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Erstellt von DrMabuse 

Energiethemen

Aktuelle Themen, die die Energiewelt bewegen

tamam schrieb am 14.04.26: 
@ValueFreak schrieb:
Auch Linke und Grüne kritisieren. Kritik von Rechts und Links gleichzeitig sollte ein Indiz sein, dass die Regierung alles richtig gemacht hat
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/reaktionen-kritik-koalitionsausschuss-entlastungsplaene-100.html
Die Tabaksteuer kratzt mich nicht im geringsten - zum Leben/Überleben benötigt man keinen Tabak und ich habe auch keine Hersteller davon im Depot. Der Tankrabatt soll zum 1.5. kommen - aber das Parlament und der Bundesrat müssen zustimmen (kein Dekret). 

@ValueFreak
Die Eskalation ist  noch nicht vorbei. Der Leiter der ifo-Niederlassung Marcel Thun in Dresden teilt auf Anfrage mit: "Formal ist es sicher eine Entlastung. Ich sehe aber wie viele Kollegen die Maßnahme eher negativ", . "Kraftstoff ist knapper geworden – deshalb steigt ja der Preis." Eingriffe in das Preissystem würden wenig helfen. "Es ändert ja nichts an der Knappheit", sagt der Experte. "Vielmehr hilft ein höherer Benzinpreis, den Verbrauch zu senken, weil man auf nicht notwendige Fahrten verzichtet oder langsamer und damit verbrauchssparender fährt." Die wirklich Bedürftigen im Land hätten meist kein Auto. Hier gebe man Steuergelder zugunsten der Mittel- und Oberschicht auf, meint Thum. "Die Maßnahme ist also auch unter Verteilungsaspekten fragwürdig."
Wann die Spritbreisbremse überhaupt greifen wird bleibt unklar. 
Vor Mitte Mai ist kaum damit zu rechnen. 
Ohnehin dürften sich Autofahrer demnächst noch mehr gegängelt fühlen: So fordert beispielsweise die Deutsche Umwelthilfe bereits seit Wochen ein Tempolimit von 120 Stundenkilometer auf Autobahnen und "autofreie" Sonntage.   Die Forderung interessierter Kreise nach "Energie-Lockdowns" ist jedenfalls immer öfter zu vernehmen. 
Die erneute Energiekrise wird scheinbar nun als Blaupause für  grüne Klimarettungsaktionen und weitere Deindustrialisierung und einhergehender Mobilitätsbeschränkung der Bevölkerung genutzt?! 



@tamam

Mir scheint, dass Akteure aus allen politischen Lagern ihre Ladenhüter des letzten Jahrzehnts aus dem Keller holen und auf dem Flohmarkt feilbieten.
Die Gratwanderung zwischen gutgemeinter Entlastung und der besten Regelung durch den freien Markt ist ohnehin zum Scheitern verurteilt.
Der Kern des Problems ist der goldgelockte aus den USA und das Problem kann selbst nicht von einem besten deutschen Politiker gelöst werden, wenn es einen besten denn gäbe. 

ValueFreak schrieb am 14.04.26: 
tamam schrieb am 14.04.26: 
@ValueFreak schrieb:
Auch Linke und Grüne kritisieren. Kritik von Rechts und Links gleichzeitig sollte ein Indiz sein, dass die Regierung alles richtig gemacht hat
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/reaktionen-kritik-koalitionsausschuss-entlastungsplaene-100.html
Die Tabaksteuer kratzt mich nicht im geringsten - zum Leben/Überleben benötigt man keinen Tabak und ich habe auch keine Hersteller davon im Depot. Der Tankrabatt soll zum 1.5. kommen - aber das Parlament und der Bundesrat müssen zustimmen (kein Dekret). 

