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Doppelanalyse (Chance) SL+

Doppelanalyse (Chance) SL+

Meine Strategie folgt einer Doppelanalyse: 1. Mikro-Analyse: Es sollen regelmäßig unterbewertete Aktien untersucht werden. Anhand von Charttechnik, Quartalszahlen, Nachrichtenlage und Produktchancen sollen Analysen betrieben werden, um die jeweiligen Chancen solcher Aktien für einen Zeitraum von 1-2 Jahren zu beurteilen. Nur besonders starke Potentiale sollen sich hierbei qualifizieren. Wer die erste Runde überstanden hat, landet auf meiner Watchlist und ist ein Kaufkandidat. 2. Nun folgt eine Makro-Analyse: Welche Chancen und Risiken können dem Gesamtmarkt für die nächsten 3 Monate zugeordnet werden? Hier sollen volkswirtschaftliche, politische und charttechnische Faktoren eine Rolle spielen. Hiermit soll ermöglich werden, für die zuvor ermittelten Kaufwünsche einen guten Einstiegszeitpunkt zu ermitteln. Denn wenn die Gesamtmärkte fallen, wird es meiner Erfahrung nach sehr schwer für einen Einzelwert, einen Aufstieg hinzulegen. Dann soll noch etwas mit dem Investment gewartet werden. Meiner Erfahrung nach geht die Chance einzusteigen durch die zweite Analyse in der Regel nicht verloren, da die Makro-Analyse mit 3 Monaten kurzzeitiger angelegt ist als die Mikro-Analyse. In Marktlagen, in denen die Preise insgesamt als überhöht eingestuft werden, können Teile des Wikifolios oder auch das gesamte Depot mit Shorts arbeiten, insbesondere auf Indizes, in Form von Short-ETFs. Diese können gleichzeitig mit bestimmten Einzeltitel (Arbitrage-Handel) oder auch alleine gehalten werden. Als Beimischung können bei als geeignet empfundener Marktlage auch Fonds gewählt werden. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich volatile und ruhige Depotphasen abwechseln - je nach Investitionsgrad und -art. Kursrisiken bestehen entsprechend der hohen Chancen natürlich theoretisch bis zum Totalverlust.
EUR177,813

Assets under Management

Doppelanalyse (Chance) SL+ (WF)

WKN: LS9CJQ / Wikifolio /

€370.39
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In den letzten drei Tagen fand das Herbst-Eigenkapitalforum statt, auf dem sich etliche Unternehmensvertreter dem Kapitalmarkt präsentierten. Als Teilnehmer hatte ich die Gelegenheit, neben einer Vielzahl an Präsentationen auch zwei längere Vieraugengespräche mit den Vorständen der Yoc und Finlab zu sprechen, um meine Einblicke in die Unternehmen weiter auszubauen. Von meinen Eindrücken und den Ableitungen daraus möchte ich gerne berichten.

 

Der Vorstand der Yoc AG, Dirk Kraus, hatte schon bei unserem letzten Gespräch einen sehr positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Eine seiner Stärken liegt darin, dass er sowohl technisch als auch auch finanzwirtschaftlich sehr viel Expertise mitbringt. Da ich selbst mich mit meiner finanzwirtschaftlichen Expertise nicht verstecken muss, aber kaum Ahnung von den technischen Hintergründen des Online-Werbemarktes habe, war es mir wichtig, die jüngsten technischen Fortschritte der Gesellschaft so zu verstehen, dass mir ihre Transitionsfähigkeit für künftigen finanziellen Erfolg klar wird – und das ist sehr gut gelungen. Die im Oktober vermeldete Oracle-Integration verbessert die Produkte technisch und bereitet die anstehende Abschaltung von Werbe-Cookies im Chrome-Browser technisch vor. Die jüngst vermeldete Direktintegration bei Adform vergrößert dagegen die Anzahl potentieller Yoc-Kunden weiter. Als größte europäische Werbeplattform ist Adform dabei von besonderer Bedeutung. Das ist umso höher zu gewichten, da Yoc schon bislang voll auf dem prognostizierten Wachstumskurs ist. Das Unternehmen erreicht wie geplant 20%-Umsatzwachstum bei überproportional steigendem Gewinn. Da man selbst keine Werbeagentur ist, die personalintensiv Werbung entwickelt, sondern vielmehr eine technische Plattform zur Verbesserung von Werbewirkung bereitstellt, liegen die Grenzkosten entsprechend niedrig. Ein Drittel des Jahresumsatzes macht Yoc üblicherweise im Weihnachtsquartal, so dass nach meiner Rechnung für 2021 ein Umsatz über 18 Mio Euro und ein EPS von gut 35 Cent erreicht werden sollten – etwa eine Vervierfachung des Gewinns. Da auch in den Folgejahren mit jeweils 20% Umsatzwachstum geplant wird, kann man sich leicht überlegen, was das für einen gewaltigen Gewinnschub in den nächsten Jahren bedeuten wird. Da günstigerweise der Aktienkurs gerade sogar wieder unter 10 Euro liegt, habe ich meine Position hier um rund 50% vergrößert.

