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Heibel-Ticker 22/19 - Crashvergleich mit Internetblase


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17. Jahrgang - Ausgabe 19 (13.05.2022)
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag/Samstag


Die PDF-Version dieser Ausgabe steht Ihnen ab sofort im Archiv sowie unter dem folgenden Link zur Verfügung: http://www.heibel-ticker.de/downloads/hts220515.pdf

Im heutigen Börsenbrief lesen Sie:

01.Info-Kicker: Crashvergleich mit Internetblase
02.So tickt die Börse: Maximale Panik am Aktien- und Kryptomarkt
 - Kryptomarkt zieht Aktienmarkt in Mitleidenschaft
 - Wochenperformance der wichtigsten Indizes
03.Sentiment: Extreme Angst und Panik ermöglicht Bodenbildung
 -
04.Ausblick: Finanzgeschichte zeigt mögliche weitere Entwicklung
05.Update beobachteter Werte
 Nachkaufen um 59 EUR
 Neue Dividendenposition eröffnen, Ersatz für Münchener Rück
 Positive Margenentwicklung
 Geschäft hält geopolitischen und wirtschaftlichen Belastungen stand
 Verkaufen
 Aktienrückkauf erhöht
 Kein Urlaub, keine Party -> Kein Fotobuch
 Q-Zahlen verfehlen Erwartungen
06.Leserfragen
07.Übersicht HT-Portfolio
08.Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise
09.An-/Ab-/Ummeldung


01. Info-Kicker: Crashvergleich mit Internetblase

Liebe Börsenfreunde,

Alles neu macht der Mai: Ich habe eine Reihe von Piktogrammen im Heibel-Ticker Design erstellen lassen und möchte die künftig hier im Heibel-Ticker verwenden, um die Textlastigkeit etwas aufzulockern. Außerdem haben wir ein paar farbige Trennlinien und weitere Feinheiten eingeführt. Ich hoffe, es gefällt Ihnen :-).

Am 3. Mai war ich zu Gast beim "Handelsblatt Today" Podcast und sprach über unser Sentiment. Im Gespräch mit Lena Jesberg haben ich thematisiert, wie das Anlegersentiment zu interpretieren ist. Hier der Link zum Podcast.

Am vergangenen Montag hatte ich kurzentschlossen einen Videostream zur aktuellen Börsenentwicklung angeboten. Hier der Link zur Aufzeichnung.

Im heutigen Kapitel 02 zeige ich, warum wir diese Woche gleich zweimal Angst und Panik an den Märkten hatten.

Die Angst und Panik zeigt sich auch in unserer Sentimentumfrage, die ich in Kapitel 03 für Sie interpretiere.

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. Im heutigen Ausblick in Kapitel 04 vergleiche ich den aktuellen Crash mit denen aus den Jahren 2020, 2018, 2015, 2011 und 2008. Ganz schön viele. Wirkliche Parallelen finde ich jedoch erst beim Crash der Internetblase 2000 bis 2003.

Diese Woche gab es eine ganze Menge Quartalszahlen, außerdem haben wir einige Käufe getätigt. Bitte verpassen Sie daher nicht die Updates in Kapitel 05.

Eine Leserfrage hat es diese Woche in die Ausgabe geschafft: Plantier sieht auf den ersten Blick wie ein Unternehmen der Rüstungsindustrie aus, doch gleichzeitig ist die Aktie so hoch bewertet, dass sie in den Abwärtssog gezogen wurde. Was davon zu halten ist, erläutere ich in Kapitel 06.

Wie immer gibt es einen Überblick über unser aktuelles Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel 07.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

02. So tickt die Börse: Maximale Panik am Aktien- und Kryptomarkt

Immer neue Ängste werden aufgetischt. Zum Beginn der Woche war die Liste der Katastrophen einfach zu lang:

putin Am Montag feierte Russland den Sieg über Nazideutschland vor 77 Jahren. Putins Rede enthielt zwar keine weiteren Drohungen oder Ankündigungen, dennoch hinterließ die Veranstaltung ein schlechtes Gefühl in der westlichen Welt.

china China verschärfte die Lockdown-Maßnahmen in Shanghai und Peking, den beiden größten Städten des Landes. Vor Shanghai liegen hunderte Containerschiffe vor Anker, weil sie mangels Personal (Lockdown!) nicht ent- und beladen werden können.

fed Jay Powell hatte in der Vorwoche ausgeschlossen, den US-Leitzins um mehr als 0,5% in einem Schritt anzuheben. Am Finanzmarkt befürchtet man nun, dass eine zu zögerliche Bekämpfung der Inflation nicht erfolgreich sein werde.

