Menü
Microsoft selbst warnt vor der Verwendung von Internet Explorer, da er nicht mehr den neuesten Web- und Sicherheitsstandards entspricht. Wir können daher nicht garantieren, dass die Seite im Internet Explorer in vollem Umfang funktioniert. Nutze bitte Chrome oder Firefox.

Gewinner und Verlierer Aktien November 2019 – Chance und Risiko

Diesen Monat schauen wir uns mit Bechtle und Demant zwei Gewinneraktien sowie mit Westpac eine Verlierer-Aktie näher an.

Bechtle

Bechtle ist ein deutscher IT-Dienstleister, der sein Geld mit den


Diesen Monat schauen wir uns mit Bechtle und Demant zwei Gewinneraktien sowie mit Westpac eine Verlierer-Aktie näher an.

Bechtle

Bechtle ist ein deutscher IT-Dienstleister, der sein Geld mit den beiden Segmenten IT-Services und E-Commerce verdient. Das Segment E-Commerce ist eine Art Amazon für IT, wo ausschließlich Unternehmenskunden einkaufen. Im Segment IT-Services unterstützt Bechtle Unternehmen beim Ausbau und Betrieb der IT. Angefangen bei Schulungen für Mitarbeiter bis hin zur kompletten Auslagerung der IT in die sogenannte Cloud. Beide Segmente ergänzen sich durch Cross-Selling. Berät Bechtle ein Unternehmen beim Ausbau der eigenen IT, kann Bechtle im Anschluss an die Beratung dem Kunden auch gleich die passende Hardware verkaufen.

Langfristiges Gewinn- und Dividendenwachstum

Bei langfristigen Investments ist das langfristige Gewinnwachstum des Unternehmens entscheidend, weil nur langfristiges Gewinnwachstum für langfristig steigende Kurse und Dividenden sorgt.

Das dies bei Bechtle gegeben ist, zeigt der folgende Chart:

Langfristig steigende Gewinne und Dividenden bei Bechtle

Langfristig steigende Gewinne und Dividenden bei Bechtle

In Kennzahlen ausgedrückt steigerte Bechtle den Gewinn innerhalb der letzten 10 Jahre im Schnitt um 17 Prozent jährlich, und laut Prognosen ist keine Abschwächung des Gewinnwachstums in Sicht.

Analog zu den steigenden Gewinnen zieht auch die Dividende an. In den letzten 10 Jahren stieg die Dividende um jährlich 13,5 Prozent und blieb damit etwas hinter dem Gewinnwachstum zurück. Die aktuelle Dividendenrendite liegt trotz steigender Dividenden bei bescheidenen 0,84 Prozent und hat damit laut Dividenden-Turbo ein historisches Allzeittief erreicht:

Die Dividendenrendite von Bechtle war noch nie niedriger als heute

Die Dividendenrendite von Bechtle. Noch nie war sie niedriger als heute

Zum Höhepunkt der Finanzkrise wäre ein Kauf bei einer Dividendenrendite von knapp 6 Prozent möglich gewesen. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Aktienbewertung

Eine trotz steigender Dividende fallende Dividendenrendite lässt nur einen Schluss zu: der Aktienkurs ist noch stärker gestiegen. Ob die Aktie tatsächlich luftig bewertet ist, zeigt sich in der Dynamischen Aktienbewertung, die auf Basis fundamentaler Größen wie Gewinn, Cash-Flow und Dividende jeweils einen fairen Wert der Aktie bestimmt.

Die Bechtle Aktie erscheint aktuell deutlich überbewertet

Die Bechtle Aktie erscheint aktuell deutlich überbewertet

Mit einem aktuellen KGV von 33 ist die Bechtle Aktie deutlich höher bewertet als in der Vergangenheit, wo bereits ein KGV von über 20 überdurchschnittlich teuer war. Selbst wenn man der Aktie auf Basis der schon hohen Bewertung der letzten Jahre ein KGV von knapp 22 zugesteht, gelangt man lediglich auf einen fairen Wert von 86 Euro, was deutlich unter dem aktuellen Kurs von 119,50 Euro liegt. Daraus ergäbe sich ein kurzfristiges Korrekturpotential von knapp 30 Prozent (rot gestrichelte Linie).

