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Der digitale Euro kommt näher – Wird Bargeld jetzt komplett abgeschafft?


Laut aktuellen Studien wächst die Zahl der digitalen Transaktionen - nicht zuletzt auf Grund der Pandemie - in Deutschland und in anderen europäischen Ländern immer weiter an. Die Scheine und Münzen gelten als Umschlagplatz für Viren und werden daher immer weiter durch kontaktloses Zahlen ersetzt. Während die Bürger Deutschlands dem Thema bargeldloses Zahlen skeptisch gegenüberstehen und nur sehr zaghaft mit Karte zahlen, machen Transaktionen mit Bargeld in Schweden mittlerweile nur noch 6% des Gesamtvolumens der Anzahl aller Transaktionen aus. Ein Trend der weltweit zu beobachten ist.

Mittlerweile arbeiten 80% aller Zentralbanken weltweit derzeit an der Einführung digitaler Zentralbankwährungen, so genannten CBDC's (Central bank digital currencies). Auch in der Europäischen Währungsunion wird daher an einem digitalen Euro gearbeitet. Überlegt wird dabei in welchem Umfang er genutzt werden kann, und ob man ihn als Zahlungsmittel für alltägliche Geschäfte nutzen sollte.

Wird Bargeld schrittweise abgeschafft?

Langfristig könnte es das Ziel der Zentralbanken sein Bargeld komplett abzuschaffen. Ein erstes Anzeichen dafür wäre die Abschaffung der 500€ Scheine, welche bereits 2018 beschlossen wurde. Die EZB zieht aktuell die alten 500€ Scheine immer weiter ein, bis sie irgendwann komplett aus dem Zahlungsverkehr verschwunden sind.

Zudem gilt seit Januar 2020, dass Bargeldzahlungen über 2.000€ meldepflichtig sind. Anonyme Bargeldgeschäfte über 2.000€ sind also - theoretisch - nicht mehr möglich. Sie müssen von dem Verkäufer schriftlich, samt Ausweisdaten des Käufers, festgehalten und aufbewahrt werden. Juweliere, Glücksspielbetreiber und auch Gebrauchtwagenhändlern sind direkt von dieser Regelung betroffen.

Es wird also zunehmend schwieriger große Summen an Bargeld aufzubewahren oder anonym auszugeben. Gründe für weniger Anonymität bei Bargeldzahlungen sind laut EZB die Unterbindung von Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche. Alles gute Gründe, jedoch könnten es gleichzeitig Schritte sein, um die Bürger zu überwachen.

Laut offizieller Position der EZB soll Bargeld jedoch durch eine mögliche Einführung des digitalen Euros nicht abgelöst werden. Niemand habe die Absicht das Bargeld abzuschaffen.

Nachfrage – Wollen wir den digitalen Euro überhaupt?

Ein digitaler Euro auf der Blockchain. Das klingt erstmal nicht verkehrt. Es würden sich neue Anwendungsmöglichkeiten mit Smart Contracts ergeben.

Beispiel 1: Statt einmal monatlich kann man sein Gehalt in Echtzeit überwiesen bekommen.
Beispiel 2: Die Bezahlung eines Autos erfolgt automatisiert wenn beide Teilnehmer des Handels (Käufer und Verkäufer) der Transaktion zustimmen. Bis dies geschieht verweilt das Geld in einem Escrow.

Zudem wäre es ein Quantensprung in der technologischen Entwicklung unseres Zahlungssystems. Die Technologie mit der 2020 Transaktionen durchgeführt werden basiert noch zu großen Teilen auf Code aus den 60er und 70er Jahren.

Doch die fehlende Anonymität ist bedenklich. Es wird dem Staat sehr einfach gemacht Transaktionen zu überwachen, auszuwerten und gegebenenfalls zu blockieren, sowie Konten zu sperren. Um dieser totalen Kontrolle zu entgehen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Bargeld und Bitcoin beziehungsweise andere Kryptowährungen.

Überblick: Vor- und Nachteile von CBDC's

Vorteile:

  • Instrument um Geldwäsche entgegenzuwirken
  • Zunehmende globale Digitalisierung des Finanzsystems
  • Neue Möglichkeiten für Verträge durch Smart Contracts
  • Einfachere und effizientere Geldpolitik möglich, da bessere Kontrolle über die Geldmenge

Nachteile:

  • Nicht alle CBDC’s werden auf einer gemeinsamen Blockchain beruhen und sind wahrscheinlich zu Beginn nicht miteinander kompatibel
    • Konkurrenz zwischen Zentralbanken wird angeheizt (wer hat die beste/sicherste Blockchain und gleichzeitig die höchsten Zinsen)
  • Gefahr durch Hackerangriffe falls die Blockchains nicht korrekt aufgesetzt sind
  • Keine Anonymität mehr im Zahlungsverkehr

Wenn der digitale Euro kommt wird man sich also genau überlegen müssen, ob man ihn überhaupt nutzen möchte.

© Cryptoticker

Quelle cryptoticker.io

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