Die Rendite der 10 Jahre laufenden US-Staatsanleihe blieb zum Wochenauftakt über der Marke von 3%. Somit setzte sich der Ausverkauf der hoch bewerteten Wachstumsunternehmen unvermindert fort. Der DAX brach am Montag ein bis auf 13.380 Punkte.

Besonders auffällig war für mich, dass der Ausverkauf in den USA nach 14 Uhr stets nochmals einen neuen Schub erhielt. Das spricht dafür, dass viele kreditfinanzierte Aktienpositionen zwangsweise aufgelöst werden (Margin Call). In den vergangenen Jahren sind die Aktienmärkte eigentlich nur angestiegen. Man konnte nichts falsch machen. Je mehr man eingesetzt hat, umso mehr hat man verdient.

In einem solchen Umfeld dauert es nicht lange, bis besonders gierige Anleger ihre Anlagesumme durch Kredite vergrößern. Die Kredite werden dann mit den Aktien, die sie kaufen, besichert. Wenn nun die Aktienkurse fallen, fällt der Wert ihrer Sicherheiten, während der Kredit unverändert bestehen bleibt. Irgendwann reichen die Aktien, die bspw. nur zu 50% als Sicherheit dienen dürfen, nicht mehr als Sicherheit aus. Der Anleger erhält einen Anruf mit der Aufforderung, ausreichend Aktien zu verkaufen, damit das Bargeld dann als Sicherheit ausreicht. Bargeld kann zu 100% als Sicherheit dienen. Kommt der Anleger der Aufforderung bis 14 Uhr nicht nach, werden Aktien aus seinem Portfolio zwangsverkauft.

Ich habe diesen Effekt am Montag, am Mittwoch und auch am gestrigen Donnerstag beobachtet. Beim Zwangsverkauf geht der Broker willkürlich vor, es werden also teilweise große Aktienmengen unlimitiert auf den Markt geworfen, ohne Rücksicht auf Bewertungsniveau oder Qualität des Unternehmens zu nehmen.

chance Das heißt, es gibt Aktien, die durch solche Effekte auf einem niedrigeren Kursniveau als bewertungstechnisch gerechtfertigt notieren. Zu deutsch: Es gibt Schnäppchen.

So haben wir dann am Dienstag zwei Käufe getätigt und ich muss gestehen, das war alles andere als einfach. Umgehend erhielt ich E-Mails und sogar einen Anruf, wie ich denn Kaufen könne, wenn doch die Welt auseinander breche? Selbst meine Kooperationspartner, mit denen ich mich regelmäßig über die Märkte austausche, teilten mir mit, dass ihre Gespräche mit Unternehmenslenkern derzeit dermaßen pessimistisch ausfielen, weil jegliche produzierende Unternehmen Beschaffungsprobleme hätten. Aufgrund kaputter Lieferketten seien viele Vorprodukte einfach nicht mehr zu haben ... egal zu welchem Preis.

Meine Einschätzung, dass diese Probleme der Grund für den Ausverkauf der vergangenen Monate sei, fand kein Gehör: Das sei erst der Anfang des Ausverkaufs, doch es werde noch viel schlimmer, so die Befürchtung meiner Gesprächspartner.

Meine Meinung? Mag sein. Ich weiß es nicht. Kurzfristig haben wir jedoch Panik gesehen und daher dürften wir zumindest kurzfristig eine kleine Gegenbewegung sehen. Wie sich die Situation nächste Woche darstellen könnte, behandeln ich weiter unten.

Kryptomarkt zieht Aktienmarkt in Mitleidenschaft



kryptoshinten Zunächst kam aber noch der gestrige Donnerstag: Ein weiteres Panik-Maximum. Diesmal jedoch nicht durch die oben aufgezählten Krisen verursacht, sondern durch den Kryptomarkt.

Gestern ist der Stablecoin Luna über die Wupper gegangen.

2022-05-13-Luna
Abbildung 1: Ausverkauf des Stablecoins Luna / UST
Der Luna ist eine der Token der Kryptowährung UST, die als Stablecoin stets im Verhältnis eins zu eins in US-Dollar gewechselt werden kann. Das Marketing-Argument war einfach: Investieren Sie in Kryptowährungen ohne Währungsrisiko. Ein völliger Quatsch. Jeder ernsthafte Anleger kann dann auch gleich den "echten" US-Dollar halten.