Mehr zu Bechtle erfährst du in dieser kostenlosen Aktienanalyse auf dem Aktienfinder YouTube-Kanal.

Demant

Demant entwickelt und produziert Hörgeräte und Hörimplantate sowie kabellose Kopfhörer. Das Unternehmen aus Dänemark wurde im August das Opfer von Schadsoftware („Ransomware“), die zu einem weitgehenden Stillstand der IT und einer massiven Behinderung im Geschäftsablauf führte. Die hoch bewerte Aktie brach daraufhin ein, so dass Demant im September zu den Verliereraktien gehörte. Mittlerweile sind die Grobschäden jedoch beseitigt und das Management hat im letzten Quartalsbericht die geschätzten negativen Auswirkungen des Vorfalls bestätigt. Im Zuge der gewichenen Unsicherheit hat sich der Aktienkurs erholt.

Langfristiges Gewinn- und Dividendenwachstum

Deutlich ist bei Demant die Delle im Geschäftsjahr 2019 zu sehen, die der Befall der Schadsoftware hinterlassen hat:

Langfristig steigende Gewinne – aber ohne Dividende - bei Demant

Langfristig steigende Gewinne – allerdings keine Dividende – bei Demant

Nach 2019 spricht jedoch alles dafür, dass es bei einem langfristigen Gewinnwachstum pro Aktie von knapp 10 Prozent im Jahr bleibt. Wobei Aktienrückkäufe hier eine wesentliche Rolle spielen, da das organische Wachstum allein lediglich im mittleren einstelligen Bereich liegt.

Aktienbewertung

Demant hat eine Phase massiver Überbewertung hinter sich, an deren Höhepunkt der Aktienkurs mit 315 Dänischen Kronen deutlich über dem fairen Wert von knapp 200 Dänischen Kronen lag. Nach einem Absturz auf knapp 160 Dänischen Kronen folgte die Erholung auf den derzeitigen Kurs von 205 Dänischen Kronen und scheint mir auf Basis der Schätzung für 2020 nun fair bewertet zu sein.

Der Aktienkurs von Demant hat eine wilde Achterbahnfahrt hinter sich

Der Aktienkurs von Demant hat eine wilde Achterbahnfahrt hinter sich

Demant war auch Thema des Videos mit dem Titel „Cyberangriff! Demant Aktie jetzt ein Kauf? Du entscheidest.“ Denkbar knapp hatte sich die Aktienfinder-Community gegen einen Kauf entschieden.

Cyberangriff! Demant Aktie jetzt ein Kauf

Cyberangriff! Ist Demant Aktie ein Kauf?

Westpac

Westpac ist eine der vier australischen Großbanken und lockt mit einer Dividendenrendite von aktuell 7,1 Prozent. Die hohe Dividende hat allerdings den hässlichen Beigeschmack von Kindesmissbrauch. Konkret geht es um Überweisungen durch Westpac-Kunden in die Philippinen, die Kindesmissbrauch zur Folge hatten. Dabei scheinen diese Überweisungen nur die Spitze eines Eisbergs bestehend aus über 23 Millionen Überweisungen zu sein, die gegen Geldwäsche- und Anti-Terrorismusgesetze verstießen. Bei der Aufarbeitung des Vorfalls hat das Management durch eine anfängliche Verweigerungshaltung für einen zusätzlichen Imageschaden gesorgt. Mittlerweile hat der CEO Brian Hartzer jedoch seinen Rücktritt erklärt.

Langfristiges Gewinn- und Dividendenwachstum

Für Freunde hoher Dividenden war Westpac lange Zeit ein gutes Investment. Seit dem Ende der Finanzkrise Jahr 2009 hat die Gewinnentwicklung allerding jegliche Dynamik verloren. Gleiches gilt für die Dividenden, deren Ausschüttung jüngst von 0,94 auf 0,80 Australische Dollar im Quartal gesenkt wurde.

