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Erstellt von AlexKramer 

Die Intelligenztheorie nach Alexander Kramer

Kolumne: Wie man den Markt „liest“ – eine Gebrauchsanleitung für die Intelligenztheorie

Es gibt Menschen, die schauen auf Aktienkurse wie andere auf Wetterkarten: Wolken, Sonne, ein bisschen Wind – und am Ende entscheidet doch das Gefühl. Und dann gibt es Theorien, die sagen: Schluss mit Bauchgefühl, her mit System. Genau hier setzt die Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse an. Sie will Märkte nicht erraten, sondern vermessen. Nicht hoffen, sondern rechnen. Klingt kühl? Vielleicht. Aber in der Praxis liest sie sich eher wie eine Gebrauchsanleitung für strategisches Denken.

Stellen wir uns also vor, Sie sitzen morgens mit einem Kaffee vor dem Chart einer Aktie. Was tun?

Erster Schritt: Daten sammeln statt Orakel befragen.
Bevor irgendeine Zahl berechnet wird, braucht die Theorie Futter: historische Kurse, am besten sauber in Zeitabschnitte zerlegt – Jahre, Monate oder Wochen. Jede Periode bekommt ein klares Urteil: gestiegen oder gefallen. Keine Grauzonen. Märkte mögen emotional sein, die Tabelle nicht.

Zweiter Schritt: Wie oft gewinnt die Aktie eigentlich?
In der sogenannten bewertungsorientierten Analyse wird gezählt. Wie viele grüne Kerzen? Wie viele rote? Daraus entstehen Kennzahlen wie die Trefferquote – also die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zeitraum positiv endet – und die „Intelligenz“, die ausdrückt, ob ein Wertpapier statistisch eher nach oben oder unten tendiert. Das ist kein philosophischer Begriff, sondern ein nüchterner Erwartungswert. Plus heißt bullisch, Minus heißt bärisch. So simpel. So gnadenlos.

Dritter Schritt: Nicht nur zählen, sondern wiegen.
Denn zehn kleine Gewinne sind etwas anderes als ein gigantischer Absturz. Genau deshalb folgt die kursorientierte Analyse. Hier werden Gewinne und Verluste addiert, gegeneinander gestellt und erneut in Trefferquote, Intelligenz und Erwartungswert übersetzt. Das Ergebnis beantwortet eine zentrale Frage: Hat dieses Wertpapier im Schnitt mehr verdient, als es verloren hat? Wenn ja, ist es prinzipiell ein Kandidat für die Long-Seite. Wenn nein – eher nicht.

Vierter Schritt: Der Kramer-Indikator – das Gütesiegel des Marktes.
Jetzt wird es spannend. Aus den vorherigen Werten entsteht eine Kennzahl, die die Zuverlässigkeit eines Marktes ausdrücken soll: der Kramer-Indikator. Er ist so etwas wie die TÜV-Plakette der Aktie. Um die 100 Punkte? Durchschnittlich. Deutlich darüber? Überdurchschnittlich bis außergewöhnlich. Weit darunter? Vorsicht – das könnte mehr Abenteuer als Investment sein.

Fünfter Schritt: Einordnung statt Zahlensalat.
Niemand will mit zehn Dezimalstellen nach Hause gehen. Deshalb übersetzt die Theorie ihre Ergebnisse in Stufen: von „unterdurchschnittlich“ bis „außerordentlich überdurchschnittlich“. Hier entscheidet sich, ob ein Papier nur beobachtet oder ernsthaft in Erwägung gezogen wird. Die Faustregel lautet: Je höher der Kramer-Indikator, die Trefferquote und die Intelligenz, desto robuster das statistische Profil.

Sechster Schritt: Chancen gegen Risiken aufrechnen.
Jetzt kommt der Realitätstest. Was steht auf dem Spiel? Über Kursziel, Kaufkurs und möglichen Verlust wird das Chance-Risiko-Verhältnis berechnet. Wer mehr verlieren als gewinnen kann, darf zwar spekulieren – aber sollte nicht überrascht sein, wenn es schiefgeht. In der Logik der Theorie gilt: Erst wenn die Chance deutlich größer ist als das Risiko, wird es strategisch interessant.