Aber für Krypto-Trader gibt es bei Stablecoins den Vorteil, dass man seine Trades nicht stets über US-Dollar laufen lassen muss. Man bleibt in der Kryptowelt, wenn man also Bitcoin oder Tether verkauft und in Luna tauscht.

Für die Kryptowährung wird durch den UST, den "US-Dollar Terra", die Bindung an den US-Dollar realisiert. Für jeden UST, der verkauft wird, wird ein US-Dollar gekauft. Das Versprechen des Stablecoins ist, dass der UST immer im Verhältnis eins zu eins in US-Dollar getauscht werden kann. Idealerweise hält man dafür entsprechend viele US-Dollar vor, um jederzeit zahlungsfähig zu sein.

Doch das Geschäftsmodell gibt keinen Gewinn her. Wenn man mit dem Geschäftsmodell Geld verdienen möchte, dann muss man sich etwas ausdenken. Beispielsweise kann ein Teil des Geldes, das man für UST erhält, statt in US-Dollar für Kredite verwendet werden. Dort verdient man dann Zinsen und kann von den Zinsen das Geschäft betreiben.

Blöd nur, wenn dann plötzlich alle auf einen Schlag ihre UST in US-Dollar zurücktauschen wollen. Es ist dann so etwas wie ein moderner Bankrun. Und das ist dem Luna alias UST gestern passiert.

dollarvorne2 Es wurde so viel UST in US-Dollar getauscht, dass die Anbieter dieses Stablecoins am freien Markt US-Dollar kaufen mussten. Der Kaufdruck auf den US-Dollar sorgte für einen Kursanstieg des US-Dollars gegenüber allen anderen Währungen (US-Dollarindex) um 1,3% an nur einem Tag. Auf dem Währungsmarkt ist ein solcher Kurssprung gigantisch.

2022-05-13-USD-Index
Abbildung 2: US-Dollarindex zieht wegen des Krypto-Bankruns an
Mit einem Volumen von ca. 10 Mrd. USD ist der Luna vergleichsweise klein gegenüber dem großen Stablecoin Tether, der inzwischen 80 Mrd. USD auf die Waage bringt. Ich habe bereits vor einem Jahr vor genau dieser Gefahr gewarnt, siehe meine Heibel-Ticker Ausgabe vom 10. Juni 2021.

Somit haben wir ein neues Damoklesschwert, das über den Finanzmärkten kreist: Wir haben gesehen, dass die Implosion des Luna den Bitcoin mit in den Keller ziehen kann. Der Bitcoin ist im Mai zwischenzeitlich um 35% eingebrochen. Und der Bitcoin zieht dann auch den Aktienmarkt mit in den Keller, wie wir gestern sehen konnten. Was also, wenn nun der Tether einen Bankrun erlebt?

Der Tether ist wesentlich besser mit US-Dollar hinterlegt als der Luna. Somit ist die Gefahr derzeit nicht ganz so groß. Doch ausgeschlossen ist es nicht, dass der Tether irgendwann ebenfalls einen Bankrun erleben wird, der die Zahlungsfähigkeit übersteigt.

bitcoin Was den Bitcoin betrifft: Die starken Kursschwankungen sind ein Zeichen dafür, dass das Finanzsystem der Kryptowährungen noch nicht reif ist. Doch die Probleme haben ihren Ursprung in anderen Kryptowährungen, nicht im Bitcoin. Im Gegenteil, die technische Überlegenheit des dezentralen Bitcoin-Systems zeigt sich mit jedem Problem immer deutlicher.

Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelt haben:

Wochenperformance der wichtigsten Indizes


INDIZES12.5.22Woche ΔΣ '22 Δ
Dow Jones32.223 -2,0%-11,3%
DAX14.028 2,6%-11,7%
Nikkei26.428 -2,1%-8,2%
Shanghai A 3.233 2,8%-15,3%
Euro/US-Dollar1,04-1,5%-8,2%
Euro/Yen134,56-2,4%2,9%
10-Jahres-US-Anleihe2,92%-0,181,40
Umlaufrendite Dt0,74%-0,201,02
Feinunze Gold$1.811 -4,1%-0,7%
Fass Brent Öl$111,07 -1,8%41,0%
Kupfer$9.139 -3,3%-5,7%
Baltic Dry Shipping$3.117 17,9%40,6%
Bitcoin$30.440 -15,9%-35,2%

Heute früh twitterte Elon Musk, die Twitter-PÜbernahme sei vorerst auf Eis gelegt, weil Twitter nicht nachweisen könne, dass weniger als 5% der Twitternutzer Bots seien. die Aktie von Twitter brach daraufhin um 20% ein, die Aktie von Tesla schoß um 7% in die Höhe.

