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McDonald's Aktie kaufen oder nicht? Update zur Aktie, die immer weiter nach oben schießt

McDonald’s. Fast-Food. Fettiges Essen. Bezahlbar. Schnell. Für manche lecker, für andere nicht gerade die Leibspeise. Wie dem auch sei: Die Aktie läuft und läuft und läuft. Was treibt den


McDonald’s. Fast-Food. Fettiges Essen. Bezahlbar. Schnell. Für manche lecker, für andere nicht gerade die Leibspeise. Wie dem auch sei: Die Aktie läuft und läuft und läuft. Was treibt den Aktienkurs so stark nach oben? Warum sind Investoren immer noch hungrig auf die Aktie mit dem goldenen „M“? Sollte man die McDonald’s-Aktie immer noch kaufen oder nicht? Oder gar verkaufen? Höchste Zeit für ein Update, denn die große McDonald’s-Aktienanalyse liegt schon mehr als ein Jahr zurück.

 | Aktien-Update McDonald’s
| Hauptsitz  | USA
| ISIN  | US5801351017
| WKN  | 856958
| Preis  | 209 USD
| Ausstehende Aktien  | 769 Mio.
| Marktkapitalisierung  | 160.700 Mio. USD
| Nettoverschuldung  | 30.200 Mio. USD
| Enterprise Value  | 190.900 Mio. USD
| Datum  | 16.09.2019
| Free Cash Flow-Rendite  | 2,7%
| Dividendenrendite  | 2,2%
| Renditeerwartung  | Ca. 8% pro Jahr
| Alte Einschätzung  | kaufen
| Neue Einschätzung  | kaufen

Überblick: McDonald’s Aktie kaufen oder nicht? – Update zum #1 Fast-Food-Konzern der Welt

  • Geschäftsmodell: McDonald’s ist das #1 Fast-Food-Unternehmen der Welt, betreibt fast 38.000 Restaurants und es werden immer mehr. Warum ist das Unternehmen so viel erfolgreicher als die Konkurrenz?
  • Bewertung: Die McDonald’s-Aktie habe ich zuletzt im Juli 2018 analysiert. Damals stand der Aktienkurs noch bei 159 USD, In etwas mehr als einem Jahr hat die Aktie 31% zugelegt – ist die Aktie immer noch kaufenswert?
  • Risiken: Warum haben die Investoren einen so großen Appetit auf die Aktie? Welche Risiken drohen nun?
 

Podcast zum McDonald’s Aktien-Update

 

Geschäftsmodell: McDonald’s verkauft weltweit fettiges Essen, Kaffee, Kuchen und Softdrinks

McDonald’s ist wohl eines der wenigen Unternehmen, die wir alle als Konsumenten kennen (ob wir die Produkte mögen oder auch nicht). Daher muss ich auch gar nicht so viel zum Geschäftsmodell schreiben, Aber auf ein paar interessante Details möchte ich dann doch kurz eingehen.
 

Kurze Unternehmensgeschichte

Das Unternehmen ist das #1 Fast-Food-Unternehmen der Welt. In den 1950er-Jahren setzte sich der Burger als neues Lieblings-Gericht der Amerikaner so langsam durch, zahlreiche lokale Restaurants eröffneten. Für die Kunden bedeutete das v.a. eines: Lange Wartezeiten. Kein Wunder, die kleinen Restaurants waren kaum optimiert: Die Speisekarte war viel zu groß. Die Abläufe in der Küche waren oft chaotisch. Da haben zwei Brüder ihre Chance gesehen und alle Abläufe so lange optimiert, bis sie die schnellste Bedienung und den günstigsten Preis anbieten konnten.
Noch heute zählen die unschlagbare Geschwindigkeit und die erschwinglichen Preise zu den Kernwerten des McDonald’s-Konzeptes. Wer den Rest der Erfolgsgeschichte kennen lernen möchte, dem sei der Film „The Founder“ empfohlen, der den magischen Aufstieg des Fast-Food-Riesen erzählt.
 