Siebter Schritt: Geduld in Zahlen fassen.
Besonders elegant – und ein wenig ungewöhnlich – ist der Blick auf den Anlagehorizont. Die Theorie fragt: Wie lange dauert es statistisch, bis ein Kursziel erreicht wird? Vergangene Beobachtungszeiträume treffen auf geplante Haltedauern, daraus entsteht eine neue Form der Intelligenzabschätzung. Wer den Markt kurzfristig spielen will, braucht andere Werte als jemand, der zehn Jahre wartet.

Und am Ende? Ein Urteil, kein Versprechen.
Nach all diesen Rechenschritten steht kein Orakel, sondern ein strukturiertes Profil: Trefferquote, Intelligenz, Kramer-Indikator, Stufe, Chance-Risiko-Verhältnis, geschätzter Horizont. Daraus entsteht eine nüchterne Einschätzung: attraktiv, neutral oder problematisch.

Vielleicht ist das die größte Stärke dieser Theorie. Sie verkauft keine Gewissheit. Sie liefert ein Raster, um Märkte vergleichbar zu machen – und zwingt dazu, Entscheidungen zu begründen, statt sie zu fühlen.

Oder anders gesagt: Wer sie benutzt, schaut nicht mehr nur auf den Kurs. Er schaut auf das Verhalten dahinter. Und das ist, in Zeiten nervöser Märkte, manchmal schon ein Vorteil für sich. 📈🧠

AlexKramer schrieb am 31.01.26: 
Kolumne: Wie man den Markt „liest“ – eine Gebrauchsanleitung für die Intelligenztheorie

Es gibt Menschen, die schauen auf Aktienkurse wie andere auf Wetterkarten: Wolken, Sonne, ein bisschen Wind – und am Ende entscheidet doch das Gefühl. Und dann gibt es Theorien, die sagen: Schluss mit Bauchgefühl, her mit System. Genau hier setzt die Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse an. Sie will Märkte nicht erraten, sondern vermessen. Nicht hoffen, sondern rechnen. Klingt kühl? Vielleicht. Aber in der Praxis liest sie sich eher wie eine Gebrauchsanleitung für strategisches Denken.

Stellen wir uns also vor, Sie sitzen morgens mit einem Kaffee vor dem Chart einer Aktie. Was tun?

Erster Schritt: Daten sammeln statt Orakel befragen.
Bevor irgendeine Zahl berechnet wird, braucht die Theorie Futter: historische Kurse, am besten sauber in Zeitabschnitte zerlegt – Jahre, Monate oder Wochen. Jede Periode bekommt ein klares Urteil: gestiegen oder gefallen. Keine Grauzonen. Märkte mögen emotional sein, die Tabelle nicht.

Zweiter Schritt: Wie oft gewinnt die Aktie eigentlich?
In der sogenannten bewertungsorientierten Analyse wird gezählt. Wie viele grüne Kerzen? Wie viele rote? Daraus entstehen Kennzahlen wie die Trefferquote – also die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zeitraum positiv endet – und die „Intelligenz“, die ausdrückt, ob ein Wertpapier statistisch eher nach oben oder unten tendiert. Das ist kein philosophischer Begriff, sondern ein nüchterner Erwartungswert. Plus heißt bullisch, Minus heißt bärisch. So simpel. So gnadenlos.

Dritter Schritt: Nicht nur zählen, sondern wiegen.
Denn zehn kleine Gewinne sind etwas anderes als ein gigantischer Absturz. Genau deshalb folgt die kursorientierte Analyse. Hier werden Gewinne und Verluste addiert, gegeneinander gestellt und erneut in Trefferquote, Intelligenz und Erwartungswert übersetzt. Das Ergebnis beantwortet eine zentrale Frage: Hat dieses Wertpapier im Schnitt mehr verdient, als es verloren hat? Wenn ja, ist es prinzipiell ein Kandidat für die Long-Seite. Wenn nein – eher nicht.

Vierter Schritt: Der Kramer-Indikator – das Gütesiegel des Marktes.
Jetzt wird es spannend. Aus den vorherigen Werten entsteht eine Kennzahl, die die Zuverlässigkeit eines Marktes ausdrücken soll: der Kramer-Indikator. Er ist so etwas wie die TÜV-Plakette der Aktie. Um die 100 Punkte? Durchschnittlich. Deutlich darüber? Überdurchschnittlich bis außergewöhnlich. Weit darunter? Vorsicht – das könnte mehr Abenteuer als Investment sein.