 

Falk Schäfers, Vorstand der FinLab als auch Vorstand der ebenfalls börsennotierten Tochtergesellschaft Heliad, befragte ich in meinem zweiten Gespräch ausführlich zu den einzelnen Investitionen der Heliad und der künftigen Ausrichtung der Gesellschaft. Er selbst kommt von Berenberg und bringt trotz seines noch jungen Alters bereits ein hervorragendes Netzwerk mit. Dieses Netzwerk ermöglichte Heliad in den erst sieben Monaten Schäfers' Amtszeit bereits die Einfädelung mehrerer neuer Beteiligungen zu gleichen Konditionen wie einige weltbekannte Unternehmen. Dabei investiert man nun weniger an absoluten Startups (wie es noch vor einigen Jahren Strategie war), sondern an jungen Unternehmen, die bereits einen erfolgreichen Track Record haben und die auf gutem Weg zu einem künftigen Börsengang sind. Schäfers hat erkennbar neuen Schwung in das Unternehmen gebracht. Neben Gewinnen durch die Investitionen bestehen Wertsteigerungschancen bei Heliad durch eine Erhöhung der Transparenz gegenüber den Aktionären, mit dem Ziel, das Gap zwischen NAV und Aktienkurs zu schließen. Dafür war der EKF-Auftritt ein guter Start und es freute mich zu hören, dass Tarnsparenzverbesserungen auch zu Schäfers Zielen gehören. FinLab gehört damit weiterhin klar zu meinen Langfristanlagen.

 

Darüber hinaus gehörte Procredit zu meinen Entdeckungen beim EKF. Ich hatte die Holding osteuropäischer Banken immer mal wieder im Blick, aber jetzt scheint der Zeitpunkt erreicht, um zu investieren. Procredit hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert aufgestellt, vergibt als Schwerpunkt Kredite an kleine und mittelständische Unternehmen, sich von Altlasten befreit und ihr klassisches Geschäft nun vollständig digitalisiert. Diese Modernisierungsoffensive spürt man nun an steigenden Umsätzen und Gewinnen. 2021 wird man voraussichtlich ein KGV um 6 erreichen, zudem möchte man noch im Dezember über 4% Sonderdividende ausschütten, so gut läuft das Geschäft. Dementsprechend bin ich hier eingestiegen.

 

Verkauft habe ich dafür meinen Bestand an GAC-Aktien. Hier haben die Verkaufszahlen im Oktober leider nicht meinen Erwartungen entsprochen, so dass ich gute Kurse zu einem Verkauf mit 17% Gewinn nutzte. Zusätzliche habe ich den Regeneron-Anteil reduziert und dank guter Kurse 42% Gewinn einfahren können und gleichzeitig die Diversifikaton gesteigert. Den Rest an Regeneron-Anteilen möchte ich wegen der unverändert guten Aussichten gerne weiter halten.

 

Abschließend hat heute UBM seine Quartalsergebnisse präsentiert und liegt weiter voll im Plan. Mittlerweile hat die Gesellschaft dank starker Gewinne fast eine halbe Milliarde (!) Euro an liquiden Mitteln aufgebaut und steht nach eigenen Angaben in weit fortgeschrittenen Verhandlungen für mehrere Projektzukäufe. Unabhängig davon kann für dieses Jahr ein EPS von etwa 5 Euro erwartet werden (KGV ca. 9). Einer ordentlichen Dividende steht 2022 nichts im Wege und der neue Ausblick im jüngsten Bericht besagt, dass man kommendes das starke Jahr 2021 sogar nochmal „übertreffen“ möchte.

 

Fundamental bin ich mit der mittelfristigen Entwicklung im Wikifolio enthaltenen Unternehmen aktuell sehr zufrieden. Nun gilt es mal wieder, auf steigende Kurse zu warten. Wie üblich bei SmallCaps, dauert es manchmal ein bisschen, bis der Markt starke, aber kleine Einzelwerte entdeckt. Solange man aber weiß, dass die Unternehmen fundamental gut aufgestellt sind, muss man erfahrungsgemäß darauf eigentlich nur warten. Sollte sich fundamental etwas neues ergeben, werde ich aber natürlich reagieren.

 

Das Depot steht aktuell bei 378 Punkten.