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McDonald’s heute

Machen wir an dieser Stelle einen Sprung nach vorne und schauen wir uns das McDonald’s-Unternehmen in der Gegenwart an. Knapp 38.000 Restaurants, davon ca. 3.000 in Deutschland. Statistisch geht jeder Deutsche 1x/Monat zu McDonald’s. In den USA erreicht mehr als die Hälfte der Bevölkerung den nächsten McDonald’s in weniger als 3 Minuten Autofahrt. Das Konzept funktioniert weltweit. Kürzlich scherzte der nordkoreanische Kim Jong-Un, es sei doch mal an der Zeit für die erste McDonald’s-Filiale in Nordkorea. Als die Sowjetunion zusammenbrach, eröffnete Anfang der 90er-Jahre das erste Restaurant mit dem goldenen „M“ in Moskau. Die Warteschlange war gigantisch, einfach ein geniales Konzept.
Doch was genau macht McDonald’s überhaupt besser als die Konkurrenz bestehend aus Burger King, anderen Fast-Food-Riesen und lokalen Burger-Ketten?
 

Der größte Immobilienkonzern der Welt

Die Antwort ist ganz einfach. McDonald’s ist der wohl größte Immobilienbesitzer der Welt. Mehr als die Hälfte der knapp 40.000 Restaurants befindet sich nämlich tatsächlich im Besitz des Unternehmens – mit Grund und Boden. Dieses Immobilieneigentum wurde im Zuge der Expansion in den letzten Jahrzehnten Stück für Stück erworben. Die Immobilien befinden sich üblicherweise in den größten Städten der Welt, dort in den besten Lagen. Eine riesige Menge an Laufkundschaft ist quasi-garantiert.
 
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Durch diesen Besitz spart sich das Unternehmen nicht nur sämtliche Mieteinnahmen, es kann auch nicht mehr verdrängt werden. Besser noch: Die meisten Restaurants (93%) werden nicht mehr selbst betrieben, sondern nur noch vermietet. Franchise-Nehmer stellen eigene Mitarbeiter an, betreiben das Restaurant auf eigene Rechnung. McDonald’s liefert nur noch die Produkte, die Speisekarte, das Marketing und v.a. die Immobilie. Neben den Mieteinnahmen (ca. 10% des Umsatzes der Franchise-Nehmer) erhält McDonald’s eine Franchise-Gebühr von ca. 4% des Umsatzes für die Nutzung der Marke.
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 Mit freundlichen Grüßen,
 Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)
 
 

Wächst der Umsatz oder schrumpft der Umsatz?

Oftmals liest man in verschiedenen Medien Überschriften wie:
  • „Der Umsatz von McDonald’s schrumpft erneut“
  • „Dritter Umsatzrückgang in Folge – die guten Zeiten sind vorbei“
  • „McDonald’s – ein Fast-Food-Dinosaurier steht vor dem Aussterben, der Umsatz sinkt bereits“
Diese Überschriften machen richtig Angst (zumindest, wenn man McDonald’s-Investor ist…). Das Verrückte: Sie sind richtig, aber dennoch falsch. Doch der Reihe nach. Werfen wir zuerst einen Blick auf die sogenannten „Systemwide Sales“, also den Gesamtumsatz aller Restaurants. Bei dieser Umsatz-Berechnung spielt es keine Rolle, ob der Umsatz von einem firmeneigenen Restaurant oder von einem Franchise-Nehmer erwirtschaftet wurde.
Klar zu erkennen: McDonald’s wächst. Seit 2008 um ca. 3,1% pro Jahr. Mittlerweile erzielen alle McDonald’s-Restaurants zusammen einen Jahresumsatz von fast 100 Mrd. (!) USD, was ziemlich genau 2,6 Mio. USD pro Restaurant entspricht. McDonald’s wächst also.
Gleichzeitig schrumpft der ausgewiesene Umsatz des McDonald’s-Konzerns:
Bis 2013 stieg der McDonald’s-Umsatz an, seit 2014 ist er rückläufig. Nun soll aber die Wende geschafft sein, ab 2019 ist wieder mit steigenden Umsätzen zu rechnen. Wie passen diese Entwicklungen zusammen?
Ganz einfach: McDonald’s hat sich ab 2014 dazu entschieden, den Großteil der selbst betriebenen Restaurants an Franchise-Nehmer abzugeben. So muss sich McDonald’s nicht mehr um das Einstellen von Mitarbeitern in den Restaurants usw. kümmern und kann sich voll und ganz auf das Produktangebot, das Marketing und die Expansion in Schwellenländern konzentrieren.
 