@ValueFreak
Die Eskalation ist  noch nicht vorbei. Der Leiter der ifo-Niederlassung Marcel Thun in Dresden teilt auf Anfrage mit: "Formal ist es sicher eine Entlastung. Ich sehe aber wie viele Kollegen die Maßnahme eher negativ", . "Kraftstoff ist knapper geworden – deshalb steigt ja der Preis." Eingriffe in das Preissystem würden wenig helfen. "Es ändert ja nichts an der Knappheit", sagt der Experte. "Vielmehr hilft ein höherer Benzinpreis, den Verbrauch zu senken, weil man auf nicht notwendige Fahrten verzichtet oder langsamer und damit verbrauchssparender fährt." Die wirklich Bedürftigen im Land hätten meist kein Auto. Hier gebe man Steuergelder zugunsten der Mittel- und Oberschicht auf, meint Thum. "Die Maßnahme ist also auch unter Verteilungsaspekten fragwürdig."
Wann die Spritbreisbremse überhaupt greifen wird bleibt unklar. 
Vor Mitte Mai ist kaum damit zu rechnen. 
Ohnehin dürften sich Autofahrer demnächst noch mehr gegängelt fühlen: So fordert beispielsweise die Deutsche Umwelthilfe bereits seit Wochen ein Tempolimit von 120 Stundenkilometer auf Autobahnen und "autofreie" Sonntage.   Die Forderung interessierter Kreise nach "Energie-Lockdowns" ist jedenfalls immer öfter zu vernehmen. 
Die erneute Energiekrise wird scheinbar nun als Blaupause für  grüne Klimarettungsaktionen und weitere Deindustrialisierung und einhergehender Mobilitätsbeschränkung der Bevölkerung genutzt?! 



@tamam

Mir scheint, dass Akteure aus allen politischen Lagern ihre Ladenhüter des letzten Jahrzehnts aus dem Keller holen und auf dem Flohmarkt feilbieten.
Die Gratwanderung zwischen gutgemeinter Entlastung und der besten Regelung durch den freien Markt ist ohnehin zum Scheitern verurteilt.
Der Kern des Problems ist der goldgelockte aus den USA und das Problem kann selbst nicht von einem besten deutschen Politiker gelöst werden, wenn es einen besten denn gäbe. 

@ValueFreak
Nein, der "goldgelockte aus den USA" ist nicht Kern des Problems. Er hat keine funktionsfähigen Kraftwerke in Deutschland gesprengt und die Nordstream-Pipeline hat vermutlich sein superdemokratischer Vorgänger in Zusammenarbeit mit der Ukraine gesprengt, die jetzt auch noch von unserer grandiosen Bundesregierung für diesen Sabotageakt mit Krediten belohnt wird. Trump ist auch nicht für das Frackingverbot in Deutschland und den "Green Deal" in der EU verantwortlich. Den ganzen Mist haben wir selbst verbockt und die Amis (nicht nur Trump) haben diesen Irrsinn oft genug kritisiert.

Der Beitrag wird untersucht


 Geplant ist, die Steuern auf Diesel und Benzin befristet für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter zu senken. Die reduzierten Sätze sollen vom 1. Mai bis zum 30. Juni gelten.
Der Wirtschaftsverband verweist darauf, dass die Energiesteuer nicht erst beim Verkauf an der Tankstelle anfällt, sondern schon in dem Moment, wenn Benzin und Diesel die Raffinerien und großen Tanklager verlassen. Sämtliche Kraftstoffe, die bis zum Stichtag in den Tanks lägen, seien noch mit dem höheren Betrag belegt. Die Tanks der Tankstellen werden am 1. Mai 2026 also in unterschiedlichem Umfang noch mit normal versteuertem Benzin und Diesel gefüllt sein, so der Verband, und ergänzt, dass sich die Preise am Markt bildeten :
"Die Energiesteuern sind eine wichtige Preiskomponente, aber bei Weitem nicht die einzige."
 Wenn es also zu einer erneuten geopolitischen Eskalation in der Straße von Hormuz oder sonstwo kommen sollte, sei nicht ausgeschlossen, dass der sogenannte "Tankrabatt" völlig zu verpuffen drohe.
 Hinzu kommt: Nach den zwei Monaten könnte der Sprit dann wieder besonders stark im Preis steigen. Dann lagern in den Tanks noch niedrig versteuerte Kraftstoffe, die bereits wieder zu mutmaßlich höheren Preisen verkauft werden können.
In beiden Fällen dürften die Preise an der Zapfsäule weniger davon abhängen, zu welchem Steuersatz der Kraftstoff in das Lager gelangt ist, als davon, was die Konkurrenz nebenan verlangt. 
Bereits beim "Tankrabatt" 2022 kam nur etwa die Hälfte der Steuersenkung auch beim Endkunden an. 
Doch ist die Lernfähigkeit in Berlin offenbar gering ausgeprägt. 

