Erneute Interventionen?
Ein starker Sprung beim Yen-Kurs gegenüber dem US-Dollar sowie der plötzliche Intraday-Anstieg beim Nikkei ließen heute erneut Interventionsgerüchte der japanischen Behörden aufflammen.
Bereits letzte Woche Mittwoch griffen die japanischen Finanzbehörden aktiv in den Devisenmarkt ein, um ein weiteres starkes Ansteigen des Yen zu stoppen und so der heimischen Exportwirtschaft wieder ein wenig Luft zu verschaffen. Aber nachdem die FED am Dienstag ein weiter sehr schwaches US-Wachstum, verbunden mit weiter sehr niedrigen Leitzinsen verkündete, legte der Yen erneut zu. Nun also vermutlich der nächste Versuch, den Yen auf seinem Aufwärtskurs zu stoppen.
Über den Sinn und Erfolg von Devisenmarktinterventionen hatte ich mich bereits kurz im letzten Beitrag ausgelassen, deshalb hier nur nochmal kurz: Dies bringen in den meisten Fällen eh nichts, weisen nur die Marktteilnehmer, die die Währung bisher noch nicht im Fokus hatten, zusätzlich auf Ungleichgewichte hin, d.h. die Intervention löst das Problem nicht, verschäft es u.U. sogar noch.
Quelle: kapitalmarktexperten.de