Fünfter Schritt: Einordnung statt Zahlensalat.
Niemand will mit zehn Dezimalstellen nach Hause gehen. Deshalb übersetzt die Theorie ihre Ergebnisse in Stufen: von „unterdurchschnittlich“ bis „außerordentlich überdurchschnittlich“. Hier entscheidet sich, ob ein Papier nur beobachtet oder ernsthaft in Erwägung gezogen wird. Die Faustregel lautet: Je höher der Kramer-Indikator, die Trefferquote und die Intelligenz, desto robuster das statistische Profil.

Sechster Schritt: Chancen gegen Risiken aufrechnen.
Jetzt kommt der Realitätstest. Was steht auf dem Spiel? Über Kursziel, Kaufkurs und möglichen Verlust wird das Chance-Risiko-Verhältnis berechnet. Wer mehr verlieren als gewinnen kann, darf zwar spekulieren – aber sollte nicht überrascht sein, wenn es schiefgeht. In der Logik der Theorie gilt: Erst wenn die Chance deutlich größer ist als das Risiko, wird es strategisch interessant.

Siebter Schritt: Geduld in Zahlen fassen.
Besonders elegant – und ein wenig ungewöhnlich – ist der Blick auf den Anlagehorizont. Die Theorie fragt: Wie lange dauert es statistisch, bis ein Kursziel erreicht wird? Vergangene Beobachtungszeiträume treffen auf geplante Haltedauern, daraus entsteht eine neue Form der Intelligenzabschätzung. Wer den Markt kurzfristig spielen will, braucht andere Werte als jemand, der zehn Jahre wartet.

Und am Ende? Ein Urteil, kein Versprechen.
Nach all diesen Rechenschritten steht kein Orakel, sondern ein strukturiertes Profil: Trefferquote, Intelligenz, Kramer-Indikator, Stufe, Chance-Risiko-Verhältnis, geschätzter Horizont. Daraus entsteht eine nüchterne Einschätzung: attraktiv, neutral oder problematisch.

Vielleicht ist das die größte Stärke dieser Theorie. Sie verkauft keine Gewissheit. Sie liefert ein Raster, um Märkte vergleichbar zu machen – und zwingt dazu, Entscheidungen zu begründen, statt sie zu fühlen.

Oder anders gesagt: Wer sie benutzt, schaut nicht mehr nur auf den Kurs. Er schaut auf das Verhalten dahinter. Und das ist, in Zeiten nervöser Märkte, manchmal schon ein Vorteil für sich. 📈🧠

@AlexKramer

Alex, mache doch mal mit Hilfe des Indikators ein Wikifolio. Damit könnte demonstriert werden, dass das funktioniert.
Ich bin eher skeptisch, wenn die Tendenz einer Aktie ohne Berücksichtigung fundamentaler Daten beurteilt wird.

ValueFreak schrieb am 31.01.26: 
Alex, mache doch mal mit Hilfe des Indikators ein Wikifolio. Damit könnte demonstriert werden, dass das funktioniert.
Ich bin eher skeptisch, wenn die Tendenz einer Aktie ohne Berücksichtigung fundamentaler Daten beurteilt wird.

@ValueFreak

Der Kramer-Indikator soll dabei nur als Ergänzung zu traditionellen Analysen dienen. Ich berechne z.B. das Kursziel mit der Methode und untermauere das Ergebnis noch mit Textdaten von ChatGPT. Dann schaue ich, ob das Ganze Sinn ergibt.
Das mit dem Wikifolio ist eine gute Idee. Das mache ich, wenn ich sagen kann, dass die Erforschung der Theorie abgeschlossen ist.

Der Dreh- und Angelpunkt jeder Chartanalyse ist der aktuelle Zeitpunkt.
Von ihm aus eröffnen sich zwei grundsätzlich verschiedene Betrachtungsweisen eines Marktes:

  • Die wissenschaftliche Perspektive richtet sich rückwärts.
    Sie untersucht den Wertpapierchart im Nachhinein – entlang seines bisherigen Verlaufs, seines „Lebensalters“. Muster, Zyklen und Kausalitäten werden aus bereits realisierten Kursbewegungen rekonstruiert.

  • Die spekulative Perspektive richtet sich nach vorn.
    Sie betrachtet den Chart im Voraus – entlang des möglichen Horizonts. Erwartete Trends, Wahrscheinlichkeiten und Szenarien entstehen aus Projektionen in eine ungewisse Zukunft.