marge schrieb am 20.04.26: 

 Geplant ist, die Steuern auf Diesel und Benzin befristet für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter zu senken. Die reduzierten Sätze sollen vom 1. Mai bis zum 30. Juni gelten.
Der Wirtschaftsverband verweist darauf, dass die Energiesteuer nicht erst beim Verkauf an der Tankstelle anfällt, sondern schon in dem Moment, wenn Benzin und Diesel die Raffinerien und großen Tanklager verlassen. Sämtliche Kraftstoffe, die bis zum Stichtag in den Tanks lägen, seien noch mit dem höheren Betrag belegt. Die Tanks der Tankstellen werden am 1. Mai 2026 also in unterschiedlichem Umfang noch mit normal versteuertem Benzin und Diesel gefüllt sein, so der Verband, und ergänzt, dass sich die Preise am Markt bildeten :
"Die Energiesteuern sind eine wichtige Preiskomponente, aber bei Weitem nicht die einzige."
 Wenn es also zu einer erneuten geopolitischen Eskalation in der Straße von Hormuz oder sonstwo kommen sollte, sei nicht ausgeschlossen, dass der sogenannte "Tankrabatt" völlig zu verpuffen drohe.
 Hinzu kommt: Nach den zwei Monaten könnte der Sprit dann wieder besonders stark im Preis steigen. Dann lagern in den Tanks noch niedrig versteuerte Kraftstoffe, die bereits wieder zu mutmaßlich höheren Preisen verkauft werden können.
In beiden Fällen dürften die Preise an der Zapfsäule weniger davon abhängen, zu welchem Steuersatz der Kraftstoff in das Lager gelangt ist, als davon, was die Konkurrenz nebenan verlangt. 
Bereits beim "Tankrabatt" 2022 kam nur etwa die Hälfte der Steuersenkung auch beim Endkunden an. 
Doch ist die Lernfähigkeit in Berlin offenbar gering ausgeprägt. 

@marge

Da scheint was dran zu sein
https://www.gesetze-im-internet.de/energiestg/__8.html
Da hilft nur: Toll, ein anderer zahlt (so wie bei der 1000 EUR Prämie)

Schulze ruft, die Menge skandiert, Neubauer droht der Regierung. Eine Demonstration für erneuerbare Energien – und gegen das Denken. Von Thomas Rießinger. 
Bayerns Staatswälder werden abgeholzt, um Platz für Windräder zu schaffen. Unter Hubert Aiwanger rückt die Windindustrie vor. Ein fachfremder Chef soll den Umbau jetzt beschleunigen. Was geschützt werden sollte, wird geopfert. Von Georg Etscheit


@marge

Da scheint was dran zu sein
....
und daran auch @ValueFreak :

Man kann sich jetzt schon vorstellen, wie die Geschichte des "Tankrabatts" ausgehen wird, mal gesetzt den Fall, der Iran-Krieg lebt wieder auf und das Erdöl aus dem Persischen Golf wird auf unbestimmte Zeit dem globalen Markt entzogen. Nachdem wir ja in Deutschland sind, wo das Wort "sofort" unbekannt ist, sobald es um die Politik geht, tritt dieser Rabatt erst am 1. Mai in Kraft und schleicht dann langsam die Lieferkette hinunter bis zur letzten Tankstelle. Zu diesem Zeitpunkt ist, das scheint relativ fest zu stehen, Kerosin in Europa bereits knapp. Das bedeutet dann auch, soweit die Produktionsanteile zwischen Kerosin und Diesel in den Raffinerien umverteilt werden können, wurde dann auch schon weniger Diesel produziert, um etwas mehr Kerosin zu haben ‒ weshalb der Dieselpreis allein dadurch abermals gestiegen sein dürfte.

