| Webseite: | http://www.ersol.de/ |
| Investor Relations: | http://www.ersol.de/investorrelations/ |
| Wikipedia: | http://de.wikipedia.org/wiki/Ersol |
| Bereich: | Industrie |
| ersol Solar Energy AG | |
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0006627532 |
| Gründung | 1997 |
| Unternehmenssitz | Erfurt |
| Unternehmensleitung |
Holger von Hebel (Vorstandsvorsitzender) |
| Mitarbeiter | 1.100 (August 2008) |
| Umsatz | 160 Mio. Euro (2007)[1] |
| Branche | Solarstromtechnik |
| Website | www.ersol.de |
Die ersol Solar Energy AG ist ein deutscher Wafer- und Solarzellenproduzent mit Sitz in Erfurt, der siliziumbasierte Photovoltaik-Produkte herstellt. Das Unternehmen besteht aus den Unternehmensbereichen Silicon, Wafers, Solar Cells und Modules. Die Aktiengesellschaft wurde 1997 als ErSol Solarstrom GmbH & Co. KG gegründet.
Am 2. Juni 2008 kündigte Bosch an, 50,45 Prozent der ersol Solar Energy AG zu übernehmen, um damit sein Geschäft im Bereich der erneuerbaren Energien auszubauen. Gleichzeitig unterbreitete Bosch den ausstehenden Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot. Am 12. August 2008 wurde die Übernahme nach Zustimmung aller kartellrechtlich relevanten Behörden vollzogen.
Inhaltsverzeichnis |
Die ErSol Solarstrom GmbH & Co.KG wurde am 12. März 1997 gegründet. Die erste Fertigungsanlage war eine Produktionslinie für multikristalline Silizium-Solarzellen im Format 100mm x 100mm.
2001 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit Dr. Claus Beneking als Vorstandsvorsitzendem umgewandelt und firmiert seitdem als ersol Solar Energy AG.
Am 30. September 2005 erfolgte der Börsengang der ersol Solar Energy AG. Die Aktie notierte im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und war vom 19. Dezember 2005 bis Herbst 2008 im TecDax vertreten. Die Aktie wurde am 22. September 2008 aus dem TecDAX genommen. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung trat der Ventizz Capital Fund II als Mehrheitsaktionär ein. Mit dem Erwerb des Ingot- und Waferproduzenten ASi Industries GmbH in Arnstadt, expandierte die ersol-Gruppe. Der Unternehmensumsatz wuchs auf 64 Millionen Euro und der operative Gewinn auf 9,5 Millionen Euro.
Im Februar 2006 erwarb ersol den kalifornischen Silizium-Recycler Silicon Recycling Services Inc. (SRS). Im Juli 2006 erfolgte daraufhin der Spatenstich für die Dünnschichtfabrik (ersol Thin Film GmbH). Ein zweites Solarzellenwerk in Arnstadt wurde später begonnen und im November 2007 eingeweiht wurde. Zur Finanzierung der Expansion unterzeichnete ersol bereits im Oktober 2006 einen Konsortialkreditvertrag unter Führung der Deutschen Bank über 157 Millionen Euro.
Zu Jahreswende 2006/2007 kam es zu Veränderungen der Vorstandsstruktur. Auf der 22. Europäischen Photovoltaik-Konferenz und -Ausstellung (PVSEC) in Mailand präsentierte ersol im Jahr des 19-jährigen Unternehmensjubiläums zusammen mit den Projektpartnern Crystal Growing Systems GmbH (CGS), dem SolarZentrum Erfurt, der Roth & Rau AG und Day4 Energy Inc. ein Solarpanel basierend auf 16 monokristallinen SuperSize-Solarzellen. Zum 31. Dezember 2007 beschäftigte die Unternehmensgruppe mehr als 800 Mitarbeiter.
Am 2. Juni 2008 machte der schwäbische Autozulieferer Robert Bosch GmbH ein Angebot über den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung von 50,45 Prozent an dem Thüringer Unternehmen.
ersol ist nach Produktgruppen in vier unterschiedliche Unternehmensbereiche gegliedert. Den Unternehmensbereichen sind die verschiedenen Tochterunternehmen zugeordnet:
- ersol Silicon recycelt mit dem Tochterunternehmen Silicon Recycling Services Inc. mit Sitz in Camarillo Siliziumreststücke, die als Neben- und Abfallprodukte in der Halbleiter- und Solarindustrie anfallen und macht diese wieder für die Solarzellenherstellung nutzbar.
- ersol Wafers stellt mit dem Tochterunternehmen ASi Industries GmbH in Arnstadt monokristalline Ingots und Wafer her. Dabei werden monokristalline Ingots über einen Ziehprozess – die sogenannte CZ-Methode – produziert. Anschließend werden daraus dünne „Scheiben“ – die Wafer – gesägt. Deren Dicke ist ab 160 µm frei wählbar. ersol Wafers war eine der ersten Produktionsstätten außerhalb der USA mit eigener Aufbereitung der Schneideflüssigkeit („Slurry“).
- ersol Solar Cells produziert Solarzellen im Format 156 mm x 156 mm und stellt den Kerngeschäftsbereich dar. Bei einer Zelldicke von 200 µm und weniger liegt der durchschnittliche Wirkungsgrad der monokristallinen ersol-Solarzellen bei rund 17 Prozent. Zunehmend wird der Anteil der Produktion an höherwertigen monokristallinen Zellen gegenüber multikristallinen Solarzellen erhöht, mittlerweile beträgt er circa 80 Prozent. Die Produktion erfolgt durch die Muttergesellschaft ersol Solar Energy AG an den Standorten Erfurt und Arnstadt.
- ersol Modules umfasst alle mit der Produktion und dem Vertrieb von Solarmodulen zusammenhängenden Aktivitäten des Konzerns. Zum Unternehmensbereich gehört die in Erfurt ansässige Tochter ersol Thin Film GmbH, die sich der Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen widmet und mit Hilfe der Dünnschichttechnologie eine signifikante Einsparung des Rohstoffs Silizium erzielt. Über die Erfurter Handelstochter ersol Crystalline Modules GmbH betreibt ersol im Bereich Modules des Weiteren den Vertrieb von kristallinen Solarmodulen aus ersol Solarzellen und anderer Hersteller. Zum Unternehmensbereich gehört außerdem eine in Planung befindliche kristalline Modulproduktion.
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