| Webseite: | http://www.gagfah.com/de/index.html |
| Investor Relations: | http://irde.gagfah.com/phoenix.zhtml?c=202654&p=irol-irhome |
| Wikipedia: | http://de.wikipedia.org/wiki/GAGFAH |
| Bereich: | Finanzen |
| GAGFAH S.A. | |
|---|---|
| Unternehmensform | Société Anonyme |
| ISIN | LU0269583422 |
| Gründung | 1918 |
| Unternehmenssitz | Luxemburg |
| Unternehmensleitung |
Burkhard Ulrich Drescher (CEO) |
| Mitarbeiter | 1401 (2007) |
| Umsatz | 1.209 Mio. € (2007) |
| Branche | Immobilienunternehmen |
| Website | GAGFAH GROUP |
Die GAGFAH (Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Angestellten-Heimstätten) ist das größte börsennotierte deutsche Immobilienunternehmen. Hauptaktionär ist das Investmentunternehmen Fortress Investment Group LLC mit einem Aktienanteil von 51,22 %. Chief Executive Officer (CEO) ist Burkhard Ulrich Drescher. Das Unternehmen hat in Deutschland die Rechtsform einer GmbH mit Sitz in Essen und wird von einer sechsköpfigen Geschäftsführung geleitet, die zugleich Vorstand der Aktiengesellschaft mit Sitz in Luxemburg ist. Neben dem Vorstand wacht ein siebenköpfiger Verwaltungsrat, der etwa dem Aufsichtsrat nach deutschem Recht entspricht, über die Geschäfte des Luxemburger Unternehmens; Verwaltungsratsvorsitzender ist Wesley Edens.
Inhaltsverzeichnis |
Die GAGFAH wurde am 14. August 1918 in Berlin von Angestelltenverbänden gegründet. Seitdem wurden in ihrem Auftrag etwa 106.000 Miet-, 27.000 Eigentumswohnungen und 47.000 Einfamilienhäuser errichtet (bezogen auf das Gebiet des Deutschen Reichs in den Grenzen von 1937). Sie war bereits in der Anfangszeit eine der größten Wohnungsbaugesellschaften. 1924-1956 war der Architekt Arnold Knoblauch Vorstandsvorsitzender. Seit August 2006 ist Burkhard Ulrich Drescher, ehemals Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Vorsitzender der Geschäftsführung der GAGFAH GROUP (CEO = Chief Executive Officer), Vorsitzender der Geschäftsführung der GmbH und Mitglied des Verwaltungsrates.
Im Juli 2004 verkaufte die damalige Bundesversicherungsanstalt für Angestellte ihre in der GAGFAH gebündelten 81.000 Wohnungen an 147 Standorten in Deutschland, davon allein rund 24.000 in Berlin, im Rahmen einer Privatisierung an die US-amerikanische Firma Fortress für rund 3,5 Milliarden Euro.
Zur Immobiliengruppe der Fortress zählen mittlerweile neben der GAGFAH auch die NILEG Immobilien Holding (Hannover) und die WOBA Dresden (Dresden).
Im Mai 2007 kaufte die GAGFAH für 80,7 Millionen Euro weitere 920 Wohnungen und 71 Gewerbeobjekten, darunter rund 500 Wohnungen aus einem Paketverkauf der VGH Versicherungen, die damit Bestände der Landschaftlichen Brandkasse auflöste.
Die GAGFAH GROUP hat nach eigenen Angaben in Deutschland 180.000 Mietwohnungen und verwaltet 25.000 weitere Wohnungen für Dritte (Stand 2008). Die meisten Wohnungen befanden sich 2007 in Dresden (rund 43.000) und Berlin (rund 28.000).
Für den Börsengang wurde die GAGFAH als Société Anonyme (S.A.), eine Aktiengesellschaft nach luxemburgischen Recht, gegründet. Die Geschäftstätigkeit bezieht sich auf Kauf und Bewirtschaftung von Wohnimmobilienportfolios.
Während des Börsenganges (IPO) lief die Zeichnungsfrist vom 10. bis 18. Oktober 2006 bei einer Bookbuildingspanne von 17,00 bis 19,00 Euro. Die Erstnotiz erfolgte am 19. Oktober 2006 zu einem Eröffnungskurs von 19,00 Euro. (WKN A0LBDT; Symbol GFJ; ISIN LU0269583422)
Seit einer Herabstufung durch die Analysten der US-Investmentbank JP Morgan am 25. Mai 2007 brach der Aktienkurs des Unternehmens ein und fiel seit Jahresbeginn 2007 stetig von 24,50 Euro auf einen Tiefstand von 2,63 Euro am 19. November 2008.
- Günther Schulz, Die Angestellten seit dem 19. Jahrhundert. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2000
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