterabhängig. Atom-, Gas- und Kohlekraftwerke sind es ebenfalls.“

Doch hier irrt Kemfert womöglich: Die hitzebedingte Auszeit für Kraftwerke ist aus Sicht von Fachleuten ausschließlich ein technisches Problem. Es betrifft nur ältere Stromerzeuger, die an Flüssen liegen und mit Durchlaufkühlung arbeiten. Alle anderen haben Kühltürme.

„Solche Anlagen werden heutzutage in Europa wohl nirgendwo mehr genehmigt, auch in Frankreich nicht“, sagt Wolfgang Czolkoss, Experte für Kraftwerkskühlung beim Technikverband der Kraftwerksbetreiber VGBE in Essen. „Mit Kühltürmen gäbe es solche Probleme wie jetzt in Ungarn und vereinzelt in Frankreich überhaupt nicht.“

Michael Prasser, langjähriger Kernkraft-Experte an der renommierten Schweizer Technik-Hochschule ETH Zürich, sieht es ähnlich: Das ungarische Kernkraftwerk Paks nach russischer Bauart habe mit der Durchlaufkühlung einen veralteten Ansatz gewählt: „Kühlprobleme in trockenen Sommern sind nicht das Ende der Kernenergie, sondern das sich abzeichnende Ende der Kühlung mit Flusswasser.“ Gehe es um den Klimawandel, sei „Kernkraft nicht das Problem, sondern Teil der Lösung“.

In Atomkraftwerken wird mit viel Hitze Dampf erzeugt, der zwecks Stromerzeugung durch Generatoren fließt: Die Abwärme und entsprechend der Kühlbedarf ist enorm: Bei einem Kraftwerk mit 1000 Megawatt elektrischer Leistung fallen noch einmal 2000 Megawatt thermische Leistung an. In Tschechien und in der Schweiz werden mit der Restwärme von Atomkraftwerken sehr effizient Fernwärme-Netze gespeist.

Doch weil Kernkraftwerke meist nicht unmittelbar im Einzugsgebiet großer Städte liegen, bleibt diese Abwärme-Nutzung bislang noch eine Nischenanwendung. Fachleute rechnen zwar damit, dass die neue Generation von Kleinstkraftwerken (Small Modular Reactor, SMR) näher an die Städte heranrücken und damit auch Fernwärme-Lieferanten werden. Bis es so weit ist, müssen die meisten Kernkraftwerke ihre Überschusswärme aber ungenutzt freisetzen.

Die Durchflusskühlung ist dabei das billigste Mittel der Wahl. Doch haben die russischen AKW-Konstrukteure in Ungarn die Einfluss-Rohre nicht tief genug verlegt. Offensichtlich eine Fehlplanung: Das bulgarische Kernkraftwerk Kosloduj liegt ebenfalls an der Donau und hat keine Probleme mit der Kühlwasser-Entnahme.

Das Problem sinkender Pegelstände war den Betreibern allerdings bekannt. Sowohl in Rumänien als auch in Ungarn wurden bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet. Vor dem rumänischen AKW Cernavodă wurde der Wasserzufluss mit Baggerarbeiten und dem Sprengen von Felsen verbessert.

Laut einem aktuellen Bericht der Internationalen Atomenergie-Agentur IAEA experimentierten die Betreiber des ungarischen AKW Paks bereits mit „schwimmenden Pumpstationen“, praktisch Flößen, die auch bei sinkendem Wasserstand noch die Entnahme von Kühlwasser erlauben.

Doch Kernkraftwerke mit Durchflusskühlung sind längst die Ausnahme. Die meisten – auch die abgeschalteten deutschen AKW – sind und waren mit Kühltürmen ausgestattet. Die Vorteile beschreibt ETH-Experte Prasser anhand von zwei Daten: Wasserbedarf eines AKW mit Durchflusskühlung: 50 Kubikmeter pro Sekunde. Wasserbedarf eines Kraftwerks mit Kühlturm: 1 Kubikmeter pro Sekunde.

Ungarns Problem mit der nuklearen Hitzeflaute wäre keins, hätte man das AKW Paks mit Kühltürmen versehen. Auf die Donau als Kühlmittel-Lieferant wären die Betreiber nicht mehr angewiesen.

Solche Nachrüstungen sind in dem auf viele Jahrzehnte angelegten Betrieb von Kernkraftwerken auch üblich. Der Verein Kerntechnik Deutschland (KernD) verweist auf das stillgelegte deutsche Kernkraftwerk Isar 2: „Obwohl zur Kühlung große Wassermengen im Kreislauf bewegt wurden, lag die effektive Wasserentnahme aus der Isar bei lediglich rund 0,7 Kubikmetern pro Sekunde.“ Dies zeige, „dass leistungsfähige Kühlsysteme den Wasserbedarf eines Kernkraftwerks erheblich reduzieren und selbst bei hoher thermischer Leistung mit einer sehr geringen Wasserentnahme aus dem Gewässer auskommen.“