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Nehmen wir mal an, ein bisher selbst betriebenes Restaurant erzielt einen Jahresumsatz von 5 Mio. USD. Nun wird es verkauft. Der Umsatz wird nun nicht mehr in den Büchern von McDonald’s verbucht, sondern in denen des neuen Betreibers. McDonald’s fließen dafür fortan Mieteinnahmen (ca. 10% des Umsatzes – 500.000 USD/Jahr) sowie Franchise-Gebühren (4% des Umsatzes – 200.000 USD/Jahr) zu. Aus 5 Mio. USD Umsatz werden 0,7 Mio. USD, die es aber in sich haben. Diesen Einnahmen stehen kaum noch Ausgaben gegenüber. So erklärt sich auch, dass der operative Gewinn weiter steigt.
McDonald’s konnte seinen Gewinn seit 2008 um mehr als 3% pro Jahr steigern. Kein riesiges Wachstum, aber ein Wachstum exakt auf Augenhöhe mit dem Gesamtumsatz aller Restaurants. Noch deutlicher wird die Strategie-Änderung bei der Entwicklung der Gewinnmarge.
Die Gewinnmarge liegt mittlerweile bei über 40%, ein wahnsinnig hoher Wert. McDonald’s hat sich mehr und mehr aus dem operativen Betrieb der Restaurants zurückgezogen und wird mehr und mehr zum Immobilien-Konzern. Der einzige Grund, warum in den Immobilien immer noch Burger, Fritten und Softdrinks verkauft werden: Mit diesen lässt sich einfach am meisten Geld verdienen.
Wichtig zu verstehen: Der scheinbar sinkende Umsatz stellt für McDonald’s kein Problem dar – und ist nicht auf eine rückläufige Kundennachfrage zurückzuführen. Sondern viel mehr auf die Strategieänderung, künftig kaum noch eigene Restaurants selbst zu betreiben. Die viel wichtigere Kennziffer ist daher der Umsatz aller Restaurants – und dieser wächst, genauso wie der operative Gewinn, sehr stabil mit ca. 3% pro Jahr.
 

McDonald’s profitiert enorm von der Digitalisierung

Ein weiterer äußerst interessanter Aspekt aus dem Geschäftsmodell von McDonald’s: Das Unternehmen ist ein großer Gewinner der Digitalisierung. Es sind eben nicht nur Amazon, Alphabet und Apple, die von der Digitalisierung profitieren. Sondern ganz stark auch die großen Fast-Food-Ketten.
 