Wissenschaft bedeutet, etwas im Nachhinein untersuchen und Spekulation bedeutet etwas im Vornherein vermuten. Wissenschaft und Spekulation sind dadurch zeitlich entgegengesetzt. Wissenschaft bezieht sich auf Gegebenheiten in der Vergangenheit und Spekulation auf Prognosen in die Zukunft.

CrowdStrike: Eine Analyse nach der Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse

Die Aktie von CrowdStrike zählt in den vergangenen Jahren zu den stärksten Wachstumswerten im Technologiesektor. Das Unternehmen profitiert von der weltweit steigenden Nachfrage nach Cloud- und Cybersicherheitslösungen und konnte seinen Aktienkurs seit dem Ende des Bärenmarktes 2022 deutlich steigern. Doch wie fällt die Bewertung aus Sicht der Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse aus?

Im Rahmen der Analyse wurden zunächst die letzten fünf Jahreskerzen untersucht. Von fünf betrachteten Jahren schlossen vier Jahre mit einer positiven und nur ein Jahr mit einer negativen Performance. Daraus ergibt sich eine Trefferquote von 80 Prozent. Die Intelligenz des Wertpapiers beträgt nach der Formel der Intelligenztheorie 60 Prozent. Der daraus abgeleitete Kramer-Indikator liegt bei 182 Punkten und ordnet CrowdStrike in die Kategorie eines außerordentlich überdurchschnittlichen Investments ein. Die statistische Neigung des Wertpapiers zeigt somit klar in Richtung steigender Kurse.

Noch interessanter wird das Bild in der kursorientierten Analyse. Hier werden nicht nur die Häufigkeiten der Kursanstiege betrachtet, sondern auch deren Stärke. Die Summe der positiven Kursbewegungen übersteigt die Summe der negativen Kursbewegungen deutlich. Daraus ergibt sich eine Gewinnwahrscheinlichkeit von rund 84 Prozent, eine Intelligenz von etwa 68 Prozent und ein Kramer-Indikator von rund 198 Punkten. Nach der Intelligenztheorie weist CrowdStrike damit eine außergewöhnlich hohe Zuverlässigkeit innerhalb des beobachteten Zeitraums auf.

Auf Basis dieser Daten wurde ein theoretisches Kursziel von rund 2.120 US-Dollar ermittelt. Gleichzeitig ergibt die Berechnung des Anlagehorizonts eine erwartete Haltedauer von etwa fünf Jahren bis zum Erreichen dieses Kursziels. Dies entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von ungefähr 25 Prozent, sofern sich die historische Struktur der Kursentwicklung fortsetzt.

Da eine Analyse mit lediglich fünf Jahreskerzen statistisch nur eine begrenzte Aussagekraft besitzt, wurde zusätzlich eine simulierte 100-Kerzen-Analyse auf Monatsbasis durchgeführt. Dabei wurde von einer langfristigen Struktur mit 75 steigenden und 25 fallenden Monatskerzen ausgegangen. Die Trefferquote sinkt dadurch auf 75 Prozent, während die Intelligenz auf 50 Prozent zurückgeht. Der Kramer-Indikator liegt dennoch bei beachtlichen 165 Punkten und bestätigt weiterhin die Einstufung als deutlich überdurchschnittliches Investment.

Aus dieser langfristigeren Betrachtung ergibt sich ein realistischer Zielbereich zwischen 1.700 und 2.300 US-Dollar. Das Basisszenario der Analyse liegt bei etwa 1.900 US-Dollar je Aktie. Gegenüber dem aktuellen Kursniveau würde dies weiterhin ein erhebliches Aufwärtspotenzial bedeuten.

Zusammenfassend zeigt die Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse für CrowdStrike ein ausgesprochen positives Bild. Sowohl die Trendhäufigkeit als auch die Stärke der Kursbewegungen sprechen für eine überdurchschnittliche bis außerordentlich überdurchschnittliche Qualität des Investments. Dennoch sollten Anleger berücksichtigen, dass CrowdStrike nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Jahre bereits ambitioniert bewertet ist und kurzfristige Rückschläge jederzeit möglich bleiben. Langfristig deutet die Analyse jedoch auf eine weiterhin hohe Wahrscheinlichkeit steigender Kurse hin.

Hinweis: Die dargestellte Analyse basiert auf der Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse von Alexander Kramer und stellt keine Anlageberatung dar.