Allerdings lauern dahinter noch ganz andere Risiken: ein langfristiger Mangel an Diesel, der selbst im Falle einer sofortigen Öffnung der Straße von Hormus frühestens binnen Monaten verschwinden würde. Und noch viel schneller womöglich ein Mangel an einem noch kritischeren Punkt, der schon 2022 sehr überraschend hereinbrach: Ad-Blue. Ein aus Erdgas produzierter Zusatz, ohne den neuere Lkw gar nicht mehr fahren und dessen Produktion sich ab einer bestimmten Preisschwelle in Europa nicht mehr rechnet.
Eine Reihe von LNG-Tankern, die bereits auf dem Weg nach Europa waren, kehrten um und fuhren nach Asien. Die bieten jetzt Preise, die bis zu 4 Euro/MWh über den europäischen liegen.
Und jetzt zum Ad-Blue: Aktuell liegt der Gaspreis in der EU um die 40 Euro/MWh. Die Schwelle, ab der sich für die ersten Produktionsanlagen die Produktion von Ad-Blue nicht mehr rentiert, liegt bei 45 Euro/MWh. Bei 50 Euro/MWh wird es nicht mehr produziert ‒ das war, was 2022 passiert ist.
Prognostiziert (unter anderem von Goldman-Sachs), werden bei fortgesetzter Schließung der Straße von Hormus bis zu 90 Euro/MWh. Das ist noch ohne einen zusätzlichen Stopp der Lieferungen von russischem Erdgas durch die EU.
Ad-Blue wirkt noch weitaus schneller als ein akuter Mangel an Diesel: Wenn es nicht vorhanden ist, dann bricht die gesamte Logistik unmittelbar zusammen, weil die Fahrzeuge nicht mehr fahren.
In der EU werden pro Tag etwa 633.000 Tonnen Diesel verbraucht. Ungefähr 586.000 Tonnen werden in der EU produziert, der Rest wird importiert.
Selbst wenn der ganze Iran-Krieg vorüber wäre, würden die Schäden an Raffinerien in der Golfregion dazu führen, dass es ein tägliches Defizit bei der Diesel-Produktion von etwa 50.000 Tonnen/Tag gäbe, mindestens für einige Monate. Aktuell ist das aber noch nicht eingepreist.
Und in dem Zusammenhang:  Wie entscheiden sich die Politiker der EU, wenn die Ukraine kein Diesel mehr hat? Sie müßten aus den europäischen Beständen abzweigen, um den Krieg dort am Laufen zu halten. Das wären bis zu weitere 20.000 Tonnen/Tag, die in der EU fehlen.

Und mitten hinein in dieses Szenario kommen dann 17 Cent/Liter Steuerentlastung für zwei Monate. Das ist ein klein wenig so, als würde man jemandem, dessen Haus brennt, statt Löschwasser ein Bier spendieren. Ist auch nass, aber nur begrenzt hilfreich.

Das Extrembeispiel, wie das Wohl der eigenen Bevölkerung im Verhältnis zu den abstrakten politischen Zielen rangiert, lieferte jüngst die Bundesregierung in ihrem Abkommen mit der Ukraine, in dem tatsächlich der Bau von Sozialwohnungen in der Ukraine mit Bundesmitteln gefördert werden soll, obwohl dort über 70 Prozent der Bevölkerung im eigenen Eigentum wohnen (in Deutschland nur 44) und in Deutschland seit Jahren Wohnungsmangel herrscht. 

Dementsprechend dürften auch im extremen Krisenmodus die Prioritäten liegen: erst der Krieg, dann die Öko-Fantasien, und dann, vielleicht, das Wohl der Bürger. 


tamam schrieb am 21.04.26: 

@marge

Da scheint was dran zu sein
....
und daran auch @ValueFreak :

Man kann sich jetzt schon vorstellen, wie die Geschichte des "Tankrabatts" ausgehen wird, mal gesetzt den Fall, der Iran-Krieg lebt wieder auf und das Erdöl aus dem Persischen Golf wird auf unbestimmte Zeit dem globalen Markt entzogen. Nachdem wir ja in Deutschland sind, wo das Wort "sofort" unbekannt ist, sobald es um die Politik geht, tritt dieser Rabatt erst am 1. Mai in Kraft und schleicht dann langsam die Lieferkette hinunter bis zur letzten Tankstelle. Zu diesem Zeitpunkt ist, das scheint relativ fest zu stehen, Kerosin in Europa bereits knapp. Das bedeutet dann auch, soweit die Produktionsanteile zwischen Kerosin und Diesel in den Raffinerien umverteilt werden können, wurde dann auch schon weniger Diesel produziert, um etwas mehr Kerosin zu haben ‒ weshalb der Dieselpreis allein dadurch abermals gestiegen sein dürfte.