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Dies lässt sich sogar an einer relevanten Kennzahl ablesen: Dem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Fläche (like-for-like). Diese Kennziffer eliminiert verzerrende Effekte aus der Neueröffnung von Restaurants sowie aus Wechselkursschwankungen. Sie gibt an, wie stark der Umsatz auf identischer Fläche (identische Zahl der Restaurants) gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.
Ab 2011 hat dieses flächenbereinigte Wachstum massiv nachgelassen. 2013 war es nur noch minimal im positiven Bereich, 2014 schrumpfte der Umsatz auf identischer Fläche sogar. Doch dann folgte die Digitalisierungs-Offensive. McDonald’s ist es in nur 4 Jahren wieder gelungen, zu einem Umsatzwachstum von 4-5% auf bestehender Fläche zurückzukehren (in diesem Wachstum ist der positive Effekt aus Neueröffnungen von Restaurants noch nicht erhalten).
So viel zu den Kennzahlen. Nun zu den konkreten Maßnahmen. Wie kann McDonald’s konkret von der Digitalisierung profitieren? Das folgende, 10-minütige, Video zeigt es dir auf:
<span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start"> </span>
Im Video wird v.a. ein Punkt genannt: Die flächenweite Einführung der Bestell-Terminals. An diesen Terminals können die Kunden selbst bestellen, müssen sich nicht mehr an der Kasse anstellen. Das hat etliche positive Effekte:
  • Kosten sinken: Mitarbeiter an der Kasse können nun eingespart werden.
  • Umsatz steigt: Bei Bestellung über die Terminals bestellen die Kunden deutlich mehr als bei der Bestellung über die Kasse. Die Bildschirme sind so optimiert, dass der Kunde möglichst viele Angebote präsentiert bekommt – und immer nochmal ein Produkt in den Warenkorb legt.
  • Keine Wartezeiten: Langes Anstehen ist nun auch nicht mehr nötig.
Permanente Optimierung möglich: Täglich werden Millionen Bestellungen über diese Terminals getätigt. Daraus entsteht ein gigantischer Daten-Berg, der nun zur Optimierung genutzt werden kann. In sogenannten A-B-Tests wird der einen Hälfte der Kunden eine andere Produktanordnung/Farbe etc. präsentiert als der anderen Hälfte der Kunden. Wenn daraufhin der Umsatz ansteigt, wird diese Programmierung zum Standard und der nächste Test beginnt. Es entsteht ein Kreislauf der permanenten Optimierung, die zu immer höheren Umsätzen und mehr Bestellungen führt.
Doch es gibt noch weitere Chancen für McDonald’s:
  • McDonald’s-App: Bis vor wenigen Jahren musste McDonald’s riesige Summen aufwenden und zahlte viel Geld für TV-Werbung sowie den Post-Versand von Gutscheinen. Mittlerweile befindet sich die McDonald’s-App dauerhaft in den Top-10 der am meisten heruntergeladenen Apps, teilweise gar in den Top-3. Millionen Deutsche haben die McDonald’s-App auf ihrem Handy- McDonald’s kann so per Push-Nachricht Millionen Kunden sofort erreichen, ohne auch nur einen Cent dafür bezahlen zu müssen.
Anhand dieser Beispiele wird deutlich: McDonald’s kann massiv von der Digitalisierung profitieren, seine Kunden schneller, öfter, günstiger erreichen. Außerdem Personalkosten einsparen, den Umsatz pro Bestellung erhöhen usw. Ganz langfristig gesehen besteht wohl sogar noch Potential darin, die Burger & Pommes in der Küche von Robotern statt von Menschen anfertigen zu lassen.
 

Bewertung der McDonald’s-Aktie: Nach mehr als 30% Kursanstieg in nur einem Jahr nun überbewertet?

Wie immer bewerte ich auch diesmal die Aktie anhand verschiedener Indikatoren, Kennzahlen und Modelle. Erst die Summe der Indikatoren ermöglicht einen aussagekräftigen Blick auf die Bewertung der Aktie.
 

McDonald’s erreicht 6 von 10 Punkten im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS)

Im AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) erzielt McDonald’s 6/10 Punkten. Das ist erst einmal kein super Wert, sondern zeigt auf, dass es ein paar Punkte gibt, die vor einer Investition abgeklärt werden sollten:
  1. Umsatzwachstum von weniger als 5% pro Jahr: Auf diese Entwicklung bin ich schon eingegangen – der Betrieb von Restaurants wurde an Franchise-Nehmer übertragen. Seitdem fließen nur noch Mieteinnahmen und Franchise-Gebühren zu. Um diesen Effekt bereinigt wächst McDonald’s mit 3-4% pro Jahr. McDonald’s ist keine Wachstums-Rakete mehr, sondern ein ausgewachsenes großes Unternehmen, das noch 3-4% pro Jahr wächst und ansonsten große Berge Cash generiert…
  2. Gewinn-Wachstum von weniger als 5% pro Jahr: Die Größe ist einfach bereits so groß, dass hier keine hohen prozentualen Steigerungen mehr möglich sind. 3-4% Gewinnwachstum auf Unternehmensebene erscheinen aber realistisch.
  3. Renditeerwartung im einstelligen Bereich: Ergibt sich aus dem geringen Gewinnwachstum.
Alles in allem immer noch ein solides Ergebnis, zeigt aber auf, dass McDonald’s schon stark ausgewachsen ist.
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 Mit freundlichen Grüßen,
 Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)
 
 

Bewertung der Aktie im historischen Vergleich

Werfen wir nun den Blick in die Vergangenheit und vergleichen die aktuelle Bewertung der Aktie mit der historischen Bewertung der Aktie:
  1. Dividende:
McDonald’s ist ein Dividendenaristokrat. Seit der ersten Dividende vor mehr als 40 Jahren wird die Dividende in jedem einzelnen Jahr erhöht. Aktuell gibt es knapp 5 USD pro Aktie und Jahr. Die jährliche Steigerung lag seit 2008 bei 10% pro Jahr, was einer Verdopplung alle 7 Jahre entspricht. Die Ausschüttungsquote liegt bei knapp 60% und somit im Idealbereich.
 