Twitter ohne Elon Musk würde wieder auf das ursprüngliche Niveau um 30 USD zurückfallen, das wären insgesamt -30%. Doch auf Eis gelegt heißt ja noch nicht abgesagt. Inzwischen konnte die Aktie das Minus auf -10% reduzieren.

Wegen der Übernahme befürchten Tesla-Aktionäre, Elon Musk müsse sich von einer ordentlichen Anzahl Tesla-Aktien trennen, was den Kurs drücken würde. Findet die Übernahme nun doch nicht statt, dann bleibt dieser Verkaufsdruck vermutlich aus. Daher steigt die Aktie von Tesla. Selbst wenn die Übernahme stattfindet, so hat Elon Musk nun, durch das "auf Eis legen" mehr Zeit, die entsprechenden Aktien zu verkaufen, ohne den Kurs über Gebühr zu belasten.

...oder, um es anders auszudrücken: Geschickt gemacht von Elon Musk, einen Grund zu finden, der ihm mehr Zeit für die Sicherstellung der Finanzierung der Übernahme gibt. In meinen Augen stellt die Prozentzahl, wie viele Bots auf Twitter unterwegs sind, die Übernahme nicht in Frage.

03. Sentiment: Extreme Angst und Panik ermöglicht Bodenbildung

stimmungsumfrage Halten Sie sich fest: Der DAX ist in der abgelaufenen Woche um 2% angesprungen, dennoch notiert das Anlegersentiment im extrem negativen Bereich.

Zweimal gab es Panik in der abgelaufenen Woche. Einmal am Montag, als alle Probleme der Welt zusammen kamen und dazu führten, jegliche Hoffnung auf Lösungen als Phantasterei abzutun. Und ein zweites Mal am Donnerstag, als der Stablecoin Luna implodierte. Am Dienstag und am heutigen Freitag erholte sich der Aktienmarkt leicht. Doch die Erholung kommt bei den Anlegern noch nicht an, wie das vorläufige Ergebnis unserer Umfrage zeigt.

panik Das Anlegersentiment ist mit einem Wert von -5,2 weiterhin im extrem negativen Bereich (Vorwoche -5,8). Es ist die 18. Woche in Folge mit einer negativen Anlegerstimmung, die mit Abstand längste Phase der Niedergeschlagenheit am Markt in den vergangenen acht Jahren. Die Stimmung unter den Anlegern ist niedergeschlagen und resigniert. Auch die Verunsicherung bleibt mit einem Wert von -5,6 weiterhin groß (Vorwoche -8,1).

Die Erwartung unserer Umfrageteilnehmer an die Aktienmarktentwicklung der kommenden drei Monate ist immerhin leicht ins Positive gedreht: +0,4 nach -0,6 in der Vorwoche. Das könnte ein Fünkchen Hoffnung sein.

Die Investitionsbereitschaft bleibt mit einem Wert von 1,6 (Vorwoche 2,0) moderat.

Das Euwax Sentiment der Privatanleger ist auf einen Wert von -3 leicht angestiegen. Der Absicherungsbedarf ist auf dem aktuellen Niveau offensichtlich nicht mehr so groß.

Institutionelle Anleger hingegen sichern sich derzeit kräftig mit Puts ab, das Put/Call-Verhältnis der Eurex ist auf 2,3% angestiegen.

Auch US-Anleger greifen zu Puts, wie das Put/Call-Verhältnis der CBOE zeigt. Sowohl in Deutschland als auch in den USA werden extrem viele Put-Absicherungen gekauft.

Boah, US-Fondsanleger haben ihre Investitionsquote auf 24% reduziert (Vorwoche 32%). Coronacrash, Eurokrise 2011 und Finanzkrise 2008 fallen mir da ein, nur in diesen Extremsituationen war die Investitionsquote der US-Fondsmanager noch kleiner.