Microsoft: Eine Analyse nach der Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse

Die Aktie von Microsoft gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Investments am Aktienmarkt. Mit einer führenden Position in den Bereichen Cloud-Computing, Unternehmenssoftware, Künstliche Intelligenz und digitale Infrastruktur verfügt Microsoft über ein äußerst robustes Geschäftsmodell. Insbesondere die starke Marktstellung von Azure sowie die Integration von KI-Technologien haben in den vergangenen Jahren zu einer dynamischen Geschäftsentwicklung beigetragen. Doch wie fällt die Bewertung nach der Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse aus?

Für die Analyse wurden die letzten fünf vollständigen Jahreskerzen betrachtet. Von den fünf Jahren schlossen vier Jahre mit einer positiven Performance und lediglich ein Jahr mit einer negativen Performance. Daraus ergibt sich eine Trefferquote von 80 Prozent. Die Intelligenz des Wertpapiers beträgt entsprechend 60 Prozent. Nach der Formel der Intelligenztheorie resultiert daraus ein Kramer-Indikator von rund 182 Punkten. Damit erreicht Microsoft die Stufe eines außerordentlich überdurchschnittlichen Investments. Die historische Kursstruktur weist somit eine deutliche statistische Neigung zu steigenden Kursen auf.

In der kursorientierten Analyse werden zusätzlich die Größenordnung der Kursbewegungen berücksichtigt. Die Summe der Kursgewinne der positiven Jahre übersteigt die Verluste des einzigen negativen Jahres deutlich. Daraus ergibt sich eine geschätzte Gewinnwahrscheinlichkeit von rund 82 Prozent. Die Intelligenz liegt bei etwa 64 Prozent, während der Kramer-Indikator auf rund 190 Punkte ansteigt. Dies spricht für eine hohe Zuverlässigkeit der langfristigen Aufwärtsbewegung und bestätigt die starke Qualität des Investments.

Auf Grundlage dieser Kennzahlen ergibt sich innerhalb der Intelligenztheorie ein langfristiges theoretisches Kursziel von etwa 850 bis 950 US-Dollar je Aktie. Bei einem aktuellen Kursniveau im Bereich von rund 500 US-Dollar würde dies einem erheblichen Aufwärtspotenzial entsprechen. Der daraus abgeleitete Anlagehorizont liegt bei ungefähr vier bis fünf Jahren, sofern sich die bisherige Marktstruktur fortsetzt.

Um die Aussagekraft der Analyse zu erhöhen, wurde zusätzlich eine simulierte 100-Kerzen-Betrachtung auf Monatsbasis durchgeführt. Dabei wird angenommen, dass etwa 72 von 100 Monatskerzen positiv verlaufen und 28 Monatskerzen negativ schließen. Die Trefferquote liegt damit bei 72 Prozent. Die Intelligenz beträgt rund 44 Prozent, woraus ein Kramer-Indikator von etwa 155 Punkten resultiert. Auch unter dieser strengeren Betrachtung bleibt Microsoft klar im Bereich eines überdurchschnittlichen bis außerordentlich überdurchschnittlichen Investments.

Aus der langfristigen Simulation ergibt sich ein realistischer Zielbereich zwischen 750 und 1.000 US-Dollar. Das Basisszenario der Analyse liegt bei etwa 900 US-Dollar je Aktie. Die hohe Stabilität der Erträge, die starke Bilanz sowie die führende Stellung in mehreren Zukunftsmärkten sprechen dafür, dass Microsoft auch in den kommenden Jahren zu den qualitativ hochwertigsten Aktien des Technologiesektors zählen dürfte.

Zusammenfassend zeigt die Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse für Microsoft ein äußerst positives Bild. Sowohl die Trendhäufigkeit als auch die Stärke der historischen Kursbewegungen deuten auf eine hohe Wahrscheinlichkeit langfristig steigender Kurse hin. Während kurzfristige Marktschwankungen jederzeit möglich bleiben, spricht die statistische Struktur des Charts für ein weiterhin überdurchschnittliches Renditepotenzial. Microsoft bleibt damit nach den Kriterien der Intelligenztheorie eines der stärksten Qualitätsinvestments im internationalen Aktienmarkt.

Hinweis: Die dargestellte Analyse basiert auf der Intelligenztheorie der Wertpapieranalyse von Alexander Kramer und stellt keine Anlageberatung dar.