Die Dividendenrendite liegt bei 2,2%, ein im historischen Vergleich sehr geringer Wert. Kein Wunder, denn die Aktie ist in den letzten Jahren einfach deutlich stärker gestiegen als die Dividende. Ein Indikator, der dafür spricht, dass die Aktie derzeit etwas zu teuer ist…
 
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Machen wir weiter mit dem Verhältnis aus Unternehmenswert zu operativen Gewinn (zu lesen wie das KGV; je niedriger, desto günstiger). Derzeit kostet die Aktie den 21-fachen operativen Gewinn. Auch das ist deutlich mehr als in den letzten Jahren. Etwa 10-20% Überbewertung im historischen Vergleich.
 
Wie ist diese leicht erhöhte Bewertung zu erklären? Mit der Verzerrung, die vom Anleihen-Markt ausgeht. Die Zinsen auf Staatsanleihen sind in den letzten Jahren immer weiter abgesunken. Investoren, die noch 2007 5% Zinsen auf US-Staatsanleihen bekommen haben, müssen sich nun mit 1,8% begnügen. Wenn die Alternative Staatsanleihen immer weniger abwirft, dann wagt der eine oder andere Investor einen Blick über den Tellerrand. Und siehe da: 2014 warf die McDonald’s-Aktie enorme 3,4% Dividendenrendite ab, dazu noch eine jährliche Steigerung von ca. 10%.
Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen. Bildquelle: CNBC.
 

Vergleich der McDonald’s-Aktie mit US-Staatsanleihen

Machen wir diesen Vergleich. Versetzen wir uns in die Rolle eines großen Investors (völlig egal, ob norwegischer Staatsfonds, Pensionsfonds, Versicherung…). Welche Aspekte sprechen für die Staatsanleihe, welche für McDonald’s

 | Kriterium  | Staatsanleihe  | McDonald’s-Aktie
 | Inflationsschutz  | nein  | ja
 | Steigerung der Verzinsung  | nein, 1,8% fixer Zins  | ja, jährliche Erhöhung der Dividende um ca. 10%
 | Aktuelle Verzinsung  | 1,8%  | 2,2% (20% mehr)
 | Sachwert  | nein  | ja, echter Immobilienbesitz, bekannte Marke usw.
Wenn ich auf Sicht von 10, 20 oder gar 30 Jahren nur diese beiden Alternativen hätte, so wäre meine Entscheidung sofort klar: McDonald’s. Und eben dieser „Anlagenotstand“ bzw. das Nicht-Vorhandensein von attraktiven Investitions-Alternativen führt nun zu einer steigenden Bewertung von „sicheren“ Aktien wie McDonald’s, Procter & Gamble oder Coca-Cola.
Um das an dieser Stelle ganz klar zu sagen: Wer mit einer baldigen Rückkehr zu höheren Zinsen rechnet, der sollte aktuell nicht in McDonald’s-Aktien investieren. Dann würde sich die im historischen Vergleich erhöhte Bewertung nämlich wieder abbauen. Wer davon ausgeht, dass wir noch viele Jahre Nullzins vor uns haben, der merkt sofort: Die McDonald’s-Aktie ist immer noch die weitaus attraktivere Alternative.
 

Ermittlung der langfristigen Renditeerwartung mit dem IRR-Modell

Langfristig erreichen wir Aktionäre unsere Rendite aus zwei Faktoren: Dem Free Cash Flow und dem Kursanstieg. Die langfristige Renditeerwartung der McDonald’s-Aktie berechne ich anhand des IRR-Modells: Dieses Modell unterstellt eine gleichbleibende Bewertung und eignet sich sehr gut, um die zu erwartende Rendite bei einer sehr langen Haltedauer zu ermitteln.

 | Renditeparameter  | Rendite
 | 1. nachhaltiges, organisches Gewinnwachstum pro Jahr  | ca. 4%
 | 2. Free Cash Flow-Rendite  | ca. 4%
 | Summe  | ca. 8% p.a.
Wie immer möchte ich dir auch hier meine Annahmen erläutern, damit du meine Berechnungen nachvollziehen kannst.
 