 

Blick hinein:

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0dchance

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Am frühen Morgen, noch vor Eröffnung der großen Börsen zu handeln, ist in der Regel keine gute Idee, da die Spreads hoch sind und der Handel somit teuer. Ausnahmen bestätigen jedoch bekanntlich die Regeln, denn manch eine Gelegenheit will man sich nicht durch Warten entgehen lassen. Um halb acht veröffentlichte heute das Schweizer Bauunternehmen Implenia, das insbesondere auf Tunnelbau spezialisiert ist, die Meldung eines Zuschlags für den Bau am Brennerbasistunnel. Diese Meldung stellt eine Fortsetzung des positiven postcoronalen Newsflows dar. Nachdem man das Coronajahr 2020 genutzt hat, um die Bilanz um einige Sonderabschreibungen zu bereinigen, ging es zügig wieder bergauf. Noch zum Jahresende 2020 setzten Ergebnisverbesserungen ein. Das Halbjahr 2021 lieferte schon richtig gute Zahlen und kürzlich wurde die Prognose bekräftigt, heuer ein Ebit über CHF 100 Mio zu erwirtschaften. Nach meinen Berechnungen sollte dies zu einem EPS von rund 3 Euro führen, so dass das KGV21e bei nur etwa 6,5 liegt. Die Wiederaufnahme einer kleinen Dividendenzahlung ist aus meiner Sicht ebenso wahrscheinlich. Im Kurs schlagen sich diese guten Nachrichten, inklusive der heutigen vorbörslichen Meldung, noch nicht nieder, so dass ich aus meiner Sicht günstig für 19,09 Euro einsteigen konnte.


Ein weiteres Schweizer Unternehmen fand gestern bereits den Weg in mein privates Depot (bei Wikifolio leider nicht handelbar): Lion e-Mobility. Hier war ich zuletzt im Jahr 2016 bereits Aktionär, hatte zudem Anfang 2021 die Gelegenheit, mit dem Vorstand ein längeres Gespräch zu führen.Technologisch ist Lion schon länger gut aufgestellt und vielen SmallCap-Anlegern ja auch bekannt. Grund für meinen Ausstieg war 2016 der ausbleibende Vermarktungserfolg der Produkte, und tatsächlich war der Kurs seitdem deutlich rückläufig. Die Auftragsvolumina kletterten eher langsam und beruhten vor allem auf Prototypen. Gestern verkündete Lion jedoch den ersten größeren Durchbruch und ein zusätzliches Vertragsvolumen von knapp 50 Mio Euro für 2022. Angesichts von bisherigen Umsätzen von nur knapp 2 Mio in 2019, 18 Mio in 2020 und einer Erwartung von 29 Mio für 2021, kann dieser Auftrag nun einen bedeutenden Beitrag zur Beschleunigung des Unternehmenswachstums leisten. Der Gesamtumsatz Lions 2022 dürfte damit über 75 Mio Euro liegen, das Unternehmen ist auch nach dem gestrigen Kursanstieg aber nun mit einer MK von rund 34 Mio Euro bewertet. Ein KUV von 0,5 erscheint mir für ein sehr schnell wachsendes Technologieunternehmen als wirklich günstig, so dass auch ich noch nach dem Kursanstieg zugekauft habe.


Darüber hinaus hat sich im Depot noch nicht viel neues getan, es stieg leicht auf aktuell rund 387 Punkte.

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Inzwischen hat Arcelor Mittal SEHR gute Zahlen veröffentlicht und zudem das Aktienrückkaufprogramm ausgeweitet, so dass ich das restliche Cash des Depots dort investiert habe. Auch der Ausblick ist gut, das Unternehmen weist darauf hin, dass es die aktuell hohen Stahlpreise nun auch für die Lieferverträge 2022 die Basis sind. Zudem wird der Cashflow im q4 nochmal deutlich erhöht sein.

 

Sehr gut entwickelt hat sich auch Ökoworld, das nun über mehr als 4 Mrd Euro Fondsvolumen verfügt. Da der größte Fonds auf Rekordständen liegt, fließt hier auch wieder ordentliche Performance-Gebühr an ÖW. Bei Unidevice gibt es derweil die ersten Lichtblicke nach der Chipkrisenmeldung: Vorstand Pahl tätigte einen kleinen Insiderkauf, zudem wurden auf der m:access-Konferenz eine q4-Planung präsentiert, die die schlimmsten Befürchtungen ausräumt. Vor allem aber soll sich 2022 die Liefersituation wieder normalisieren. Gleichzeitig hat Yoc einen neuen technischen Meilenstein (Direktintegration in Adform) erreicht, der sich bald auch in neuen Umsätzen auszahlen dürfte. Finlab-Tochter Heliad hat nun nach Finanzierungsrunden zwei neue Einhörner im Portfolio (Clark und Razor). Ich bin gespannt, wann sich die positiven Entwicklungen in steigenden Kursen widerspiegeln - fürs Erste hat nur das gewohnt eher meldungssensible Ökoworld nach oben reagiert.

 

Auch außerhalb des Wikifolios hat sich einiges positives getan:

- Hammonia ist es gelungen, einen weiteren Besserungsschein zu 15% zurückzukaufen

- Lang&Schwarz meldet ein sehr gutes q3 vor (allerdings sehr hohen) Einmaleffekten

- Nordwest Handel hat heimlich still und leise (keine DGAP-News o.ä.) seinen q3-Bericht hochgeladen und liefert hervorragende Zahlen, eigentlich wirklich kein Grund so defensiv zu kommunizieren

 

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Das Wikifolio steht aktuell bei 281 Punkten.

 

Blick ins Depot:

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0dchance

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