Das Bulle/Bär-Verhältnis ist mit einem Wert von -25% extrem bairisch, aber nicht mehr so pessimistisch wie vor zwei Wochen mit einem Extremwert von -40%. Der Anteil der Bären ist seither von 59% auf 49% zurück gegangen. Der Bullenanteil verharrt auf niedrigem Niveau bei 24%.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P500 ist auf 12 gerutscht und signalisiert extreme Angst im Markt. Auch der Short Range Oscillator notiert unter der Schwelle von -4 und deutet auf eine überverkaufte Marktsituation hin.

Interpretation

stimmung_negativ Angst und Panik sind Anzeichen dafür, dass nun auch die letzten Verkaufswilligen ihre Aktien verkauft haben.

- Längste Phase negativer Stimmung in unserer Umfrage seit 8 Jahren
- Niedrigste Bullenquote in US-Stimmungsumfrage seit 40 Jahren
- Extrem niedrige Investitionsquote der US-Fondsanleger

Und noch viele andere Indikatoren sprechen dafür, dass wir zumindest vorläufig einen Boden gefunden haben. Die hohe Put-Absicherung der institutionellen Anleger in Deutschland sowie der Anleger in den USA zieht einen Boden unter dem aktuellen Kursniveau ein. Sollten die Kurse tiefer fallen, werden Put-Absicherungen aufgelöst, was zu einer Nachfrage führt, die ein weiteres Abrutschen verhindert.

Wie jede Woche so gilt auch dieses Mal: Negative Ereignisse können die Aussage der Sentiment-Umfrage zunichte machen. Der Kollaps des Luna und die vermeintlich zu zaghafte Vorgehensweise der US-Notenbank haben diese Woche zu einer weiteren Eskalation des Ausverkaufs geführt.

Nehmen wir mal an, es passiert für die kommenden Tage mal nichts, was noch schlimmer ist als das, was wir ohnehin bereits in den vergangenen Monaten erleben mussten. Die Kurse würden weiter steigen.

Doch die Liste der Probleme ist lang und es fällt nicht schwer, sich noch Schlimmeres vorzustellen. Insbesondere lastet aber weiterhin die Perspektivlosigkeit auf der Stimmung der Anleger.



04. Ausblick: Finanzgeschichte zeigt mögliche weitere Entwicklung

Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.


Hier im Heibel-Ticker Standard erhalten Sie überwiegend vergangenheitsbezogene Erklärungen von mir. Detaillierte Analysen und Einschätzungen über die künftige Börsenentwicklung gibt es nur im kostenpflichtigen Heibel-Ticker PLUS. Das Angebot für die zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS baue ich kontinuierlich weiter aus und komme dabei insbesondere den Wünschen meiner Kunden nach. Inzwischen bietet das Heibel-Ticker PLUS Abonnement folgende Zusätze:

INTERNET: Kundenbereich

- täglich aktuelle Einschätzungen zu den Meldungen, die unsere offenen Positionen betreffen

- einen Chart für jede offene Position, um die Kurssituation schneller zu erfassen

- die Möglichkeit, nur die 10 neuesten Kommentare zu den offenen Positionen anzeigen zu lassen.

- Sie können sich aus den empfohlenen Werten Ihr eigenes Musterportfolio zusammenstellen, um gezielter und schneller die für Sie relevanten Neuigkeiten zu sehen.

Weiterhin erhalten meine Kunden eine übersichtliche Tabelle über alle offenen Positionen mit der jeweiligen Wochenperformance sowie Performance seit Empfehlung und mit einer Übersicht über die anstehenden Aktivitäten wie Stopp Loss nachziehen oder verkaufen bzw. kaufen.

Für die besonders aktiven Anleger unter Ihnen biete ich an, die unterwöchigen Updates direkt per E-Mail an Sie zu senden und ich benachrichtige Sie im Falle von Aktionsempfehlungen (Kauf oder Verkauf) direkt per SMS auf Ihr Handy. Dabei handelt es sich um einen Zusatzdienst (Express!), den ich mit 6,25 € pro Monat berechne. Keine Angst, sämtliche Updates befinden sich natürlich dann auch nochmals in der Freitagsausgabe für die normalen PLUS-Kunden.

Den Reaktionen meiner Kunden entnehme ich, dass der Heibel-Ticker PLUS die Bedürfnisse von Anlegern gezielt und verständlich sowie fundiert und erfolgreich befriedigt. Schauen Sie sich das neue Angebot einmal mit einem Schnupperangebot (6 Wochen zu 20 €) an. Es würde mich freuen, wenn ich Sie als neuen Abonnenten gewinnen kann.