1. Gewinnwachstum:
  • In den letzten 10 Jahren stieg der Umsatz auf bereinigter Fläche um ca. 3,5% pro Jahr an
  • Dazu kamen Neueröffnungen von ca. 1,5% pro Jahr (mehr Restaurants)
  • In Summe ergibt das ein jährliches Umsatz- und Gewinnwachstum von ca. 5%
  • Ich ziehe davon noch einen Prozentpunkt Sicherheitsmarge ab, um auf Nummer sicher zu gehen
  • Daher traue ich McDonald’s langfristig 4% Gewinnwachstum pro Jahr zu
 
2. Free Cash Flow-Rendite:
Diese liegt aktuell bei 2,7% und gibt an, wie hoch die Dividendenrendite liegen würde, wenn McDonald’s den gesamten überschüssigen Cashflow ausschütten würde. Dieser Wert ist derzeit nach unten verzerrt – weil nahezu alle US-Filialen in nur 3-4 Jahren erneuert werden – und dafür viel Geld investiert wird.
Ab 2021 sind diese Maßnahmen zu Ende, dann dürfte der Free Cash Flow bei ca. 7 Mrd. USD. statt den derzeitigen 4,5 Mrd. USD liegen – was etwas mehr als 4% der aktuellen Marktkapitalisierung ausmacht.
 
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3. Summe:
Damit kommen wir in Summe auf eine langfristige, jährliche Renditeerwartung von ca. 8%. Das ist weniger als ein Index-ETF in den letzten Jahren abgeworfen hat. Allerdings ist das Geschäftsmodell aufgrund des Immobilien-Besitzes und der nichtzyklischen Natur auch besonders solide, unterliegt wenigen Risiken. Insofern sind 8% für mich persönlich durchaus noch okay, v.a. im Vergleich zu den Anleihen mit 0-2%. Wer auf jeden Fall mehr als 10% pro Jahr machen möchte, den Index also schlagen will, der sollte zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr in McDonald’s investieren. Muss dann aber auch bereit sein, höhere Risiken einzugehen.


Renditeerwartung in Abhängigkeit vom Einstiegskurs


 | Renditeerwartung  | Einstandskurs
 | ca. 6% p.a.  | 418 USD
 | ca. 7% p.a.  | 278 USD
 | ca. 8% p.a.  | 209 USD
| ca. 9% p.a.  | 167 USD
| ca. 10% p.a.  | 139 USD
| ca. 11% p.a.  | 119 USD
| ca. 12% p.a.  | 105 USD
| ca. 15% p.a.  | 76 USD
Wer mindestens 10% pro Jahr erzielen möchte, sollte erst ab 139 USD einsteigen. Bleibt die Frage offen, ob die Aktie nochmals so tief nach unten laufen wird. So richtig möchte ich nicht daran glauben. Doch man sollte an der Börse nichts ausschließen…
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 Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
(AlleAktien Gründer)
 
 

Die Risiken: Wann verdirbt das Fast-Food den Investoren-Magen?

Dieser Artikel ist „nur“ ein Update – er soll dich auf neue Aspekte aufmerksam machen. Alle Details zu McDonald’s findest du in unserer ausführlichen Analyse. Dennoch möchte ich einen ganz kurzen Blick auf die Risiken werfen:
  1. Zinsanstieg: Wenn die Zinsen für US-Staatsanleihen wieder auf 4-5% steigen, dann wäre eine McDonald’s mit nur 2,2% Dividendenrendite plötzlich zu teuer – 20-30% Kursrückgang wären wahrscheinlich. Derzeit spricht aber nicht viel für Zinserhöhungen…
  2. Gesundheitstrend: Ich glaube nicht, dass McDonald’s hier eine große Gefahr droht. Die Immobilien liegen in Top-Lagen. Bei Bedarf kann die Speisekarte jederzeit umgestellt werden. Seit Mai gibt es in Deutschland den „Big Vegan TS“ im Angebot, einen Burger mit pflanzlichem Fleischersatz.
  3. Lebensmittelskandal: Sehr unwahrscheinlich, aber wenn hunderte/tausende Kunden auf einen Schlag krank werden, würde es weltweit Schlagzeilen geben, die Nachfrage für einige Quartale einbrechen. Darunter könnte die Aktie stark leiden.
  4. Abschwächendes Wachstum: Die Wall Street schaut mit einem enormen Fokus auf die Quartals-Zahlen. Wenn McDonald’s hier mal nur mit 2 oder 3% statt den erhofften 4 oder 5% wächst, kann die Aktie hart abgestraft werden.
 