Gewinn und Dividende haben bei Westpac jegliche Dynamik verloren

Gewinn und Dividende haben bei Westpac jegliche Dynamik verloren

Doch selbst die bescheiden anmutenden Gewinnprognosen sind wegen der jüngsten Skandale mit einem Risiko behaftet. Denn es lauern Strafzahlungen an den Staat von bis zu einer Milliarde Australischer Dollar sowie Strafzahlungen an Aktionäre durch Sammelklagen und zu schlechter Letzt abflauende Geschäfte wegen des entstandenen Imageschadens.

Aktienbewertung

Aufgrund der sinkenden Dividende sinkt auch die Dividendenrendite auf 6,5 Prozent im nächsten Jahr – und liegt damit trotz der Kürzung noch immer deutlich über dem historischen 10-Jahres-Mittelwert von 6,1 Prozent.

Westpacs Dividendenrendite ist trotz der Dividendenkürzung überdurchschnittlich hoch

Westpacs Dividendenrendite ist trotz der Dividendenkürzung überdurchschnittlich hoch

Westpac ist eine stabil bewertete Aktie, deren KGV im Lauf der Jahre zwischen 12 und 14 schwankt. Das aktuelle KGV liegt bei 13 und damit leicht unter dem historischen Mittelwert von 13,3, was einer kaum wahrnehmbaren Unterbewertung entspricht. Anders sieht es bei dem fairen Wert basierend auf der Dividende aus. Selbst nach der Dividendenkürzung scheint die Aktie 29 Australische Dollar wert und damit deutlich mehr als die 24,60 Australischen Dollar aktuell.

Westpac scheint je nach Bewertungsmaßstab fair bis unterbewertet zu sein

Westpac scheint je nach Bewertungsmaßstab fair bis unterbewertet zu sein

Dennoch: wer einen Kauf der Aktie in Erwägung zieht, riskiert aufgrund des aktuellen Skandals eine böse Überraschung bei einem gleichzeitig begrenzten Aufwärtspotential. Ich würde deshalb lieber die Finger von Westpac lassen.

Fazit: Chance und Risiko

Wer in Aktien investiert, muss mit Risiken leben lernen. Bei Demant und Westpac haben wir dies erneut gesehen. Dass ist aber kein Grund, Aktien zu meiden. Denn ein gut diversifiziertes Portfolio fängt die Rückschläge einzelner Aktien ohne größere Performanceschäden auf. Wie ein gut diversifiziertes Portfolio aussieht, siehst du am Beispiel des Starterdepots, das für dich frei zugänglich ist.

Die aktuelle Diversifizierung des Starterdepots nach Branchen

Das Diversifizierte Starterdepot

Ebenfalls frei zugänglich sind mehr als 250 hochwertige Aktienanalysen aus der Finanzcommunity. Über ein zentrales Verzeichnis kannst du bequem nach deinen Wunschaktien filtern und bekommst alle verfügbaren Analysen für diese angezeigt. Und falls du einem passenden Broker suchst, sichere dir das Starterpaket. Kostenlose Vollmitgliedschaft im Aktienfinder inklusive!

„Der erste Aktienfinder mit dem Wow-Effekt. Von der Informationsvielfalt bis hin zur Benutzerfreundlichkeit.“ – Investing.com

The post Gewinner und Verlierer Aktien November 2019 – Chance und Risiko appeared first on Aktienfinder.Net blog.


Quelle Aktienfinder

Like: 0
Teilen

In Aktien investieren – von langfristig steigenden Kursen und Dividenden profitieren. Der Aktienfinder macht es möglich, indem er das langfristige Gewinnwachstum von Unternehmen sichtbar macht. Denn nur langfristiges Gewinnwachstum führt zu langfristig steigenden Kursen und Dividenden.

Weitere meist kostenlose Tools wie der Dividendenkalender und frei zugängliche Aktienanalysen, von denen viele auch auf dem Aktienfinder YouTube-Kanal verfügbar sind, runden das Angebot ab.


Kommentare

Du kannst diesen Artikel nicht kommentieren, da du deinen Account noch nicht bestätigt hast oder geblockt wurdest. Sollte du das für einen Fehler halten, kontaktiere uns bitte. Mehr anzeigen