Für eine Jahresgebühr von 150 Euro erhalten Sie ein Jahresabonnement sowie einen Vorzugspreis für sämtliche Sonderanalysen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Viele Sonderanalysen stelle ich den Heibel-Ticker PLUS Kunden sogar kostenfrei zur Verfügung.

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05. Update beobachteter Werte

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

Dieses Kapitel bleibt den Heibel-Ticker PLUS-Abonnenten vorbehalten.

In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, können Sie sich mit diesem Heibel-Ticker Standard überzeugen. Wenn Sie allerdings seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen erfahren möchten, dann sollten Sie sich einmal um den Heibel-Ticker PLUS kümmern.

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06. Leserfragen

Vielen Dank für Ihre zahlreichen Fragen! Allerdings erhalte ich inzwischen zu viele Leserfragen, als dass ich alle individuell beantworten könnte. Wenn ich eine Frage beantworte, dann möchte ich das fundiert und hilfreich machen.

Ich bitte daher um Ihr Verständnis, wenn ich wie folgt vorgehe. Sie profitieren davon wie die anderen 25.000 Heibel-Ticker Leser:

1. Fragen zu administrativen Themen (Abo, E-Mail-Zustellung, interner PLUS-Bereich …) werden natürlich stets binnen kurzer Zeit beantwortet.

2. Fragen zu Aktien aus unserem Portfolio werden inhaltlich in das nächste Update zum entsprechenden Portfoliotitel eingearbeitet, sofern für die Allgemeinheit von Interesse.

3. Wöchentlich drei Fragen zu allgemeinen Börsenthemen sowie zu Einzeltiteln werde ich im Heibel-Ticker beantworten.

Mit dieser Vorgehensweise hoffe ich, wieder mehr Zeit für die Recherche von Themen zu haben, die ich für wichtig halte und überzeugt bin, dass dies vielen Lesern meines Börsenbriefs Mehrwert bietet. Leider war es in der Vergangenheit teilweise so, dass ich mehr Zeit in die Recherche für individuelle Fragen gesteckt habe und Zeit für die Analyse von Aktien und das Ausarbeiten von neuen Empfehlungen fehlt. Das ist jedoch den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS gegenüber unfair, denn es darf erwartet werden, dass ich meine Energie dahingehend einsetze, für alle Abonnenten relevante Themen auszuarbeiten. Ich hoffe auf Ihr Verständnis :-)

Palantier liefert Software für Geheimdienste


Sehr geehrter Herr Heibel,

Palantir, WKN a2qa4j
Würden Sie bitte ihre Meinung für diese Aktien mitteilen?

Ich Danke Ihnen im Voraus,
Setrak aus München

ANTWORT
Das Kurs/Umsatz-Verhältnis liegt bei 10 und damit abenteuerlich hoch: Maximal 2 wird derzeit am Aktienmarkt toleriert. Ein KGV gibt es nicht, da noch kein Gewinn erzielt wird. Das KGV 2023e wird auf 33 geschätzt. Für 35% Gewinnwachstum p.a. in den kommenden Jahren ist das schon wieder okay.

Palantier bietet Software für Geheimdienste an. Ein Bereich, der nah am Militär rangiert und derzeit ziemlich gefragt ist. Wenn die Zinsen irgendwann mal aufhören sollten zu steigen, könnte Palantier zu den Aktien gehören, die am stärksten zurückspringen. Doch wann und von welchem Niveau aus das sein könnte, weiß ich nicht.

07. Übersicht HT-Portfolio

Bitte beachten Sie auch den Kundenbereich auf meiner Internetseite unter www.heibel-ticker.de. Dort finden Sie aktuelle Charts mit meinen jeweils aktualisierten Einschätzungen.

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Im Wochenverlauf habe ich zu mehreren Titeln Anmerkungen im Kundenbereich der Webseiten verfasst.

Die tabellarische Übersicht bleibt den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten.

Die dritte Spalte zeigt die Schlusskurse von Donnerstagabend. Unter „Woche“ steht die Veränderung im Vergleich zur Vorwoche. Unter „2014“ steht das Ergebnis der Position seit Jahresbeginn bzw. seit Aufnahme ins Portfolio. Unter „Anteil“ finden Sie den Anteil der jeweiligen Position am Gesamtdepot.