Allerdings lauern dahinter noch ganz andere Risiken: ein langfristiger Mangel an Diesel, der selbst im Falle einer sofortigen Öffnung der Straße von Hormus frühestens binnen Monaten verschwinden würde. Und noch viel schneller womöglich ein Mangel an einem noch kritischeren Punkt, der schon 2022 sehr überraschend hereinbrach: Ad-Blue. Ein aus Erdgas produzierter Zusatz, ohne den neuere Lkw gar nicht mehr fahren und dessen Produktion sich ab einer bestimmten Preisschwelle in Europa nicht mehr rechnet.
Eine Reihe von LNG-Tankern, die bereits auf dem Weg nach Europa waren, kehrten um und fuhren nach Asien. Die bieten jetzt Preise, die bis zu 4 Euro/MWh über den europäischen liegen.
Und jetzt zum Ad-Blue: Aktuell liegt der Gaspreis in der EU um die 40 Euro/MWh. Die Schwelle, ab der sich für die ersten Produktionsanlagen die Produktion von Ad-Blue nicht mehr rentiert, liegt bei 45 Euro/MWh. Bei 50 Euro/MWh wird es nicht mehr produziert ‒ das war, was 2022 passiert ist.
Prognostiziert (unter anderem von Goldman-Sachs), werden bei fortgesetzter Schließung der Straße von Hormus bis zu 90 Euro/MWh. Das ist noch ohne einen zusätzlichen Stopp der Lieferungen von russischem Erdgas durch die EU.
Ad-Blue wirkt noch weitaus schneller als ein akuter Mangel an Diesel: Wenn es nicht vorhanden ist, dann bricht die gesamte Logistik unmittelbar zusammen, weil die Fahrzeuge nicht mehr fahren.
In der EU werden pro Tag etwa 633.000 Tonnen Diesel verbraucht. Ungefähr 586.000 Tonnen werden in der EU produziert, der Rest wird importiert.
Selbst wenn der ganze Iran-Krieg vorüber wäre, würden die Schäden an Raffinerien in der Golfregion dazu führen, dass es ein tägliches Defizit bei der Diesel-Produktion von etwa 50.000 Tonnen/Tag gäbe, mindestens für einige Monate. Aktuell ist das aber noch nicht eingepreist.
Und in dem Zusammenhang:  Wie entscheiden sich die Politiker der EU, wenn die Ukraine kein Diesel mehr hat? Sie müßten aus den europäischen Beständen abzweigen, um den Krieg dort am Laufen zu halten. Das wären bis zu weitere 20.000 Tonnen/Tag, die in der EU fehlen.

Und mitten hinein in dieses Szenario kommen dann 17 Cent/Liter Steuerentlastung für zwei Monate. Das ist ein klein wenig so, als würde man jemandem, dessen Haus brennt, statt Löschwasser ein Bier spendieren. Ist auch nass, aber nur begrenzt hilfreich.

Das Extrembeispiel, wie das Wohl der eigenen Bevölkerung im Verhältnis zu den abstrakten politischen Zielen rangiert, lieferte jüngst die Bundesregierung in ihrem Abkommen mit der Ukraine, in dem tatsächlich der Bau von Sozialwohnungen in der Ukraine mit Bundesmitteln gefördert werden soll, obwohl dort über 70 Prozent der Bevölkerung im eigenen Eigentum wohnen (in Deutschland nur 44)und in Deutschland seit Jahren Wohnungsmangel herrscht. 

Dementsprechend dürften auch im extremen Krisenmodus die Prioritäten liegen: erst der Krieg, dann die Öko-Fantasien, und dann, vielleicht, das Wohl der Bürger. 



@tamam

Man sollte nicht vergessen, dass weder Bundesregierung noch EU einen der Kriege begonnen haben. Die Verursacher der finanziellen Nachteile der Bürger sitzen in Moskau und Washington. Ich stimme zu, dass das Entlastungspaket ein Witz ist. Jedes Kurieren an Symptomen kann nur scheitern
Für den Bürger heißt es, den Gürtel enger zu schnallen und für unsere Regierung heißt es, Abstand von Luxusvorhaben zu nehmen. Denn es kann schlimmer kommen - weit schlimmer. In der Ukraine und im Iran kann man sehen, was wirklich schlimm ist.