Fazit zum McDonald’s Update: Aktie kaufen oder nicht?

Die Antwort auf diese Frage musst du selbst finden. Ich habe dir meine Gedanken geschildert. Was ich enorm an McDonald’s schätze: Das substanzstarke (Immobilienbesitz) Geschäftsmodell, die weltbekannte Marke, die überzeugenden Kennzahlen auch in der Finanzkrise 2008/2009 (damals sind Gewinn und Dividende gestiegen, die Aktie hat nicht nachgegeben).
Weiterhin gefällt mir sehr gut, dass McDonald’s ein klarer Profiteur der Digitalisierung ist und seine Größe nun voll ausnutzen kann. So kann ein klarer Vorteil gegenüber lokalen Restaurants aufgebaut werden.
Was die Bewertung angeht: Im historischen Vergleich etwas teuer, doch das hat seinen Grund: Die Zinsanlagen dieser Welt sind keine Alternative mehr. Also drücken alle Investoren in die „sicheren Häfen“ am Aktienmarkt. Wer auf Sicht von Jahrzehnten anlegt, kann wohl auch beim aktuellen Kurs immer noch mit 8% pro Jahr rechnen, angesichts des soliden Geschäftsmodells eine auskömmliche Verzinsung.
Daher stufe ich die Aktie weiterhin als kaufenswert ein. Wer mit einem starken Zinsanstieg rechnet oder mehr als 10% pro Jahr erwirtschaften will, sollte dennoch einen Bogen um die Aktie machen. Bei Kursen von 167 USD liegt die Renditeerwartung bereits bei 9%. Dann würde mich persönlich wohl kaum noch etwas von einem Einstieg/Nachkauf abhalten.
Ansonsten werde ich die McDonald’s-Aktie weiterhin beobachten und dich bei wichtigen Neuigkeiten sowie günstigen Einstiegs-Gelegenheiten auf dem laufenden Stand halten, wie gewohnt durch die Zusendung einer kurzen Mail. Trage dich daher am besten sofort für unseren kostenfreien Newsletter ein und du verpasst kein Update zur McDonald’s-Aktie mehr.
 
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Liebe Grüße,
Jonathan Neuscheler
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 Jonathan Neuscheler und Michael C. Jakob
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Quellen & Links zum McDonald’s Aktien-Update: Kaufen oder nicht?

 
 | Beschreibung
 | Große McDonald’s Aktienanalyse von Jonathan Neuscheler mit allen Details zum Fast-Food-Giganten
| McDonald’s Zahlen zum 2. Quartal 2019
| McDonald’s Geschäftsbericht 2018
| Schätzungen zur künftigen Unternehmensentwicklung von McDonald’s auf finanzen.net
| YouTube-Video: So optimiert McDonald’s sein Geschäft und wird zum Gewinner der Digitalisierung
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Transparenzhinweis und Haftungsausschluss: Die Autoren haben diesen Beitrag nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, können die Richtigkeit der angegebenen Daten aber nicht garantieren. Es findet keinerlei Anlageberatung von AlleAktien oder den für AlleAktien tätigen Autoren statt, dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf irgendeines Wertpapieres dar. Der Kauf von Aktien ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet. Deine Investitionsentscheidungen darfst du nur nach eigener Recherche und nicht basierend auf den Informationsangeboten von AlleAktien treffen. AlleAktien und die für AlleAktien tätigen Autoren übernehmen keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die durch Verwendung unserer Informationen entstehen. Der Autor hält derzeit keine Aktien von McDonalds.

McDonalds Corp. Aktie

189,28 €
-1,65 %
McDonalds Corp. muss heute Verluste wegstecken. Die Aktie notiert im Vergleich zu gestern um -1,65 % tiefer.
Aktuell gibt es mit 5 Buy-Einschätzungen und 0 Sell-Einschätzungen ein positives Sentiment für die McDonalds Corp. Aktie.
Dadurch ergibt sich bei einem Kursziel von 192,00 € ein leicht positives Potenzial von 1,44 % im Vergleich zum aktuellen Kurs von 189,28 € bei McDonalds Corp..
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