Unter ! steht zur Information meine Grundtendenz:
Kbei Gelegenheit Kaufen, 
NKNachkaufen 
HHalten, 
Vbei Gelegenheit Verkaufen, 
TVTeilverkauf, also nicht die ganze Position 
VLVerkaufslimit, bei überschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
SLStopp Loss, bei Unterschreiten eines bestimmten Kurses sollte verkauft werden 
TSTrailing Stopp, wie SL, nur dass das Limit kontinuierlich nachgezogen wird 

Die „Gelegenheit“ zum Kaufen oder Verkaufen wird sodann kurzfristig von mir per Update an Sie bekanntgegeben.

Ich habe diese Spalte „!" insbesondere für neue Kunden vorgesehen, die zu einem späteren Zeitpunkt wissen wollen, ob ich die Position noch zukaufen würde, wenn ich beispielsweise darin nicht schon voll investiert wäre. Zukaufen würde ich jeweils jedoch niemals zu Höchstkursen, sondern stets nur nach kurzfristigen Kursrückschlägen von mindestens 5-7%.

Kauffolge: Je spekulativer, desto aggressiver würde ich kaufen und verkaufen. Derzeit verwende ich die folgenden Schritte:

Value Positionen in drei Schritten aufbauen: 25%-25%-50%,

Spekulative und alternative Positionen in zwei Schrittenaufbauen: 50%-50%,

Tradingpositionen ganz oder gar nicht: 100%.

Stopp Loss Limits, Verkaufslimits und ähnliche Aktionsmarken verwalte ich aktiv in meinem System und ändere ich unter der Woche mehrfach, fast täglich. Eine Veröffentlichung der entsprechenden Limits ist in der Regel nicht sinnvoll, allenfalls Stopp Loss Marken werde ich bisweilen im Text bekanntgeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, aber ohne eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Dienst nicht aufrecht erhalten.




In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem täglichen Medienrummel trennen kann, wie der Autor des Heibel-Tickers Stephan Heibel.

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https://www.heibel-ticker.de/customer/new


Eine erfolgreiche Börsenwoche,
take share

Stephan Heibel
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

www.heibel-ticker.de
mailto:heibel/at/sharewise/./com

08. Disclaimer / Haftungsausschluss und Risikohinweise

Wer un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte un- oder überpersönliche Schreib- oder Redeweisen in Umlauf setzt, wird mit Lust-, manchmal auch mit Erkenntnisgewinn belohnt; und wenn alles gut geht, fällt davon sogar etwas für Sie ab. (frei nach Robert Gernhardt)

Wir recherchieren sorgfältig und richten uns selber nach unseren Anlageideen. Für unsere eigenen Transaktionen befolgen wir Compliance Regeln, die auf unsere eigene Initiative von der BaFin abgesegnet wurden. Dennoch müssen wir jegliche Regressansprüche ausschließen, die aus der Verwendung der Inhalte des Heibel-Tickers entstehen könnten.

Die Inhalte des Heibel-Tickers spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.

Die Börse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how über die Börse besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermögensverwalter konsultieren.

Die Verwendung der Inhalte dieses Heibel-Tickers erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Börse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Quellen:
Kurse: Deutsche Kurse von comdirect.de, Goldbarren & Münzen von proaurum.de, US-Kurse von finance.yahoo.com. Alle Kurse sind Schlusskurse vom Donnerstag sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist.
Bilanzdaten: Comdirect, Yahoo! Finance sowie Geschäftsberichte der Unternehmen
Informationsquellen: dpa-AFX, Aktiencheck, Yahoo! Finance, TheStreet.com, IR-Abteilung der betreffenden Unternehmen
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Für mich ist es wichtig, dass meine Leser die Finanzwelt und deren Einfluss auf die Aktienbörse verstehen. Nur so können frühzeitig neue Trends erkannt werden und die Vermögensanlage entsprechend angepasst werden. Als Diplom-Volkswirt durchleuchte ich die komplizierten Zusammenhänge so lange, bis ich eine schlüssige und leicht verständliche Erklärung gefunden habe.

Ich zeichne mich durch meine Vernetzung innerhalb der Branche sowie direkten Kontakt mit meinen Lesern aus. Ich kenne ihre vielfältigen Probleme und Fragen und liefere gezielt Lösungen und Antworten. Meine Kunden danken mir dies mit langfristiger Treue. Für einen ersten Einblick in den Heibel-Ticker kann das 6-wöchige Schnupperabo genutzt werden.



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