RHI AG diskutieren
Gewinn!
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Aktien des Feuerfest-Konzerns RHI nach dessen Zahlenvorlage zum ersten Quartal von 18,5 auf 19,5 Euro angehoben. Die Anlageempfehlung "Hold" wurde gleichzeitig bestätigt.
Das Unternehmen übersteht die anspruchsvollen Handelsbedingungen im Rohstoffsektor einigermaßen gut, schreiben die Analysten der RCB. Sie erwarten ähnliche Nachfrage-Trends für das zweite Quartal.
Für 2016 rechnen die Analysen nun mit einem Gewinn von 1,87 Euro je Anteilsschein. Für 2017 wird ein Betrag von 2,17 Euro und für 2018 sogar 2,60 Euro erwartet. Die Dividendenprognose für den Zeitraum von 2016 bis 2018 liegt bei jeweils 0,75 Euro je Aktie.
Erhöhte Gewinnprognose
Meine letzte Einschätzung wurde mit dem Kursziel beendet. Aber es geht noch weiter.
Die Raiffeisen Centrobank (RCB) hat ihr Kursziel für die Aktie des Feuerfestprodukte-Herstellers RHI von 19,50 auf 23,00 Euro erhöht. Die Analysten änderten gleichzeitig ihre Empfehlung für die RHI-Aktien von "hold" auf "buy".
Die RCB-Analyst Markus Remis begründetet die Kurszieländerung mit der ausgezeichneten Performance des Unternehmens im Stahlsegment und den dadurch übertroffenen Erwartungen für das zweite Quartal. Dies führe zu einer erhöhten Gewinnprognose für das Gesamtjahr.
Beim Gewinn je Aktie erwarten die RCB-Analysten 2,16 Euro für 2016, sowie 2,48 bzw. 2,73 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf jeweils 0,75 Euro für die Jahre 2016, 2017 und 2018.
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Volumenwachstum
Rücksetzer nutzen!
Der börsennotierte Wiener Feuerfestkonzern RHI hat im ersten Quartal
2017 mehr Umsatz und Gewinn erzielt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich
um 7,5 Prozent auf 418,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit)
lag mit 32,6 Millionen Euro um 20,3 Prozent über dem Vorjahr. Der
Quartalsgewinn nach Steuern stieg um 25 Prozent auf 18,5 Millionen Euro,
teilte das Unternehmen heute, Donnerstag, mit. Damit wurde die Prognose
der Analysten leicht übertroffen. Sie hatten im Mittel mit 413
Millionen Euro Umsatz, 29,9 Millionen EBIT und 17,8 Millionen
Nettogewinn gerechnet.
Der Absatz des RHI-Konzerns erhöhte sich im ersten Quartal gegenüber
der Vergleichsperiode 2016 um 4,8 Prozent auf rund 483.000 Tonnen. Die
Division Stahl verzeichnete einen Anstieg von 5,3 Prozent wegen höherer
Auslieferungen in Europa, Nordamerika, Afrika sowie dem Nahen Osten. Der
Absatz der Division Industrial wuchs um 10,4 Prozent aufgrund einer
besseren Entwicklung der Nachfrage in fast allen Geschäftsbereichen. Zum
Stichtag 31. März betrug das Eigenkapital 555 Millionen Euro, die
Eigenkapitalquote lag bei 30,5 Prozent. Die Nettoverschuldung
verringerte sich geringfügig von 332,8 Millionen Euro zu Jahresende 2016
auf 325,2 Millionen Euro per Ende März. Zum Ende des abgelaufenen
Quartals waren 7.460 Mitarbeiter beschäftigt.
Im abgelaufenen Quartal ergaben sich Unsicherheiten wegen einer
verknappten Versorgungssituation an Feuerfestrohstoffen in China. Um
Umwelt- und Sicherheitsstandards zu verbessern, führten chinesische
Behörden verschärfte Auflagen ein. Dies habe dazu geführt, dass im
abgelaufenen Quartal viele lokale Hersteller von Schmelz- und
Sintermagnesia ihre Produktion vollständig einstellen mussten. Dadurch
steigen derzeit die Marktpreise. "Wann eine Entspannung eintritt, kann
momentan nicht abgeschätzt werden. Aufgrund der unsicherer werdenden
Versorgungssituation aus China werden im RHI-Konzern laufend die
Versorgungskonzepte angepasst", heißt es in der Mitteilung des
Unternehmens.
Zum geplanten Zusammenschluss mit der brasilianischen Magnesita
wurden Ende März in Brasilien und Anfang Mai in Europa bei den
Wettbewerbsbehörden die kartellrechtlichen Genehmigungen beantragt.
Voraussichtlich Ende des ersten Halbjahres 2017 werde man mehr über die
Ergebnisse der Verfahren wissen. Auf Basis der Jahresabschlüsse für das
Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die summierten Umsätze von RHI und
Magnesita auf rund 2,5 Milliarden Euro.
RHI hat die Finanzziele für das kombinierte Unternehmen überarbeitet.
Mittelfristig soll das organische Umsatzwachstum dem Volumenwachstum in
den Kundenindustrien entsprechen und die operative Ergebnis-Marge nach
Realisierung der geplanten Nettosynergien von rund 70 Millionen Euro -
im Falle eines Rückzugs von Magnesita von der Börse - mehr als 12
Prozent betragen. Für die Jahre 2017 und 2018 plant RHI eine stabile
Dividendenausschüttung auf dem Niveau der Vorjahre. Mittel- bis
langfristig sollen die Dividendenausschüttungen des kombinierten
Unternehmens jedoch erhöht werden - durch eine stärkere
Cashflow-Generierung infolge von Synergien, von organischem Wachstum und
einem Rückgang des Verschuldungsgrades des Unternehmens.





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